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Passau  |  26.09.2018  |  12:33 Uhr

Viraler Tweet: Passauer Professor empört über Wiesn-Schweinebraten

von Andreas Geroldinger

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Nicht zu trocken, aber auch nicht zu fett sollte er sein. Zart und keinesfalls zäh. Ein schönes Krusterl dazu ist Pflicht. Und die Soße nicht zu dick, aber auch nicht zu wässrig. Er darf durchaus als Kunst bezeichnet werden, der perfekte Schweinsbraten. Das, was der Passauer Professor Thomas Knieper nun auf dem Oktoberfest serviert bekommen hat, wird demnach nicht als großes Koch-Kunstwerk in die Geschichte eingehen.

Ein Knödel, eine dünne Soße, ein Stück eher fettiges Fleisch - das hat Prof. Dr. Knieper, Inhaber des Lehrstuhls für computervermittelte Kommunikation, auf einem Foto festgehalten und auf Twitter mit dem Hashtag #weilmanesverlangenkann veröffentlicht. Serviert in einem Festzelt zum Oktoberfest-Auftakt am Samstag. Über 19 Euro hat Knieper dafür nach eigenen Angaben bezahlt - und mit der "Schweinerei" zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. "Wenn‘s nur halb so eklig geschmeckt hat, wie es aussieht, dann ist das eine absolute Frechheit", meint ein User. "Gruselig" findet’s ein anderer. Manch einer vermutet sogar einen Kinderteller oder eine Dschungelprüfung. Vor allem das Stück Fleisch sorgt für Spekulationen. "Ganz schön teuer für eine Scheibe Wurst", twittert ein Nutzer. "Sieht aus, als hätten sie das Ohr abgerissen", ein anderer.

Es gibt allerdings auch Stimmen , die auf die Kritik mit Unverständnis reagieren: "Wer auf die Wiesn geht, schreit geradezu danach, abgezockt zu werden. Also null Mitleid und guten Appetit", schreibt ein Nutzer. Knieper aber geht es nicht um den Preis , betont er in seinen Antworten: "Wenn die Qualität stimmt, darf der Preis auch entsprechend kalkuliert sein. Hier war die Qualität jedoch unterirdisch."

In aller Regel sei das Essen auf der Wiesn "zwar überteuert, aber durchaus vernünftig. In diesem Fall war es aber einfach nur - zumindest aus meiner Perspektive - dreist", schreibt Knieper und bekommt dafür viel Zustimmung. Die "Schweinerei" offenbare nicht nur mangelnden Respekt vor dem Kunden, findet ein Nutzer, sondern auch vor dem toten Tier: "Die arme Sau." Ein Satz der angesichts von Preis-Leistung auch für manch Wiesn-Besucher gelten könnte.






 

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