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Uni Passau  |  04.08.2018  |  10:07 Uhr

Hochbegabt und ganz normal

von Thomas Seider

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Als "Anerkennung bemerkenswerter Leistungen" lädt das Kultusministerium in allen Regierungsbezirken besonders begabte Gymnasiasten zu Ferienseminaren ein. Das Seminar für Niederbayern findet in dieser Woche in Passau statt. Kulturminister Bernd Sibler stattete den 30 eingeladenen Schülern am Mittwoch im Haus der Jugend auf Oberhaus einen Besuch ab.

Sie gelten als "Hochbegabte", vor allem aber haben die eingeladenen Schüler sich durch besondere Leistungsbereitschaft und vielseitiges Engagement hervorgetan. Alle haben ganz normale Hobbys wie ihre Mitschüler auch: Eine Reihe Fußballer sind darunter, Volleyballerinnen, Leichtathleten und Tennisspieler, Pfadfinder, Wasserwachtler, eine macht Karate, viele spielen ein Musikinstrument und singen, eine interessiert sich für Kunst und einer hilft in der elterlichen Landwirtschaft.

Unter den 30 eingeladenen Gymnasiasten sind aus Stadt und Landkreis Passau: Isabella Freund, Helena Hausfelder, Pelagija Zlatic (Passau), Eva Philipp (Hutthurm), Paula Schuster (Büchlberg), Charlotte Schulz (Obernzell), Helena Reisinger (Hauzenberg), Wanda Keßler (Ruhstorf) und Christine Dachsberger (Windorf).

"Herausragende Leistungen" bescheinigt Minister Sibler den Teilnehmern, das Ferienseminar soll Anerkennung und Auszeichnung dafür sein. Es sei Teil der vielfältigen Angebote der Begabtenförderung in Bayern. Ein attraktives Programm soll junge Menschen und ihre Talente fördern.

Im Ferienseminar gehen die Gymnasiasten aktuellen Themen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft nach und arbeiten kreativ im Team. Neben fachlichen Diskussion stehen gerade auch die persönlichen Kontakte unter Gleichaltrigen im Vordergrund, betont Sibler: "Es ist schön, dass sich bei den Ferienseminaren engagierte junge Menschen kennenlernen und Freundschaften knüpfen können." Auf Wunsch Siblers stellte sich ihm jeder der 30 Teilnehmer kurz vor.

Themen des Passauer Seminars sind zum Beispiel Terrorismus, Autismus und Tomographien. Mit dem Minister gab es eine Diskussionsrunde. Auf dem Programm stehen auch Exkursionen in die Altstadt und an die Technische Hochschule Deggendorf. Begleitend zu den Programmpunkten erstellen die Teilnehmer eine Zeitung, in der die gemeinsamen Erlebnisse und Ergebnisse der Workshops festgehalten werden.

Organisiert hat das Ferienseminar in Passau für hochbegabte und besonders leistungsfähige Gymnasiasten des Regierungsbezirks Niederbayern der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Niederbayern. Die Leitung hat Silke Rager, Mentorin für besonders Begabte am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing: "Wir möchten unseren Hoffnungsträgern besonders auch soziale Verantwortung vermitteln", berichtet die Lehrerin. Die besonders Begabten soll gefördert, ihr Horizont erweitert und ein persönliche Verhältnis zu den Schülern aufgebaut werden.

Bayernweit gibt es acht Ferienseminare für Gymnasiasten und vier für engagierte Schüler von Mittel-, Real- und Beruflichen Schulen.






 

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