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European Campus Rottal-Inn  |  01.07.2018  |  13:58 Uhr

Medizintourismus und Gesundheitswoche

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Ein neues Lehrformat hat Einzug gehalten am European Campus Rottal-Inn (ECRI). So fand erstmals eine Studentenkonferenz zu Gesundheits- und Medizintourismus statt, initiiert durch die Professoren Dr. Georg Christian Steckenbauer und Dr. Markus Pillmayer.

Das Konzept ist angelehnt an klassische akademische Konferenzen. 84 Studentinnen und Studenten aus dem sechsten Semester hielten 42 Vorträge zu unterschiedlichsten, teils kontroversen Themen. Die konstruktiven Diskussionen im Nachgang rundeten die Präsentationen angemessen ab, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Offiziell eröffnet wurde die Konferenz von Schirmherrn und 2. Bürgermeister Martin Wagle, der auf die rasante Entwicklung des European Campus einging. "Gestartet sind wir vor vielen Jahren mit der großen Vision, höhere Bildungsangebote im ländlichen Raum zu integrieren." Heute dürfe man die Studierenden als wertvollen Teil der Stadt Pfarrkirchen dazu zählen.

Anschließend teilte sich das Plenum auf zwei Räume auf. Die Studierenden des Bachelorstudiengangs International Tourism Management (ITM) wurden dazu angehalten, verschiedene Felder zu bearbeiten und sich mit fachspezifischen Fragestellungen auseinander zu setzen. Der Schwerpunkt lag dabei auf mehrerlei Bereichen, u.a. auf den Auswirkungen von geopolitischen Ereignissen und Risiken auf Gesundheit und Medizintourismus. Auch wurden die klinische Leistung und Patientenerfahrung auf dem Gesundheitsmarkt bewertet und gesellschaftliche Faktoren beleuchtet, die die Entwicklung und Nachfrage nach Produkten aus Gesundheits- und Medizintourismus beeinflussen.

Breitgefächertes Spektrum höchst informativer Präsentationen

In der Wahl ihrer konkreten Vortragsthemen waren die Studierenden frei, was zu einem breitgefächerten Spektrum höchst informativer Präsentationen führte. Dabei griffen die Studierenden auch sehr kontroverse Themen auf, beispielsweise den Abtreibungstourismus am Beispiel von Polen oder eine Fallstudie über die Verwendung des Medikaments Marihuana als alternative Heilmethode im medizinischen Tourismussektor. Genauso haben die Studierenden Stefan Eckersberger und Severin Eder die regionalen Angebote im Tourismussektor untersucht und einen Vortrag ausgearbeitet zu Chancen, Herausforderungen und einer möglichen Implementierung einer "Rottaler" Gesundheitswoche. "Unsere Idee war es, einen einzigartigen Programm-Mix aus Gesundheit, Wellbeing, Sport und Ernährung für den Landkreis zu gestalten." erklärt Stefan Eckersberger. "Der Fokus lag darauf, möglichst viele lokale Anbieter, Therapeuten, Ärzte, Ernährungs- und Sportexperten miteinzubeziehen", fügt Severin Eder hinzu. Während der Studienarbeit sei ihnen aufgefallen, dass es bereits viele touristische Angebote im Rottal gebe, welche jedoch den meisten Menschen unbekannt seien.

Ziel der Konferenz war es einerseits, eine Brücke zu schlagen zwischen der theoretischen Wissenschaft und der praktischen Ausarbeitung im Studienfeld. Im Zuge ihrer Recherchen konnten die Studierenden andererseits von ausgewählten Experten aus der Branche lernen und sich das regionale Wissen erschließen. Von diesem erarbeiteten Know-How würden nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch die Anbieter im Gesundheits- und Medizintourismus profitieren, so die Hochschule. − red






 

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