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Kinderuni  |  15.05.2018  |  11:55 Uhr

Entgegen dem Trend: Kinderuni Deggendorf weiterhin beliebt bei Schülern

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Die Universitäten in Bayern bieten extra Vorlesungen für Kinder an - aber außer an der Technischen Hochschule in Deggendorf sinkt das Interesse an den Kindervorlesungen. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, saßen zu Beginn der sogenannten Kinderunis vor knapp 15 Jahren im Schnitt doppelt so viele Schülerinnen und Schüler im Hörsaal wie heutzutage. An der Universität Regensburg haben damals noch 600 Kinder mitgemacht, dieses Semester sind es rund 300. Auch an der Katholischen Universität in Eichstätt hat sich die Zahl der Studierenden im Kindesalter halbiert, auf mittlerweile 100. Die Besucherzahlen an der Kinderuni in Deggendorf liegen entgegen dem Trend in Bayern mit etwa 60 bis 80 Kindern konstant hoch, wie der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der THD, Jörg Kunz, sagt.

"Kinder haben heute einen deutlich engeren Terminplan"

"Wir stellen im Vergleich zur Anfangszeit fest, dass die Kinder einen deutlich engeren Terminplan haben", sagt Constantin Schulte Strathaus von der Eichstätter Universität. Deshalb finden die Vorlesungen dort nur noch am Freitagnachmittag statt. In München ist das Angebot momentan ganz eingestellt. Der bisherige Sponsor ist abgesprungen, die künftige Finanzierung noch unklar. Auch die Universität Passau bietet keine Kinderuni an.

Die Universität Bayreuth hat einfach das Konzept umgestellt: Die Kinder dürfen nun vorab online abstimmen, was erforscht werden soll. "Seit die Kinder ihre Themen selbst auswählen dürfen, haben wir konstante Zahlen", sagt Organisatorin Ursula Küffner. Dieses Semester steht beispielsweise "3D-Druck - oder: Ich mach? mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt!" auf dem Lehrplan. "Große Begeisterung entsteht immer, wenn Tiere oder Experimente im Spiel sind", sagt Küffner.

An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg hält die Vorlesung sogar ein sprechender Roboter - natürlich mit Unterstützung einer Informatikprofessorin. An solchen Tagen drängen sich die Kinder in den Hörsaal.

An spannenden Themen mangelt es jedenfalls nicht. An der Universität Regensburg gibt es sogar eine Warteliste, weil so viele ihre Forschung Kindern erklären möchten. Bei der Vorbereitung bietet die Uni ihre Hilfe an - so ein junges Publikum ist schließlich eine Besonderheit. Die Studierenden sind gerade mal zwischen 8 und 13 Jahre alt. "Viele Referenten beziehen aber bei der Vorbreitung die besten - und strengsten - Coaches ein: die eigenen Kinder", sagt Elisabeth König von der Universität Regensburg.

Nächste Vorlesung an Kinderuni Deggendorf "Was hat Mathe mit mir zu tun?"

Zur Kinderuni dürfen alle wissbegierigen jungen Wissenschaftler und Forscher kommen. "Übrigens nicht nur von der Stadtgesellschaft und dem Umland, sondern auch vom eigenen Haus - von den Enkeln der Hausmeister bis zu Neffen und Nichten der Professorinnen und Professoren ist alles vertreten", sagt Lena Grießhammer, Sprecherin der Universität Augsburg. Nur Eltern haben an der Kinderuni in aller Regel Hörsaalverbot. Wiederum liegt die Kinderuni nicht im Bayerntrend und bildet auch diesbezüglich eine Ausnahme. Zu den 60 bis 80 Kindern kämen in der Regel noch 40 bis 50 erwachsene Begleitpersonen, die ebenso interessiert den Vorlesungen folgten, erläutert Kunz. Die Kinderuni der THD bietet pro Jahr sechs bis acht Vorlesungen an. Der nächste Termin ist der 15. Juni mit dem Thema "Was hat Mathe mit mir zu tun?". Dabei geht es um Mathematik im Alltag. Die THD versucht mit der Kinderuni verstärkt für das Thema MINT zu werben - und ist damit offenbar sehr erfolgreich. − dpa/io






 

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