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TH Deggendorf  |  07.09.2018  |  10:20 Uhr

Hochschule forscht an selbstfahrenden Autos

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Die Vereinigung von Forschung und Lehre wird an der Technischen Hochschule Deggendorf groß geschrieben. Im Großraumlabor im Gebäude L auf dem Campus bekam Kultusminister Bernd Sibler Einblicke in zwei aktuelle Forschungsgebiete an der THD.
Prof. Dr. Ludwig Gansauge und Prof. Dr. Jochen Hiller informierten den Staatsminister im Beisein des Hochschul-Präsidenten Prof. Dr. Peter Sperber über die Automatisierung der Unikatfertigung, einem zentralen Baustein innerhalb des großen Themenkomplexes "Industrie 4.0".
Zudem informierte sich der Sibler über die Forschung zum Thema Autonome Systeme und Fahrerassistenzsysteme. Das entsprechende Labor wurde Anfang des Jahres neu gegründet und befindet sich derzeit noch in der Aufbauphase. Eines der Ziele von Prof. Dr. Gerald Kupris und Prof. Thomas Limbrunner ist es, die Studierenden an die Themen des autonomen Fahrens heranzuführen, was in Form von Vorlesungen und Praktika, aber auch durch praktische Anwendungen versucht wird.

"Wichtig ist auch der spielerische Ansatz, um die Begeisterung bei den Studenten zu wecken", wusste Kupris. Aus diesem Grund nehmen die Studierenden aus den verschiedensten Fachsemestern regelmäßig an hochschulübergreifenden Wettbewerben teil, bei denen es gilt, kleine autonom fahrende Autos zu bauen und gegen andere Teams anzutreten. Letztes Jahr konnte bei einem der Wettbewerbe sogar der zweite Platz bei den Europameisterschaften erzielt werden.
Neben der Lehre ist ein weiteres Ziel an der TH die anwendungsnahe Forschung rund um das Thema autonome Systeme. "Ein erster Schritt in Richtung autonomes Fahren sind so genannte Fahrerassistenzsysteme. Einfache Beispiele sind zum Beispiel Tempomaten, Spurhalteassistenten und Systeme zur Fußgängererkennung, die in vielen Fahrzeugen schon verbaut sind. Bis Fahrzeuge komplett autonom fahren werden, wird es aber noch ein paar Jahre dauern", erklärte Kupris. Ein entscheidender Faktor dafür sind zuverlässige Sensoren. Das System muss intelligente Entscheidungen treffen können. Dazu müssen die Daten der verschiedenen Sensoren "verheiratet" werden. So soll ein einwandfrei funktionierendes System entstehen, das auf Gefahren zuverlässig erkennt und richtig reagiert. "Wenn beispielsweise ein Sensor freie Fahrt meldet, eine Kamera aber ein Hindernis erkennt, muss vom System die richtige Entscheidung getroffen werden", erklärte Kupris zur Veranschaulichung.
Unterstützt werden Kupris und Limbrunner in dem neuen Labor von zwei Masterstudenten, Praktikanten und Studentischen Hilfskräften. Das Labor wird in mehrere sogenannte "Lab Activity Areas" unterteilt. Eine davon beschäftigt sich mit Sensorik und Algorithmik, welche am Laborarbeitsplatz und auf deduzierten LabCars erprobt wird.

Obwohl das Labor erst neu gegründet wurde, haben sich schon viele Sponsoren gefunden, die die dortige Forschungsarbeit unterstützen. − ma






 

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