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Uni Passau  |  08.08.2018  |  13:59 Uhr

Uniklinik für Passau: So sehen es die Politiker

von Elke Fischer

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Eine medizinische Fakultät für Passau? Seit dem klaren Bekenntnis des ehemaligen Wissenschaftsministers Wolfgang Heubisch (FDP) für eine Uniklinik in der Dreiflüssestadt ist der Stein ins Rollen gekommen. Aufbruchstimmung und Euphorie sind spürbar, ganz nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Uniklinik wird nicht mehr als bloße Wunschvorstellung ins Reich der Phantasie verwiesen, sie scheint plötzlich zum Greifen nah, näher als je zuvor. Die Lokalredaktion hat führende Politiker in der Region um ihre Einschätzung gebeten.

SPD-Antrag im Oktober im StadtratOberbürgermeister Jürgen Dupper: "Wir haben uns mit dieser Frage bereits im zuständigen Klinikumsausschuss beschäftigt. Die Schaffung einer medizinischen Fakultät an der Universität Passau ist ein wichtiges Thema, das wir derzeit in aller Ernsthaftigkeit aufbereiten. Wir sind deshalb sehr dankbar für die einzelnen Anregungen und die Unterstützung von verschiedenen Seiten. Dankbar bin ich insbesondere dem Stadtratskollegen Christian Flisek, dessen Antrag zu diesem Thema wir im nächsten Stadtrats-plenum im Oktober behandeln werden."

Flisek möchte, dass die Stadtverwaltung beauftragt wird, ergebnisoffen zu prüfen, welche Möglichkeiten es für eine engere und intensivere Kooperation zwischen Klinikum und Uni geben könne und hierbei auch die Möglichkeiten eines Universitätsklinikums zu erörtern. "Wenn wir mit fünf medizinischen Lehrstühlen anfangen, wäre das ein Einstieg", findet er. Als Gründe, die für Passau sprechen, zählt Flisek auf:

1. Bisher gibt es Unikliniken nur in den Metropolen, München hat gleich zwei davon. 2. Eine der großen Zukunftsaufgaben wird eine hochwertige medizinische Versorgung der ländlichen Region werden. 3. Die Digitalisierung schreitet voran. Die Universität Passau besitzt hier sehr hohe Kompetenzen, die man mit medizinisch-wissenschaftlicher Kompetenz bündeln könnte. 4. Wir kämpfen darum, medizinisches Fachpersonal in der Region zu verankern. Karrierewege hängen ganz wesentlich davon ab, wo die Menschen forschen und wissenschaftlich arbeiten können. 5. Niederbayern und Oberfranken sind die einzigen Regierungsbezirke, die keine Uniklinik haben.

Nicht so rosig sieht CSU-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Gerhard Waschler die Aussichten, eine medizinische Ausbildung an der Uni Passau zu verwirklichen. "Unbestritten gilt: Die Zielstellung einer medizinischen Ausbildung am Standort der Universität Passau ist aufgrund des extrem umfassenden Aufwands äußerst schwierig und auch mit Blick auf die Folgewirkungen auf Universität und die Region insgesamt umfassend und gründlich zu hinterfragen."

Waschler gibt zu bedenken, dass bereits seit rund 20 Jahren ab und zu Gedanken in dieser Richtung am Rande von Überlegungen zur Erweiterung der Universität Passau um naturwissenschaftliche Angebote festzustellen waren, jedoch zugunsten realistischerer Pläne rasch verworfen wurden:Mit der Schaffung von z.B. "Technik plus"-Lehrstühlen und der zukunftsorientierten Stärkung der Informatik habe die Universität Passau vor einiger Zeit einen hoch anerkannten und gut realisierbaren Weg eingeschlagen.
Mehr zum Thema lesen Sie in Ihrer Heimatzeitung im Lokalteil Passau vom 8. August 2018 (Online-Kiosk) oder kostenlos im PNP Plusportal.






 

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