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Altötting  |  06.08.2018  |  15:07 Uhr

Junger Wissenschaftler aus Altötting erhält renommierten Studienpreis

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Es gebe kein großes Genie ohne einen Schuss Wahnsinn, mutmaßte Aristoteles vor sehr langer Zeit. Doch auch wenn Johannes Wandts Erscheinung – eine Haarpracht, die Albert Einstein vor Neid hätte erblassen lassen – die Vorstellung vom durchgeknallten Wissenschaftler zu bestätigen scheint: vom Wahnsinn ist der junge Altöttinger weit entfernt. Vom Genie vielleicht nicht so weit, immerhin hat Johannes Wandt für seine Dissertation gerade den renommiertesten deutschen Preis für Nachwuchswissenschafter abgeräumt: den Deutschen Studienpreis, dotiert mit 25.000 Euro.

"Damit gerechnet hatte ich zwar nicht, aber dass ich eine Chance habe, war schon klar", sagt der 30-Jährige. "Das Thema interessiert zur Zeit viele Leute." Denn mit dem Preis werden gesellschaftlich relevante Forschungsarbeiten ausgezeichnet, und das ist die Arbeit des Altöttinger Chemikers allemal: Dr. Wandt hat mit seinem Team an der TU München Analyse-Verfahren entwickelt, mit denen chemische Vorgänge beim Laden und Entladen von Lithium-Ionen-Zellen in Echtzeit überwacht und optimiert werden können. Ein Thema, das eng verknüpft ist mit E-Mobilität. Sehr einfach ausgedrückt: Die Welt braucht bessere Batterien und um dies zu erreichen, muss man erst einmal wissen, welche chemischen Reaktionen warum in einer Batterie ablaufen.

Schon in jungen Jahren zeichnete sich ab, dass aus dem Buben aus Altötting ein begabter Chemiker werden kann: Ein Labor im Keller des Elternhauses war Schritt eins, dann folgte mit 18 der Sieg bei "Jugend forscht" auf Bundesebene. Dass er Chemie studieren wird, war für Johannes Wandt dann klar. München, Stockholm, Kalifornien und Australien waren Stationen während des Studiums und als Doktorand. Und immer wieder Altötting: Ludwig-Kellerer-Stadion, AMK, das Elternhaus – hier ist er daheim. − ctsMehr dazu lesen Sie kostenlos auf PNP Plus oder in der Montagsausgabe der Heimatzeitung (Online-Kiosk).






 

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