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Uni Passau  |  03.03.2018  |  11:13 Uhr

Nachwuchsförderpreis für Heimatforschung

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Frauke Grams, Anna Chiara Knoblauch und Andrea Weber sind vom Verein für Ostbairische Heimatforschung e.V. für ihre Abschlussarbeiten in den Fächern Kunstgeschichte und Germanistik mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet worden. Die Urkunden wurden von dem ersten Vorsitzenden des Vereins, Dr. Helmut Böhm, überreicht.

Frauke Grams hat ihre Masterarbeit im Studiengang International Cultural and Business Studies zum Thema "Das ehemalige Kreuzgangportal am Passauer Dom" geschrieben. "Ich habe mich in meiner Masterarbeit mit dem Eingangsportal zum ehemaligen Kreuzgang an der Nordseite des Passauer Doms beschäftigt und einen kritischen Überblick über die vorhandene Literatur gegeben", sagt Grams. Sie versucht, eine präzisere zeitliche und stilistische Einordnung als bisher vorhanden vorzunehmen, indem sie Vergleiche zu zeitgleich entstandenen Kirchenbauten zieht.

Glückliche Fügung: Noch während sie an der Arbeit schrieb, fand der Passauer Dombaumeister Jérôme Zahn ein Steinmetzzeichen am Portal, das sich auch im Gewölbe des Erasmuschörchens der Andreaskapelle befindet. "Aufgrund des Fundes konnte das Portal, ausgehend von der bisherigen Forschungslage in der Literatur, fünf bis zehn Jahre vordatiert werden", so Frauke Grams.
Mit dem Thema "Steinmetzzeichen als Argument der kunsthistorischen Analyse am Beispiel des Chores am Dom St. Stephan in Passau" hat sich Anna Chiara Knoblauch in ihrer Bachelorarbeit befasst. Sie untersuchte die in der Literatur mehrfach erwähnten zwei Bauphasen des Chores. Anhand von Analysen kunsthistorischer Aspekte und den vorhandenen Steinmetzzeichen am Dom konnte sie die relative Chronologie erneut beweisen und die beiden Bauphasen datieren. Beide Arbeiten wurden am Lehrstuhl für Kunstgeschichte/Bildwissenschaften von Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Jörg Trempler verfasst.

Als dritte Absolventin wurde Andrea Weber ausgezeichnet. Sie hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema "Siedlungsnamen in der Gemeinde Freyung. Überlieferung, Herkunft und Bedeutung" beschäftigt und die Namen von 17 Freyunger Gemeindeteilen untersucht – zum einen die Namensschreibung von der Ersterwähnung bis zur heutigen Namensform, aber auch die ursprüngliche Bildungsweise und Bedeutung sowie deren Namenentwicklung. "Die Namensgebung ist sehr vom Naturraum Bayerischen Wald geprägt. Oft sind die Ortsnamen ursprüngliche Flurnamen, die anschließend auf dort entstehende Siedlungen übertragen wurden", fasst sie zusammen. Ihre Arbeit im Studiengang Sprach- und Textwissenschaften wurde am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft von Prof. Dr. Rüdiger Harnisch verfasst.

Der Verein für Ostbairische Heimatforschung befasst sich mit der Geschichte der Stadt, des Hochstifts und des Bistums Passau. Der Nachwuchsförderpreis des Vereins für Ostbairische Heimatforschung wird seit dem Jahr 2003 für geisteswissenschaftliche Arbeiten mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt an Absolventinnen und Absolventen von ostbairischen Universitäten, Fachhochschulen sowie Gymnasien und beruflichen Oberschulen verliehen und bisher an 56 Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. -red






 

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