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Passau/Regensburg  |  03.02.2018  |  08:33 Uhr

Zwei Unis, vier Hochschulen und Wirtschaft kooperieren

von Regina Ehm-Klier

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Wissenschaftlicher Leiter von Trio: Prof. Dr. Burkhard Freitag von der Universität Passau.

Wissenschaftlicher Leiter von Trio: Prof. Dr. Burkhard Freitag von der Universität Passau.

Wissenschaftlicher Leiter von Trio: Prof. Dr. Burkhard Freitag von der Universität Passau.


Ein Unternehmer sucht für ein Digitalisierungs-Anliegen im Betrieb eine Lösung, wendet sich an eine der Hochschulen zwischen Regensburg und Passau und bekommt die richtigen Ansprechpartner genannt – nicht nur aus einer, sondern aus allen Hochschulen Ostbayerns. Das ist "Trio", der "Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern", das jüngst besiegelt wurde und der Wirtschaft das gebündelte Wissen aller sechs ostbayerischen Hochschulen zur Verfügung stellt. Das Projekt in Kooperation mit den Kammern und dem Finanzministerium ist mit 14 Millionen Euro der größte Batzen im Bund-Länder-Programm "Innovative Hochschule".

14 Millionen Euro aus Bund-Länder-Programm"Transferzentren", zum Beispiel an der Universität Passau, gibt es bereits; die Hochschulen haben auch schon zusammengearbeitet, wie Prof. Dr. Burkhard Freitag von der Universität Passau und wissenschaftlicher Koordinator von "Trio" auf das Netzwerk "Indigo" (Internet und Digitalisierung Ostbayern) hinweist, das 2014 gegründet wurde.

Weil das so gut geklappt hat, geht man nun noch einen Schritt weiter. Zwei Universitäten – nämlich Regensburg und Passau – und vier Hochschulen – OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf und Hochschule Landshut – wollen ihre Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachbereichen zur Verfügung stellen. "Gebündelt können die Hochschulen im Verbund den Unternehmen ein viel größeres Leistungsspektrum bieten", beschreibt Prof. Freitag den Vorteil. Dazu braucht es freilich einheitliche Abläufe, damit eine Hochschule auch weiß bzw. erfahren kann, was die andere zu bieten hat. "Wenn wir also die Aufgaben von Trio erfolgreich umsetzen, dann weiß der mittelständische Handwerksbetrieb künftig, wie er sich an welche kompetenten Ansprechpartner wenden kann, um Antworten auf konkrete Probleme im Bereich Digitalisierung zu erhalten", so Prof. Freitag auf PNP-Nachfrage auf konkrete Vorzüge.

Dabei soll der Transfer keine Einbahnstraße sein. Die Hochschulen erwarten sich auch Impulse durch neue Fragestellungen aus der Praxis, um auch ihre Leistungsfähigkeit auszubauen.

Dass der Bedarf vorhanden ist, vor allem bei der Digitalisierung einen Schritt weiter zu kommen, unterstreichen die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern und für die Oberpfalz sowie die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und das bayerische Finanz- und Heimatministerium, die als "assoziierte Partner" am Projekt "Trio" beteiligt sind. Anfragen aus der Wirtschaft sind bereits vorhanden.

Mit einbezogen werden bei der Erarbeitung von Lösungen auch die "BayernLabs". Das sind regionale IT-Labore, die der Freistaat als Bestandteil seiner Digitalisierungsstrategie eingerichtet hat. Vier Standorte (Traunstein, Wunsiedel, Bad Neustadt und Nabburg) gibt es bereits, 13 sollen es insgesamt werden, darunter eines in Vilshofen.

So wollen sich die Hochschulen nicht mehr nur auf Forschung und Lehre konzentrieren, sondern nach den Worten von Prof. Burkhard Freitag mit dem Wissenstransfer eine "dritte Säule" schaffen. Dass es die Angebote bereits gibt, finde "häufig noch nicht genügend Beachtung, Verständnis und Wertschätzung", wie er bedauert.

Veranstaltungen und Betriebsbesuche geplantDazu müssen Unternehmen und Unternehmer allerdings wissen, dass es "Trio" überhaupt gibt; und die Projektpartner wiederum wollen erfahren, wo und wonach Bedarf besteht. "Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen, aber auch Unternehmensbesuche und 1:1-Gespräche", erklärt Prof. Freitag, wie man in Kontakt kommen will. Der wissenschaftliche Leiter von "Trio" hat indes keinen Zweifel, dass die Ergebnisse Wirtschaft und Gesellschaft "spürbaren Nutzen bringen, indem sie dazu beitragen, Innovationskraft in die Region zu bringen." Fünf Jahre ist dazu Zeit – so lange beträgt der Förderzeitraum durch die "Innovative Hochschule".






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