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27.07.2018  |  11:30 Uhr

Schluss mit Schichtwechsel - Ein Rückblick

Kunst, Knast oder Hypnose: Wir haben einige interessante Eindrücke gesammelt

von Caterina Klaeden,Verena Rehrl,Lena Lackermeier,Alexander Kriegl

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Unsere Schichtwechsel gehen zu Ende. Jetzt heißt es statt Arbeitshose oder Anzug wieder Bücher und Bibliothek. Doch wir behalten unsere kleinen Exkursionen abseits der Uni in guter Erinnerung:

Vom Beruf zur Berufung

Mir wurde auf zwei sehr verschiedenen Wegen bewusst, was der Unterschied zwischen Beruf und Berufung ist. Zu Gast im Kloster Thyrnau erkannte ich, was es wirklich bedeutet, den Glauben zum Lebensinhalt zu machen. Und nachdem ich einen Tag lang im Rettungswagen des BRK mit Blaulicht und Martinshorn durch Passau gedüst bin, lernte ich das Wort "Ehrenamt" besonders zu schätzen. Was könnte schließlich ehrenvoller sein, als 12 Stunden am eigentlich freien, sonnigen Samstag auf dem Rettungswagen zu verbringen, um zum Beispiel ein gestürztes Kind zu versorgen?

-Caterina

Das Buch nicht nach dem Einband beurteilen

Bestatter betten den Leichnam in den Sarg und Justizvollzugsbeamte passen auf, dass niemand aus dem Gefängnis ausbricht. Oder doch nicht? Wir alle denken, uns mit den meisten Berufsbildern auszukennen, doch ich kann jetzt erfahrungsgemäß sagen: Es steckt viel mehr dahinter, als der erste Anschein vermuten lässt.
Kerzen, Blumen, Musik, Bilder, ein guter Redner und die richtige Location - alles Bestandteile einer Trauerfeier. Um diese als einen würdigen Abschied organisieren zu können, muss der Bestatter Eventplaner, Dekorateur und Menschenkenner in einem sein.
Schonmal für 20 oder mehr Menschen verantwortlich gewesen? Justizvollzugsbeamte sind das jeden Tag. Dabei passen sie nicht nur auf, ob sich die Gefangenen benehmen. Sie sind auch in erster Instanz Ansprechpartner, Berater und Psychologen für die Menschen, die sie betreuen.
Bevor wir auf‘s Neue Berufe als einseitig, stupide, leicht oder merkwürdig abtun, wird es wieder Zeit für einen Schichtwechsel.

-Verena

Versunken im Paralleluniversum Kunst

Ein Künstler aus dem Landkreis Passau und eine MuK-Studentin aus Sachsen. Gemeinsamkeiten Fehlanzeige? Nicht ganz, eines eint nämlich beide: die Liebe zur Kunst. Der tiefenentspannte Künstler Hardy Wagner fesselte mich (im positiven Sinne) mit seiner kunstvollen Malerei und spirituellen Klängen und eröffnete mir eine Welt, die ich so bisher nicht kannte – und in der einen scheinbar so gar nichts aus der Ruhe bringen kann. Klingt verheißungsvoll, oder?
Die Kunst des Schauspiels führte mir Studentin Merle Neumann in bravouröser Manier vor. Die 19-Jährige zeigte mir die schönsten Ecken und Gassen der Dreiflüssestadt – auf ganz besondere Art und Weise. Dafür schmiss sie sich nämlich in barockes Gewand und lieferte eine interaktive "Show" statt einer schnöden Stadtführung. Definitiv eine Empfehlung wert!

-Alex

Zwischen Hypnose und Hopfen

Zwei Berufe, die unterschiedlicher nicht sein können: Heilpraktikerin und Bierbrauer. Bei ersterem geht es vor allem darum, in die Menschen hineinzusehen und Lösungen für ihre ganz persönlichen Probleme zu finden. Das alles findet in Lydia Hödls gemütlichem Behandlungszimmer statt – in ruhiger Atmosphäre und ohne jegliche Hektik. Wie zum Beispiel bei meiner Hypnose, als ich Zeit und Raum vergessen habe und um mich herum nichts als Ruhe, meinen Atem und Lydias sanfte Stimme wahrgenommen habe.
Bei Leon Kaunzinger in der Brauerei läuft der Alltag ganz anders ab: hier wird es oftmals hektisch und laut. Voller Körpereinsatz ist gefragt: Unzählige Flaschen müssen befüllt und 60-Kilo-Fässer durch das Lager geschleppt werden.  Zum Schwitzen kamen Leon und ich bei gefühlten 60 Grad im Sudhaus, in dem die Bierwürze produziert wird. Ganz im Gegenteil dazu sind die Temperaturen im Lagerkeller, wo Leon bei 0-3 Grad für mehrere Stunden in Biertanks klettern und diese saubermachen muss. Brauer ist ein Beruf, bei dem man sich die Hände schmutzig macht.

-Lena






 

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Über Schichtwechsel




Zeit für einen "Schichtwechsel": Einfach mal die Perspektive ändern und den Blick schärfen für einen Alltag, der dem Studentenleben alles andere als ähnlich ist.

Wir gehen (hin und wieder) in die Vorlesungen, treffen uns in der Mensa, engagieren uns in Hochschulgruppen und verbringen unsere Abende auf der Innwiese. Während wir im Hörsaal sitzen, legt ein Kapitän mit seinem Schiff am Donauufer an. Wenn wir in der Mensa essen, platzieren Handwerker zur gleichen Zeit den Grundstein für ein neues Bauprojekt. Und beim ersten Zischen unseres kühlen Bieres auf der Innwiese bereitet sich im selben Augenblick ein Pfarrer für seinen Abendgottesdienst vor. Passau hält die verschiedensten Alltagsgeschichten bereit.

Wir, Lena, Verena, Marina, Caterina und Alex kehren dem Campus den Rücken, damit wir diese Geschichten selbst erleben und Euch weitererzählen können.

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Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student. [Tutorial]




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