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Artikel Panorama

22.12.2017  |  09:30 Uhr

Make it bounce!

HipHop an der Uni Passau

von Nico Fritz

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"FÜNF – SECHS – SIEBEN – ACHT."  Zählt Tami gerade die Schweißtropfen auf meiner Stirn? Nein, schon wieder will die HipHop-Trainerin, dass wir die Schritte wiederholen. Erst rechte Ferse und rechter Arm, dann linke Ferse und linker Arm nach oben – den Körperschwerpunkt nach unten drücken und mit einer fließenden Welle mit den Armen in eine stillstehende Position zurückkehren. Das Zählen soll beim HipHop, wie bei vielen anderen Tanzstilen, die Synchronität steigern. Nach der fünften Wiederholung brennen die Oberschenkel, doch meine Bewegungen werden flüssiger.

Jetzt ist Beinmuskulatur gefragt

Jetzt ist Beinmuskulatur gefragt


Ein Fußballer in einer Sportart, in der Beweglichkeit unabdingbar ist – macht man da in 90 Minuten wirklich Fortschritte?

"Das Coole ist, dass das einfach jeder machen kann. Ich bau's auch so auf, dass jeder mitkommt. Egal, ob Anfänger, Mittelstufe oder wirklich die Guten. Je nachdem tanzen wir dann auch die Choreo und je nachdem wird es dann auch mehr oder weniger expressionistisch."

Expressionistisch ist ein gutes Stichwort von Tami. Mein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus Anstrengung und Verwirrung. Schon wieder neue Schritte und Bewegungen mit den Armen. Ellenbogen nach rechts, Körper in eine offene Haltung bringen und mit dem Oberkörper nach hinten wippen.

"Stellt euch vor jemand presst aus eurer Brust die komplette Luft, die Füße bewegen sich dabei nicht."

Gar nicht so einfach, synchron zu bleiben

Gar nicht so einfach, synchron zu bleiben


Tami versucht jede Bewegung in alltäglichen Gesten auszudrücken, das hilft. Langsam komme ich besser zurecht und werde lockerer. Nach einigen weiteren Übungen geht's los, wir tanzen das Gelernte auf Musik.

Unsere Choreo performen wir zu dem Lied "Mek it Bunx" (Make it bounce) vom jamaikanischen Rapper DeeWunn aus dem Genre Dancehall.

Die Schwierigkeit bei dieser Stilrichtung ist die Mischung aus lockeren und exakten Bewegungen. Die Gruppe soll bei dem exakten Teil synchron wirken, bei dem lockeren Teil sind die Bewegungsabläufe gleich, können aber freier ausgeführt werden. Durch die Musik werde ich sicherer und der Spaßfaktor steigt von Minute zu Minute. Wie der Kurs strukturiert ist und ob ich mit den vielen Mädels mithalten konnte, seht ihr hier:

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Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und hätte nie gedacht, dass ich als absoluter Tanzanfänger und unbeweglicher Fußballer so gut mitkomme. Die Sportart ist enorm anstrengend und am nächsten Tag habe ich Muskeln an meinem Körper gespürt, die ich bisher nicht kannte. Diese Befürchtung hatte ich schon nach dem knapp 20-minütigen Warm-Up. Trotzdem hatte ich viel Spaß und habe daher auch in der nächsten Woche am Kurs teilgenommen. Hier bestätigte sich die These von Tami, dass das muskuläre Gedächtnis die Bewegungen über die Woche speichert und verarbeitet. Die Abläufe waren sofort im Kopf und ich wurde noch besser. Mein Ehrgeiz war geweckt, in den kommenden Wochen die komplette Choreo zu lernen.

Wer also Spaß an guter Clubmusik hat, fit werden will und Anstrengung nicht scheut, der kann sich überlegen, an der Universität Passau beim HipHop einzusteigen.

Achtung:

Die Ausrede "Ich kann nicht tanzen" lässt Tami nicht zählen, denn jeder kann tanzen. Es ist lediglich Übungssache!






 

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