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Der Weg in die Selbstständigkeit ist gewagt aber auch mutig. Janine Amberger ist diesen Weg vor knapp drei Monaten gegangen. Als Filmemacherin und Fotografin hat sie ihre Ledeinschaft zum Beruf gemacht. Im Interview mit start it up erzählt sie über die bisher gewonnen Erfahrungen, Hindernisse und ihre Projekte.

Janertainment

Janertainment | Janine Amberger

Janertainment - Janine Amberger


Jane, stell dich bitte kurz vor.
Mein Name ist Janine Amberger, aber alle nennen mich Jane. Ich bin 27 Jahre alt und habe mich nach meinem Studium "Medien und Kommunikation" am 01.04. als Filmemacherin und Fotografin selbstständig gemacht.

Wie entstand die Idee zu deine Startup Janertainment?

Janine Amberger

Janine Amberger | Janine Amberger

Janine Amberger - Janine Amberger


Die Idee Filme zu machen, schlummerte schon immer in mir. Ich weiß, das hört sich jetzt wie ein Klischee an, aber es ist einfach so. Als Kind in einem kleinen Dorf gab es nicht so wirklich viele Möglichkeiten filmisch aktiv zu sein - eigentlich gar keine. Deswegen habe ich aus meinen Lieblingsfilmen Szenen nachgespielt und sie so geändert, wie sie mir gefielen.
Erst durch Umwege konnte ich meine Leidenschaft zum Beruf machen. Da ich aus einer kaufmännischen Famile stamme, haben meine Eltern mich nach der Realschule dazu gedrängt etwas "Vernünftiges" zu machen. Deshalb habe ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. Danach holte ich in Regensburg mein Abitur nach. Da mich Psychologie sehr interessiert hat, folgte ein Studium der Sozialpädagogik an der FH in Regensburg, bis ich dann zum Ursprung zurückgekehrt bin: zum Film. In Passau studierte ich BA Medien und Kommunikation. Das war mir aber zu theoretisch, deswegen habe ich bereits während meines Studiums filmische Projekte in Hochschulgruppen verwirklicht, eine Hochschulgruppe geleitet und mir und anderen die Technik beigebracht.
Nach meinem Studium habe ich den Entschluss gefasst meinen Traum zu verwirklichen und mich im Bereich Film, Werbung und Fotografie selbstständig zu machen.

Warum der Name Janertainment?
Der Name entstand bereits in einer der ersten Vorlesungen, die ich an der Uni besucht habe. Meine Kommilitonen und ich haben fantasiert, was wir später mal machen möchten. Ich habe dann gesagt, ich möchte später gerne Filme machen, am liebsten als Regisseurin. Ich möchte die Leute auf meine Art und Weise entertainen. Aus einem anderen Blickwinkel heraus, neu und kreativ; damit janertaine ich sie dann quasi. Aus dieser Idee ist dann der Name Janertainment entstanden.

Wer sind deine Kunden?
Bei der Fotografie fängt es mit 0 Jahren an, von der Geburt, der Taufe über die Hochzeit bis hin zu 100 Jahren und älter. Jegliche Art von Unternehmen buchen Image- und Werbefilme. Oftmals sind Startups oder auch "alte Hasen" darunter, die auf dem Markt wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen wollen. Es sind häufig Firmen, die einen Imagewechsel möchten, um somit ihre Zielgruppe erweitern zu können. Mein größtes Projekt beinhaltet im Moment drei Dokumentarfilme für Spiegel TV Geschichte, bei denen ich das Drehbuch geschrieben habe, Regie führte, teilweise filmte und momentan schneide.

Dreh

Dreh | Janine Amberger

Dreh - Janine Amberger


Was beinhaltet Janertainment?
Imagefilme, Werbespots, Dokumentarfilme, Fotografie und vieles mehr. Einfacher ausgedrückt: Multimedia.

Warum Fotografie und Imagefilm?
Wenn du gut filmst, fällt es dir, denke ich, auch leichter das Fotografieren zu erlernen. Die Technik beherrscht du ja schon. Da bietet sich diese Kombination super an.

Worauf muss man achten, wenn man ein Startup gründet?
Man muss sehr diszipliniert sein, sehr viel nachfragen und sich sehr gut informieren. Das Allerwichtigste ist aber, an sich und seine Idee zu glauben. Nur, wenn du von dir und deiner Arbeit überzeugt bist, kannst du auch andere überzeugen.

Wie machst du auf dich aufmerksam?
Momentan online. Das ist in der heutigen Zeit einfach das Effektivste.

Was waren die bisher größten Herausforderungen?
Du musst 24/7 arbeiten. Die größte Herausforderung ist das durchzuhalten und sich stets selbst zu motivieren, auch, wenn mal etwas nicht so klappt, wie man es sich vorstellt. Ich bin non-stop am Arbeiten und besuche ständig Fortbildungen. Außerdem ist die finanzielle Belastung am Anfang sehr hoch. Mein gesamtes Geld fließt momentan in mein Equipment und in meine Partner, mit denen ich kooperiere.

Wie schaut bei dir ein typischer Tagesablauf aus?
Ich steh früh auf und geh spät ins Bett. Arbeite häufig die Nächte durch. Ich habe sehr viele Termine und Besprechungen. Die meiste Zeit verbringe ich mit der Post-Produktion meiner Projekte.

Wie sind deine Aufgabenbereiche bei einem Film?
Ich filme, führe Regie, schreibe das Drehbuch, ich texte und schneide. Momentan mache ich kleinere Projekte noch selber. Bei großen kooperiere ich.

start it up im Interview mit Janine Amberger

start it up im Interview mit Janine Amberger | start it up

start it up im Interview mit Janine Amberger - start it up


Wie einfach oder schwierig ist es in der Medienbranche Kunden zu gewinnen?
Momentan ist es für mich relativ einfach. Bis jetzt sind alle Kunden auf mich zugekommen. Aber ich weiß auch, dass sich das auch schnell wieder ändern kann.

Was unterscheidet dich von anderen Filmemachern?
Ich bin ein sehr kreativer Mensch, der Dinge häufig aus anderen Blickwinkeln sieht als andere. Das hilft mir besonders bei innovativen Projekten. Mir wurde schon oft gesagt, dass meine Arbeiten Emotionen vermitteln und, dass Kurzfilme von mir "unter die Haut" gehen. Emotionen sind bei jedem Projekt das Wichtigste, ob Werbespot oder Imagefilm. Die potentiellen Kunden müssen sich damit identifizieren können. Ich kann Ideen sehr schnell entwickeln und habe sofort Bilder im Kopf. Ich weiß mittlerweile sehr gut, was sich realisieren lässt, was bei der Zielgruppe meiner Kunden gut ankommen wird und kann sie somit optimal beraten.

Was macht für dich einen guten Regisseur aus?
Du musst auf jeden Fall kreativ und strukturiert sein. Ich weiß, Künstler sind oft chaotisch, aber du brauchst trotzdem Disziplin, Durchhaltevermögen, musst belastbar sein und den Blick für´s Wesentliche haben. Du darfst dich auch nicht scheuen Anweisungen zu geben. Die Filmbranche ist hart, da herrscht ein rauer Ton. Man muss sich eine dicke Haut zulegen, um Projekte verwirklichen zu können. Ein guter Regisseur hat das Herz am rechten Fleck und verliert auch bei hohem Druck die Liebe zu seinem Kunstwerk nicht.

Was ist dein Ziel für die Zukunft?
Ich möchte das ausüben, was mir wirklich Spaß macht: Filme und Fotos. Ich möchte damit weiterhin meinen Lebensunterhalt verdienen können. Mir geht´s hier auch nicht um´s Geld. Klar, möchte ich genug zu essen haben, aber am Wichtigsten ist mir, dass ich das machen kann, was mich voll und ganz erfüllt. Das ist einfach meine Liebe zum Film.

Vielen Dank für das Interview.

Die Homepage von Janertainment erreicht ihr unter www.janertainment.de








 

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Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




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