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14.07.2016  |  10:00 Uhr

"Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage"
Franz Beckenbauer

Zwischen Passauer Uniliga und Europameisterschaft

von Sinika Fischer, Melanie Spannagl

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Wie heißt es immer so schön: Ich bin da so rein gerutscht! Oh ja, und wie ich das bin. Mich könnte man am Besten als Event-Zuschauer beschreiben. Ich tue es, weil andere es tun, um mitreden zu können, der Stimmung wegen.
"Mein Sport ist es nicht", ist mir schon mehr als ein Mal über die Lippen gekommen und auch das böse Wort, das mit "lang" anfängt und auf "weilig" endet, beschreibt es für mich ganz gut. Wie kommt es also, dass ich jetzt hier sitze und einen Eintrag über Fußball schreibe? Nun, das war so...

Spielszene

Spielszene | Sinika Fischer

Spielszene - Sinika Fischer


Im Zuge des Passauer Campus Festes gab es bereits letzten Sommer die Live-Talk-Runde der Uniliga. Beim Namen orientierte man sich am großen Vorbild "Doppelpass" auf Sport1 und eingeladen wurden Vertreter der Uni-Mannschaften, um über die bisherige Saison, Fehlpässe und den parteiischen Unparteiischen zu sprechen. Dieses Jahr gab es wieder ein Campus Fest, also wurde wieder ein "Fehlpass" auf die Beine gestellt. Die Kooperation aus PRO.FIL, spaetschicht.tv und der Uniliga Passau hat also sechs Wochen vor der Live-Sendung angefangen zu organisieren und vorzubereiten. Kameras wurden ausgeliehen, um Spiele zu filmen, Trailer wurden produziert, um auf die Sendung aufmerksam zu machen, und Analysevideos wurden geschnitten.

Für mich hieß das endlose Stunden im ZMK, in denen ich auf einem Bildschirm Fußballszenen geschaut habe, von Mannschaften, deren Namen ich nicht einmal kannte. Da spielte dann also auf meinem Bildschirm SK Lation gegen Brusthaar Mönchengladbach und Dynamo Tresen gegen Traktor Passau.

Zweikampf

Zweikampf | Sinika Fischer

Zweikampf - Sinika Fischer


Hat mich da das Fußballfieber gepackt? Klares Nein! Nach Stunden, in denen man auf einen Bildschirm starrt, kann einen nichts mehr begeistern, außer dem eigenen Bett. War es nach einer erfolgreichen Live-Show, die wir nach nur drei Stunden Schlaf gesendet haben? Eher nicht. Obwohl die Fußballer ein netter Haufen waren (allerdings schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe), hat auch das nicht den Erschöpfungsgrad verbessern, geschweige denn Fußballfieber verbreiten können.

Der Mittwoch in der Campus-Fest-Woche war dann der große Uniliga-Topspieltag. Auf zwei Feldern sollte gespielt werden und damit ein paar mehr Zuschauer anlocken. Nachdem ich die Uniliga bisher immer nur digital gesehen habe, war das endlich meine Chance, mir das Ganze live anzuschauen. Also wurden die anderen Mädels der Fehlpass-Produktion gefragt und mit Picknickdecke standen wir ebenfalls Mittwochnachmittag auf dem Platz. Hat mich da das Fußballfieber gepackt? Nicht wirklich. Wie es so typisch ist, wenn Mädels aufeinander treffen, wurde jede Menge geredet und die Aufmerksamkeit auf alles andere als Fußball gelenkt. Am Ende des Spieltags hatten wir eine gute Zeit gehabt, aber nicht wirklich etwas mitbekommen von den Spielen. Was am Anfang nur Neugierde war, ist mittlerweile fast schon ein kleines Ritual und man kann den Mittwochnachmittag nicht viel besser verbringen, als mit Freunden in der Sonne liegen.

Uniliga-Picknick

Uniliga-Picknick | Sinika Fischer

Uniliga-Picknick - Sinika Fischer


Wann hat mich das Fußballfieber gepackt? War es bei den EM-Spielen, die wir uns danach in der Fehlpass-Gruppe zusammen angeschaut haben? Es geht so. Ich kann mich relativ leicht für Sport begeistern und deswegen fiebere ich natürlich mit, wenn die deutsche Mannschaft auf dem Spielfeld steht und mit dem Herz in der Hand gegen Angstgegner und Underdogs antritt. Aber es ist immer noch nicht der Fußball, der mich daran reizt. Ich denke es sind die Menschen und Situationen, in die man gerät. Sei es in der Uniliga, wo sich Mannschaften untereinander aushelfen, damit sie vollzählig antreten können und deshalb ein ganzer Trikotmix auf dem Spielfeld steht, oder wenn ein Siegjubel bei der Europameisterschaft ganze Länder begeistert und für ordentlich Gänsehaut sorgt.

Und wie uns die EM begeistert hat. Vier Wochen haben wir wieder in einem Taumel aus Euphorie und Freude verbracht. Die deutsche Mannschaft hat uns, wie schon bei der Weltmeisterschaft 2014, den Atem geraubt und unsere Nerven strapaziert. Das schnelle Tor von Bastian Schweinsteiger kurz nach seiner Einwechslung war nur einer der Höhepunkte dieser EM. Das Elfmeterschießen gegen Italien hat uns wohl alle um ein paar Jahre altern lassen, so spannend war es, und umso schöner war die Erleichterung hinterher. Doch auch ein paar Tiefschläge gab es. Wie haben wir gelitten, als klar wurde, dass die Verletzungen von Sami Khedira und Mario Gomez das Ende ihrer Turnierteilnahme bedeuteten und auch Jérôme Boateng und Bastian Schweinsteiger haben nicht nur Bundestrainer Jogi Löw in Atem gehalten.

Aber obwohl wir nicht Europameister geworden sind und die Frage, ob Portugal den Titel verdient hat, die Geister scheidet, gibt es viele Dinge, die uns wohl ewig in Erinnerung bleiben. Einmal wäre da Island und dazu gibt es ja wohl nur ein Wort zu sagen: "Huh!" Nicht zu vergessen sind auch die irischen Fans, die für wunderbare Videos in den sozialen Netzwerken gesorgt haben und den Ohrwurm der Europameisterschaft gleich mitgeliefert haben. Also lasst uns doch einfach nochmal alle zusammen aus voller Kehle singen und uns über eine erfolgreiche EM freuen. Ihr wisst schließlich alle: "Will Grigg's on fire!"

Da wir zum Ende kommen, muss ich vielleicht doch zugeben, dass mich das Fußballfieber gepackt hat. Ich kann nicht genau sagen, wann oder wo es passiert ist, aber es ist da. Das heißt allerdings nicht, dass ich die Bundesliga kaum noch abwarten kann. Aber beim nächsten großen Turnier findet man mich sicher wieder beim Public Viewing auf Bierbänken tanzen und den Deutschlandsieg feiern.

Eure Sinika von den Sportsfreundinnen

P.S.: Die SG Gibtrichtig hat sich am Finaltag der Uniliga das dritte Mal in Folge die Uniligameisterschaft geholt und wer noch nicht genug von Fußball hat, kann dem Link zur kompletten Fehlpass-Sendung folgen.






 

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