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Artikel Panorama

12.01.2018  |  10:30 Uhr

Mehr als nur Balancieren

Slacklinen an der Uni Passau

von Jana Steger

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So sieht es aus, wenn Kursleiter David seine Tricks auf der Slackline übt. Ohne große Mühe läuft er über die Line und es scheint alles ganz einfach zu sein.

Falsch gedacht. Denn so sieht es aus, wenn man als Anfänger das erste Mal auf einer Slackline steht:

Bevor man mit dem Slacklinen anfangen kann, muss die Line natürlich erst einmal aufgebaut werden. David spannt sie mit einem Schäkel und einer Schlinge zwischen einem Haken an der Wand und einem Eisenpfahl in der Halle. Mit der Ratsche kann die Line dann festgezogen werden. Sie befindet sich nun etwa auf einer Höhe knapp über dem Knie.

Und dann geht es auch schon los. Ich als Anfänger habe überhaupt keine Vorstellung davon wie es ist, auf der Line zu stehen. "Es gibt gar nicht so wirklich Regeln, an die man sich halten muss. Am besten die Arme nach oben und sich auf einen Punkt am Ende der Line konzentrieren. Und dann eigentlich einfach mal drauflos laufen!", erklärt mir David. Hört sich einfach an – sieht auch einfach aus, aber wie ich schnell bemerke, ist es das nicht. Zunächst stehe ich mit einem Bein neben der Line, das andere ist darauf und ich versuche mich vom Boden wegzudrücken, um auf der Line stehen zu können.

Nach drei gescheiterten Versuchen stellt David mir einen kleinen Kasten unter die Line, sodass ich nicht vom Boden aus aufsteigen muss, sondern durch die leichte Erhöhung besser aufsteigen kann. Ich versuche mich zu konzentrieren und einen Punkt am Ende der Line zu fokussieren. Zunächst stelle ich mich mit einem Fuß darauf und versuche ein Gefühl für diese wacklige Angelegenheit zu bekommen. Ich probiere es nun, mich ganz vom Kasten zu lösen und das Gleichgewicht mit einem Fuß auf der Line zu halten. Allein für diesen ersten Schritt habe ich mehrere Versuche gebraucht. Nach mehrmaligem Runterfallen und wieder Aufsteigen, gelingt es mir nun auch den zweiten Fuß auf die Line zu bringen und einen zweiten Schritt zu machen. Hier braucht man vor allem Körperspannung und Ruhe, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Auch hier heißt es immer wieder: runterfallen und nochmal von vorne.

Auf die Frage, wie lange es dauert, bis man einmal über die Line laufen kann, antwortet David: "Das ist ganz unterschiedlich. Manche stehen das erste Mal drauf und laufen sofort drüber. Manche brauchen aber auch zwei Wochen." Außerdem bestätigt er mir immer wieder, dass man für das Slacklinen nicht besonders sportlich sein muss, sondern vor allem Konzentration gefragt ist. Nach vielen weiteren Versuchen gelingt es mir nun auch den dritten Schritt auf der Line zu machen. Die Muskeln in meinen Beinen sind schon ordentlich zu spüren und ich merke, wie meine Kraft langsam nachlässt. Aber durch Aufgeben macht man keinen Fortschritt, deshalb versuche ich es weiter. Am Ende gelingt es mir sogar fünf Schritte zu machen, und ich bin überrascht, dass man in so kurzer Zeit schon Erfolge sehen kann.

Für Fortgeschrittene gibt es auch noch zahlreiche Tricks, von denen schon einige zu Beginn im Video zu sehen waren, die auf der Slackline ausgeübt werden können:

  • Knee Drop: Dabei geht der Slackliner in die Hocke und legt das eine Bein auf der Line ab.
  • Line Kiss: Aus dem Stand geht man zuerst auf das eine Schienbein in die Hocke und zieht dann das andere Bein nach um sich anschließend nach vorne zu beugen und mit der Stirn die Line zu berühren.
  • Butt Bounce: Der Slackliner lässt sich aus dem Stand mit dem Po auf die Line fallen, um anschließend wieder in den Stand zu kommen.
  • Chest Bounce: Dabei landet der Slackliner mit dem Brustkorb auf der Line und wird anschließend wieder hinausgefedert, um in den Stan zu kommen.
  • Buddah: Der Slackliner sitzt hier mit den Fußkanten auf der Line und verschränkt die Arme vor dem Körper.
  • Surfen: Die Line wird unter dem Slackliner zum Schwingen gebracht und die Schwingung wird aus der Hüfte ausbalanciert.
  • Großer Sprung: Die Federkraft der Slackline wird benutzt, um einen großen Sprung nach vorne zu machen und anschließend wieder auf der Line zu landen.

Mein Fazit: Es sieht einfacher aus als es ist. Ich finde es erstaunlich, wie die Profis ihre Tricks auf der Line machen können, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Schon allein einmal über die Line zu laufen war für mich eine Herausforderung. Man sieht jedoch in kurzer Zeit schon schnell Erfolge und wird dadurch motiviert, es immer wieder zu versuchen. Der beste Tipp für alle, die mit dem Slacklinen anfangen wollen: Nicht aufgeben, sondern weitermachen!






 

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