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08.07.2016  |  11:00 Uhr

Traumberuf Autojournalist?

motorama nimmt den Beruf des Autojournalisten unter die Lupe

von Konstantin Berger, Franzisca Weny

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340 Pferde unter der Haube, offenes Verdeck und strahlender Sonnenschein an der französischen Riviera. Was zunächst nach einer Verfolgungsjagd in einem Hollywood Actionfilm klingt, ist nicht weniger als die PNP-Testfahrt des Jaguar F-Type Cabriolets. Der Sportwagen aus dem englischen Coventry ist seit mittlerweile drei Jahren fest auf dem Markt etabliert und der Test der Passauer Neuen Presse liegt  schon länger zurück. Trotzdem nutzen wir von motorama die Gelegenheit und finden heraus, ob Autojournalisten wirklich einen Traumberuf ausüben.

Der Job im Überblick: Grundsätzlich sorgen Autojournalisten für eine umfassende Berichterstattung über die Automobilbranche. Sie verfassen Berichte über neu erscheinende Fahrzeuge, Technologien und nützliches Zubehör. Auch der Besuch der Automobilmessen dieser Welt hat in den Terminkalendern einen festen Platz. Journalisten der großen Autozeitschriften wie "Auto, Motor und Sport" oder "Autobild" gehen ihrem Handwerk hauptberuflich nach. In der PNP, die dem Motorressort jeden Samstag in der Wochenendbeilage Platz einräumt, ist das anders organisiert. Hier werden normale Journalisten gelegentlich zu Autojournalisten. Sie testen Fahrzeuge in den heimatlichen Gefilden oder werden von den Automobilkonzernen eingeladen, die neuesten Autos im Ausland unter die Lupe zu nehmen.

Wie wird man Autojournalist? Eine spezielle Ausbildung für den Motorjournalismus gibt es nicht. Meist führt der Weg über eine klassische Journalistenausbildung, ein Volontariat oder den Abschluss eines Journalistik-Studiums. Anschließend folgt die Spezialisierung auf das Ressort Motorjournalismus. Ein gewisses Interesse und Wissen über die Automobilbranche kann natürlich nicht schaden.

Mit dem Range Rover durch eine Boeing 747

Mit dem Range Rover durch eine Boeing 747 - Ulrich Berger


Wie läuft ein Autotest ab? Werden Journalisten der großen Autozeitschriften oder aber auch die der PNP eingeladen, ein neues Fahrzeug zu testen, geschieht das meist an der französischen Riviera, der spanischen Costa del Sol oder der italienischen Adria. Bei den zweitägigen Aufenthalten bietet sich den Journalisten die Gelegenheit, das neue Auto auf Herz und Nieren zu testen und mit Fahrzeugingenieuren und -designern in Austausch zu treten. Oft stehen auch Besuche auf Rennstrecken oder aufwändigen Offroad Parcours auf der Tagesordnung, um die Tester von den Vorzügen der Automobile zu überzeugen.

Glück haben all diejenigen, die von Range Rover eingeladen werden. Die Marketingabteilung der Engländer setzt auf actionreiche Momente. Egal ob mit dem Range Rover durch eine umgebaute Boeing 747, eine steile Skisprungschanze hinab oder über Stock und Stein durch das Atlasgebirge in Marroko - solche Momente machen den Beruf wahrlich zum Traumberuf.

Offroad mit dem Range Rover Evoque unterwegs

Offroad mit dem Range Rover Evoque unterwegs - Ulrich Berger


Phänomen "Carspotting": Wie in so vielen Bereichen der Arbeitswelt macht das Internet auch vor dem Beruf des Autojournalisten nicht halt. Eines der aktuellsten Phänomene sind die so genannten "Carspotter", die meist ausschließlich über soziale Netzwerke agieren. Diese jungen Autofanatiker machen es sich zu Aufgabe, in den Zentren der Metropolen nach den raren und teuren Ferraris und Paganis dieser Welt Ausschau zu halten. Belohnt werden die Autojäger mit tausenden Likes und Klicks auf ihre Bilder und Videos.

Der wohl erfolgreichste "Carspotter" ist Tim Burton, der vor allem unter seinem Pseudonym "Shmee150" bekannt geworden ist. Erst vor wenigen Tagen hat der 29-jährige Engländer zudem die 800.000 Abonnenten-Marke auf seinem Youtube-Kanal erreicht. Von den klassischen Autojournalisten werden diese Jungspunde mit Argwohn beobachtet - die Angst vor der Zerstörung des klassischen Journalismus besteht.

Mein Fazit: Leser, die der Faszination Automobil wenig abgewinnen können, haben es wahrscheinlich nicht bis zum Ende dieses Artikels geschafft. Allen Journalismus- und Auto-Begeisterten haben wir hoffentlich einen kleinen Einblick in die Berufswelt des Autojournalisten geben können. Obwohl der Besuch von Automessen und Testfahrten im Ausland zunächst sehr nach Entspannung klingt, sollte die harte Arbeit des Journalisten dabei nicht in Vergessenheit geraten. In meinen Augen kann man bei dieser Tätigkeit trotzdem durchaus von einem Traumberuf sprechen.

Euer Konstantin von motorama!

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