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Man muss sich formen, um sich weiter zu entwickeln.

Das Leben ist ein großer Schmelztiegel

von Sarah Benninger

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Athanor, ist ein Wort, das von den Alchemisten stammt, es steht für "Schmelztiegel". Das ist der Name der neuen Theaterschule in Passau "Athanor Akademie" Fachakademie für Darstellende Künste. Das Wortspiel ist momentan nicht nur sehr passend, da die Akademie ihren Schülern die umfangreiche Praxis der Ästhetik vermittelt, sondern auch da die Schule noch mit einigen Baustellen und Räumungen mitten in ihrem Umzug steckt. Die Institution gibt es schon seit 1995, aber nun ist sie ganz frisch im September 2014 von Burghausen nach Passau umgezogen. Nichts desto trotz: the Show must go on. Bis auf wenige abgesprungene Studierende, haben die meisten den Wechsel bis auf weiteres gut überstanden, denn Improvisation macht die Sache doch erst spannend.

Dem Schulleiter Dr. David Esrig ist es "sehr wichtig, dass seine Lehrlinge sich in der praktischen Ausführung ihrer Berufswahl genauso gut auskennen wie in der Theorie". In dem Fall bedeutet Praxis nicht nur Darstellung, sondern auch Bühnenbild, Konstruktionsaufbau, Licht und vieles mehr. Esrig trat schon auf sehr angesehenen Bühnen in Frankreich und Deutschland auf. Wer sich noch mehr für seinen umfangreichen Lebenslauf interessiert, kann auf der Homepage der Akademie noch schlauer lesen: http://athanor.de/

Am Morgen stand für die angehenden Schauspieler Tanz auf dem Stundenplan. Vielfältigkeit ist sehr wichtig und wenn ein Stück mit einer bestimmten Kampfkunst einstudiert wird, dann wird auch ein passender Trainer engagiert. Bei meinem Rundgang hatte ich auch einen zukünftigen Ballettraum gesichtet. Dieser war durch seine vielen Fenster erfrischend hell mit Blick ins Grüne. Die Tanzstange und Spiegel waren zwar noch nicht montiert, doch die Raumauswahl sichtlich sehr bedacht getroffen. Nun aber zurück zur Tanzhalle: Zuerst lockerten sich die Studierenden auf und spürten ihre Körper auch in Partnerübungen durch Klopfen am Rücken entlang und Stellungen zum Dehnen. Später gab es noch ein Training für verschiedene Muskelpartien sowie Tanzpositionen und Schrittfolgen, die wiederholt wurden.

Mit meiner Rundführung bekam ich viele bunte Räume zu sehen und lernte interessante Hintergründe des Theaters kennen zum Beispiel, was alles an Kulissen und Bühnenkonstruktionen in Petto steht. "Herr Esrig legt Wert auf Farben und Wirkungen." wie mir die Pressesprecherin Frau Werner beiläufig berichtete. Ich persönlich fand die meist sehr ähnlichen Klassenzimmer von ihrer Atmosphäre so überwältigend und ausdrucksstark, dass mich die Farbwirkung jedes Mal auf's Neue mitriss.

Zum Beispiel der Werkraum, indem die verschiedenen Bühnenbilder in Miniatur vorgebastelt werden oder der Werkraum in dem die Kulissen zusammengezimmert werden. Aber auch die Lagerräume mit Kulissen, Requisiten und Kleidern waren einzigartig. Sie lebte ganz nach dem Motto: Nichts ist zu viel, alles kann mal gebraucht werden. Von Geschirr-Sets bis hin zu Masken, Laternen und Gartengeräten. Eines fiel mir immer wieder auf, Gegenstände stammten aus einer anderen Zeit. Und das erklärt sich ganz von selbst. Theater ist eine sehr alte Kunst und viele Erfolgsstücke handeln nicht gerade von der Gegenwart. Aus diesem Grund werden auch Fächer wie Theatertheorie gelehrt. Die Referenten dieser Kurse sind erfahrene und sehr anerkannte Persönlichkeiten in diesem Genre, denn auf Qualität wird hier sehr geachtet. Es haben einmal Studentinnen von der Universität Passau angefragt, ob sie als Gasthörer dabei sein dürfen. Sie waren herzlich willkommen und konnten ihre Wissbegierde stillen. Diese Möglichkeit steht auch allen anderen Interessenten dieses Kurses offen, wichtig ist allerdings, dass man sich vorher anmeldet. Wer also neugierig geworden ist, nimmt am besten mit der Schule selbst Kontakt auf, informiert sich über die offenen Gasthörermöglichkeiten und bestätigt, dass er kommen darf.

Und zu guter Letzt noch eine süße Randinformation:
Die Wände in den Gängen werden von Tiere und Figuren mit Bilderszenen aus Mosaik geziert. Das liegt daran, dass das Gebäude früher einmal eine Grundschule beherrbergte. Allerdings stand es zwischenzeitlich zehn Jahre leer und wird nun im wahrsten Sinne des Wortes wiederbelebt.






 

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