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15.08.2014  |  10:54 Uhr

Brooms down, eyes closed and the snitch is loose!

Vom Quidditch an der Uni Passau

von Maria Maier

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Das letzte Mal, dass ich Inn-Schlamm in Eimer gefüllt habe, ist jetzt schon über ein Jahr her. Damals aus recht traurigem Anlass. Heute muss ich dafür sorgen, dass sechs Stangen mit Hula-Hoop-Reifen in verschiedener Höhe grade stehen bleiben, auch wenn man dagegen wirft oder fällt. Es fällt der offizielle Startschuss: "Brooms down, eyes closed and the snitch is loose". Beide Teams knien auf einer Linie vor den eigenen Toren und Sekunden später renne ich von einer Seite zur anderen, irgendwo auf einer Wiese hinter dem FIM, völlig außer Atem, einen "Besen" zwischen den Beinen und mehr als planlos.





Was ich hier tue? Quidditch spielen. Ja, dieses Spiel aus der Welt von J.K.Rowlings Harry Potter, gespielt auf Besen, immer auf der Jagd nach dem goldenen Schnatz und Toren.Hier gelandet bin ich aus reiner Neugierde und natürlich im Auftrag von Inn und weg. In meiner Jugend habe ich die sieben Bücher rund um den Zauberlehrling schließlich quasi in Dauerschleife gelesen, in den Filmen kann ich die meisten Stellen mitsprechen und manchmal laufen noch heute im Auto die englischen Hörbücher. Wie Quidditch in der Welt von Hogwarts gespielt wird, ist mir also nicht fremd. Doch hier? Auf der besagten Wiese hinter dem FIM? Wo einem die Schwerkraft durch so ziemlich jeden Bereich des Spiels einen Strich machen müsste? Naja, genau genommen tut sie das auch. Aber davon lassen sich die ca. 10-15 festen Mitglieder des Teams nicht abhalten.





Die Startposition: brooms down!

Die Startposition: brooms down!

Die Startposition: brooms down!


Was herauskommt, ist für mich eine Mischung aus Völkerball und Rugby, für das im internationalen, hoch offiziellen Quidditch Rulebook (wer sich einlesen will: http://www.usquidditch.org/files/USQ_Rulebook_8.pdf) auch eine Vielzahl an Regeln festgelegt sind. Demzufolge besteht jede Mannschaft idealerweise aus 6 Spielern, einem Torwart genannt Keeper, 3 Chasern und 2 Beatern. Hinzu kommen quasi auf der ureigenen Position von Harry selbst 2 Seeker, die einem Snitch, verkörpert durch eine über den Campus rennende, neutrale Person, versuchen einen kleinen Ball abzunehmen und das Spiel durch den Gewinn von 30 Punkten zu beenden. Die Chaser versuchen währenddessen mit einem Volleyball als Quaffel 10 Punkte zu erzielen, indem sie ihn auf irgendeine Weise durch besagte drei Ringe am Ende jeder Seite des Spielfeldes werfen, legen oder bugsieren. Dorthin gelangen sie, indem sie sich entweder selbst laufend durchsetzen, an Teamkollegen übergeben oder kicken. Daran gehindert werden sollen sie vor allem durch die drei sich im Spiel befindlichen Bludgers, mit denen die Beater alle gegnerischen Spieler ganz ähnlich wie im Völkerball abwerfen können oder den anderen, notfalls tacklenden Chasern. Für den Fall, dass man abgeworfen wird, gilt es, alles fallen zu lassen, inklusive Besen und Ball, sich für eine kurze Berührung zu den eigenen Ringen zu begeben und wieder "aufzusteigen".





Die Keeperin

Die Keeperin

Die Keeperin


Hier wären wir dann wahrscheinlich bei der meist gestellten Frage zum Thema Quidditch im echten Leben angelangt. Wie funktioniert das nun mit den Besen? Ganz unspektakulär. Einfach mit etwa ein Meter langen Rohren und einem Schaumstoff am Besenende. Das ist recht lustig und vor allem unfassbar hinderlich, zumindest für mich. Alle anderen, die schon etwas länger dabei sind, bewegen sich damit zugegebenermaßen deutlich geschickter und können die Hände beim Werfen, Fangen und Laufen auch einmal vom Besen lassen, ohne zu stolpern. Mir fällt dieser einfach nur ständig zwischen die Füße oder – fragt mich nicht wie – gegen den Kopf. Doch ich wage nicht zu jammern, denn kurz darauf stürzt eine Spielerin beim Angriff und verletzt sich am Handgelenk. Hinzu kommen zwei als Schiedsrichter fungierende Jungs am Spielfeldrand, beide mit eingegipsten Körperteilen. Ob die Verletzungen auch vom Quidditch kommen, trau ich mich gar nicht mehr zu fragen. Wirklich belächeln sollte man den Sport allerdings nicht. Und ich sage ganz bewusst Sport. Er sieht unfassbar komisch aus, ist vielleicht ein bisschen verrückt, aber auf jeden Fall extrem anstrengend.Und so ist dem Team nur zu wünschen, dass vielleicht doch einmal jemand vom Hochschulsport vorbeischaut, mitspielt und im nächsten Sommersemester ein Training auf dem Gelände der Uni möglich macht. 





Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung

Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung

Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung


Wer sich dem netten Team um Kapitänin Lilly anschließen will, die Quidditch nach ihrem Auslandssemester quasi aus den USA importiert hat, muss sich leider bis zum nächsten Sommersemester gedulden. Mitspielen darf dann aber wirklich jeder sofort – ganz ohne Zauberkräfte und Harry Potter Fantum. 
Hier noch der Link zum Facebook-Auftritt des Teams: www.facebook.com/quidditchpassau

Angriff Team "Stirnband"

Angriff Team "Stirnband"


Die Startposition: brooms down!

Die Startposition: brooms down!

Die Startposition: brooms down!


Die Keeperin

Die Keeperin

Die Keeperin


Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung

Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung

Für Anfänger undurchschaubar - die Aufstellung


Angriff Team "Stirnband"

Angriff Team "Stirnband"







 

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