Icon Breadcrumb Sie sind hier:




Passau  |  16.05.2016  |  10:00 Uhr

Urtyp Inferno - Eine Ausgeburt der Hölle

von Caroline Kaiser

Lesenswert (11) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 8 / 23
  • Pfeil
  • Pfeil




Maxi tauscht eine gerissene Gitarrensaite aus

Maxi tauscht eine gerissene Gitarrensaite aus | Caroline Kaiser

Maxi tauscht eine gerissene Gitarrensaite aus - Caroline Kaiser


Laute Musik dröhnt in meine Ohren.Das ganze Gebäude bebt. Der Bass lässt die Wände vibrieren. Auf dem Eingangsschild der ehemaligen Tabakfabrik in Passau steht: "Betreten verboten! Lebensgefahr!" Doch hinter der Tür verbirgt sich alles andere als eine "Lebensgefahr". Dort probt der 25-Jährige Maximilian Slowioczek, Sänger und Gitarrist der Passauer Newcomer-Band "Urtyp Inferno".

Die Band zeichnet sich durch eine Kombination von Rock-Musik und bayerischer Satire aus. Sie durfte sogar schon als Vorband von "LaBrassBanda" auftreten. Doch danach ist es erstmal still geworden um das Trio Maxi Slowioczek, Alex Pöll und Christoph Ranzinger. Der Grund: Maxi absolvierte ein drei-monatiges Auslandsstudium in Bologna. Der Masterstudent erklärt: "Für einen Geschichtsstudenten wie mich ist Bologna von großer historischer Bedeutung." Auslandsaufenthalt schön und gut, aber jetzt heißt es proben, proben, proben. Denn am 28. Mai steht das nächste Konzert auf dem StuStaculum in München an.

Zuerst interessiert mich natürlich, wie der 25-Jährige überhaupt zur Musik und später zu "Urtyp Inferno" gekommen ist. "Mein Vater war auch Musiker. Musik war schon immer da und so habe ich im Alter von fünf Jahren mit Gitarrenunterricht angefangen", so der Gitarrist. Dort lernte er auch Alex kennen, mit dem er schon vor "Urtyp Inferno" eine Band hatte. Als sich die Band auflöste, nutzte Maxi die Zeit, um bayerische Songtexte zu schreiben. Als literarisches Vorbild sieht er den Münchner Kabarettisten Gerhard Polt. "Der hat die Menschen am besten durchschaut", schwärmt der junge Passauer. Da er die Texte nicht einfach wegwerfen wollte, gründete er mit dem Bassisten Alex und dem Schlagzeuger Christoph, einem Bekannten von Alex, die Band "Urtyp Inferno".

Hier ein Videoausschnitt von der Bandprobe:


Dabei stelle ich mir die ganze Zeit eine Frage: Was bedeutet dieses "Urtyp Inferno" genau? Maxis Antwort: "Eine Ausgeburt der Hölle." Weiter erzählt er mir, dass der Name eher in einen düsteren Heavy-Metal-Bereich leite. Dass sie diese Musik gerade nicht verkörpern, amüsiere ihn selbst. Genauso spannend wie der Bandname klingen auch die Songtexte. Es handelt sich um Übersetzungen von englischen Rocksongs ins Deutsche oder Situationen aus dem Alltag. Ein Beispiel dafür stellt der Song "I mecht so gern in Bayern 3 gspuid wern" dar. Nachdem der Radiosender Bayern 3 durch ein Handyvideo auf das Lied aufmerksam geworden ist, wurde es tatsächlich im Radio gespielt. Respekt! Das muss man erstmal schaffen als Newcomer-Band.

Bei so viel Glück, gab es bestimmt auch mal einen peinlichen Moment in Maxis Musiklaufbahn. "Einmal sollte ich mit meiner alten Band ein Stück alleine mit der Gitarre anfangen. Genau in dem Moment als ich meinen Regler aufdrehen wollte und mit einem fetten Riff anfing", grinst der blonde Geschichtsstudent, "war die Batterie von meinem Effektgerät leer. Statt einem lauten Beat, kam nur ein leises düd düd düd." Bei seinen Auftritten mit "Urtyp Inferno" ist zum Glück noch nie was schief gelaufen.

Und wie sieht es beziehungsmäßig bei den drei jungen Männern aus? "Da siehts grad eher unrockig aus", lacht der Musiker. Das ist ja mal eine gute Nachricht für die HUMANSOFPASSAU-Leserinnen.

Eure Caro

Die Band: Christoph Ranzinger, Maxi Slowioczek und Alex Pöll v. l.

Die Band: Christoph Ranzinger, Maxi Slowioczek und Alex Pöll v. l. | Caroline Kaiser

Die Band: Christoph Ranzinger, Maxi Slowioczek und Alex Pöll v. l. - Caroline Kaiser









 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Abschnitt: Nutzung von Drittanbieter-Plug-Ins)


Dokumenten Information
Copyright © PNP-Campus 2018
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




Über HUMANSOFPASSAU




Eine Stadt - viele Gesichter.
Wir wollen euch mit unserem Blog einen Einblick in inspirierende Lebensgeschichten der Menschen in Passau geben.
Auf euch warten besondere Straßeninterviews - von witzigen bis hin zu ernsten und ganz besonderen, persönlichen Geschichten. Lasst euch überraschen, welche einzigartigen Menschen hinter ihren alltäglichen Masken stecken. Vielleicht betrachtet ihr sie das nächste Mal mit ganz anderen Augen.
Folgt unserem Blog und erfahrt Außergewöhnliches über die HUMANSOFPASSAU!

Eure Caro, Leila, Anna, Veronika, Hannah und Ramona


Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




Limitierte Aktion


Jetzt das Studentenabo der Passauer Neuen Presse bestellen und gratis BIBBAG sichern! [mehr]








realisiert von Evolver