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02.07.2017  |  11:00 Uhr

Ist das die Lösung gegen Stress?

von Elisabeth Krautbauer

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Stress

Stress | Elisabeth Krautbauer

Stress - Elisabeth Krautbauer


Stresssituationen kennt jeder. In der Uni stehen demnächst wieder die Prüfungen an, in der Arbeit müssen die Projekte fertig werden und nebenbei soll man noch den Haushalt schmeißen. Aber was tun, wenn einem mal wieder alles zu viel wird? Hä?! bringt hier Licht ins Dunkle mit der passenden Idee...

Rumsitzen und abwarten, löst in der Regel keine Probleme, ich habe allerdings eine Methode ausprobiert, die der ein oder andere vermutlich als genau das, rumsitzen und abwarten, bezeichnen würde: die Meditation. Die Startvoraussetzungen könnten besser nicht sein. Ich brauche weder Equipment noch einen speziellen Ort, das einzige was ich brauche ist Zeit. Zwei Wochen lang 15 Minuten am Tag absolute Ruhe und den Willen, es wirken zu lassen. Bereits an dieser Stelle kommt berechtigt die Frage auf, ob nicht Zeit genau das ist, was einem fehlt, wenn man gestresst ist. Aber dazu später mehr...

Anfangs von Skepsis begleitet habe ich mich diesem Thema angenommen. Skepsis vor allem deswegen, weil Meditation auf diversen Seiten als Allheilmittel präsentiert wird. Überflüssige Kilos loswerden, chronische Krankheiten lindern, länger jung bleiben, Suchtverhalten besiegen und einfach glücklich sein wird hier versprochen. Klingt in meinen Ohren utopisch, gleichzeitig bin ich aber neugierig, was dran ist an der Wunderdroge Meditation.

Da meditieren absolutes Neuland für mich war, galt es zunächst eine passende Meditationsmethode für Anfänger zu finden. Die Passive Meditation mit Konzentration auf die Atmung hat mich schließlich überzeugt. Ebenso ungeübt wie ungeduldig habe ich deshalb vor zwei Wochen begonnen, mich jeden Tag 15 Minuten auf den Boden zu setzten in der Hoffnung ich könnte einen meditativen Zustand erreichen. Zugegeben sind zwei Wochen in der Welt der Meditation ein Wimpernschlag, aber dennoch habe ich einige spannende Erkenntnisse über mich selbst erlangt. Obwohl ich zwar weder überflüssige Kilos weg meditiert habe, noch behaupten würde es hätte sich eine innere Ruhe in mir eingestellt, kann ich trotzdem empfehlen, sich selbst mal an die mystische Welt der Meditation heran zu wagen.

An dieser Stelle zurück zum Zeitfaktor... "Ich bin gestresst, ich hab' jetzt keine Zeit", genauso wie ich diesen Satz immer sage, bekomme ich ihn auch zur Genüge entgegengeschmettert. Aber wofür verwendet man seine Zeit eigentlich?

Die Meditation ist ein Moment, in dem der Kopf ganz frei von Gedanken ist. Gleichzeitig ist für mich genau das die größte Schwierigkeit gewesen. Mir hat die Meditation gezeigt, wie viele Dinge in einem ruhigen Moment durch meinen Kopf schießen. Mir wurde bewusst, dass ich einen Großteil davon aber eigentlich getrost ausblenden könnte, weil diese Gedanken überflüssig sind. Außerdem wurde mir klar, wie selten ich mir ruhige Momente gönne, in denen ich zulasse, einfach an nichts zu denken und wirklich zur Ruhe zu kommen. Genau das sind aber häufig nötige Schritte, um das Stresslevel zu senken. Prioritäten setzen und Zeit für Dinge einplanen, die den Stress minimieren kann also wahre Wunder wirken. Selbst wenn ich kein Meditationsprofi mehr werde, hat das Experiment mir trotzdem gezeigt, wie gut es sein kann, von Zeit zu Zeit einfach mal etwas neues, vielleicht auch Unkonventionelles auszuprobieren.   

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann hier in meinen kleinen Meditations-Crashkurs reinlesen und sofort loslegen.

Meditieren in drei Schritten:

Bevor es losgeht, ist es wichtig, dass man einen Ort findet, an dem man circa 15 Minuten ungestört ist. Außerdem sollte Kleidung getragen werden, in der man längere Zeit bequem sitzen kann. Und dann kann's losgehen:

Schritt 1: Atmen

Schritt 1: Atmen

Schritt 1: Atmen - Elisabeth Krautbauer


Ist eine bequeme Sitzposition erstmal gefunden, legt man seine Hände auf die Oberschenkel, schließt - wenn man möchte - die Augen und konzentriert sich auf seinen Atem. Für mich am besten funktioniert hat die Methode des Zählens der Atemzüge. Man atmet ein, eins, atmet aus, zwei – ist man bei 10 angekommen, beginnt man mit dem Zählen wieder bei eins. Wichtig, und meiner Meinung nach sehr schwierig ist es, die Gedanken alleine auf den Atem zu richten. Sobald die Gedanken abschweifen, sollen sie wieder auf das Zählen und den Atem konzentriert werden. Aber Übung macht bekanntlich den Meister und nach einigen Meditationseinheiten fällt es bereits deutlich leichter.

Schritt 2: Sitzend Meditieren

Schritt 2: Meditieren

Schritt 2: Meditieren - Elisabeth Krautbauer


Wenn der Atem ruhig und gleichmäßig ist und keine Gedanken mehr wahllos durch den Kopf schießen, befindet man sich in einem meditativen Zustand. Gezählt werden muss jetzt nicht mehr. Im optimalen Fall kehrt eine innere Ruhe ein und der Kopf ist frei von Gedanken.

Schritt 3: Strecken

Schritt 3: Strecken

Schritt 3: Strecken - Elisabeth Krautbauer


Sobald man wieder bereit ist, öffnet man die Augen, streckt sich und bleibt noch einige Momente sitzen. Bevor man wieder aufsteht, soll man sich bewusst machen, wie man sich fühlt und wie die Meditation gewirkt hat. Für das Erwachen aus dem meditativen Zustand wird oft empfohlen einen Wecker zu stellen, da es durch die vollkommene Entspannung nicht selten dazu kommt, dass man einschläft.

Fazit

Unterm Strich ist theoretisch nicht viel nötig, um zu meditieren. Allerdings ist mein persönliches Fazit, dass es  Zeit, Willen und die richtige Einstellung verlangt, um wirklich von der Meditation zu profitieren. Um Krankheiten zu lindern und den Bezug zum eigenen Körper und der Wahrnehmung merklich zu verändern, reicht es nicht, sich zwei Wochen lang 15 Minuten diesem Thema zu widmen. Wichtig ist aber, dass es darum auch nicht geht. Meditation ist keine kurzfriste Pille, die man schlucken kann damit man entspannter ist - vielmehr soll eine dauerhafte Verbesserung durch langfristige Übung erreicht werden.

Meditation kann also alles andere sein, als nur rumsitzen und auf bessere Zeiten hoffen.






 

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