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Uni Passau  |  29.01.2018  |  06:42 Uhr

Studentische Rechtsberatung wächst auf 200 Mitglieder

von Kerstin Kesselgruber

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Mehr als 200 Mitglieder zählt ihr Verein mittlerweile, und er soll funktionieren wie ein Unternehmen: die Kommunikation mit den Aktiven, die Weitergabe von Wissen, die Organisation von Veranstaltungen – all das will die Studentische Rechtsberatung (SRB) der Universität Passau in noch professionellere Strukturen bringen. Dafür hat der junge Verein ein Stipendium im Bundeswettbewerb "Startsocial" unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewonnen. Dieser geht Ende Februar in die letzte Runde – und die Passauer Studierenden sind im Rennen um das Preisgeld von 5000 Euro dabei.

"Wir wollen den Verein nach vorne bringen", sagt Vorstandsmitglied Max Borcherding. "Er sollte nicht an zwei, drei engagierte Ehrenamtliche gebunden sein, und wenn die weg sind, schläft alles ein." Im Jahr 2013 haben die Jura-Studierenden die Rechtsberatung gegründet und bieten seitdem eine kostenlose Beratung für ihre Kommilitonen an. Bei Streit mit dem Vermieter, Problemen mit dem Handyvertrag oder Stress wegen Unterhaltszahlungen stehen sie ihnen zur Seite. Seit 2016 beraten die Studierenden in der "Refugee Law Clinic" auch Geflüchtete bei Fragen zum Asylrecht. 126 studentische Berater werden unterstützt durch 25 Volljuristen, also Anwälte und wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni, die ihre Fälle überprüfen. Zusammen mit den Förderern sind das mehr als 200 Mitglieder.

"Ein ehrenamtlicher Verein sollte wie ein Wirtschaftsunternehmen funktionieren", sagt Max Borcherding. Es gibt ein Team für die Organisation, ein neues Ressort für Marketing und eines für Finanzen. Und wer mitmachen will, muss zu festen Zeitpunkten eine Bewerbung einreichen: "Sonst verlieren wir den Überblick", sagt Lisa Knott aus dem SRB-Vorstand.

100 Studierende bewerben sich als EhrenamtlicheEtwa 100 Bewerbungen von interessierten Studierenden haben sie erhalten. Die Auswahlgespräche sind abgeschlossen. In der Zivilrechtsberatung fangen 50 neu an, im Bereich Asyl 17. "Jeder, der uns überzeugt, kriegt einen Platz", sagt Lisa Knott.

Unterstützt werden die Ehrenamtlichen seit November von zwei Coaches, die den Verein im "Startsocial"-Stipendium einmal wöchentlich beraten. Die selbstständige Volkswirtin Dr. Elisabeth Lackner-Frey ist eine von ihnen. Sie hat mit den Studierenden ihre Ziele ausgearbeitet: Sie wollen die Finanzierung des Vereins und die Beratertätigkeit optimieren und unter Hilfesuchenden bekannter werden. Auf einem Zeitplan halten sie fest, bis wann sie diese Ziele erreichen wollen. "Der Fortschritt ist sehr erfreulich", sagt Elisabeth Lackner-Frey. "Die Studierenden sind sehr motiviert und total engagiert."

Mitte Januar waren Lisa Knott und Max Borcherding in Berlin und haben die Studentische Rechtsberatung als eine von 100 Initiativen mit "Startsocial"-Stipendium vorgestellt. Sieben von ihnen werden Ende Februar insgesamt 35000 Euro gewinnen. Was der Verein mit dem Preisgeld anstellen würden, davon dürfen sie schon einmal träumen: "Eventuell müssen wir einen neuen Raum anmieten", sagt Max Borcherding. "Und ein Vereinsausflug wäre toll", sagt Lisa Knott. Wünsche, für deren Erfüllung die jungen Leute auch auf der Suche nach neuen Sponsoren sind.






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