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Uni Passau  |  07.12.2017  |  06:24 Uhr

Fraunhofer IIS eröffnet Standort in Passau

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Es ist ein lang gehegter Wunsch in Passau – die Ansiedlung einer außeruniversitären Forschungseinrichtung an der Universität. Nun ist ein erster Schritt auf dem Weg dorthin erfolgt: Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS mit Hauptsitz in Erlangen richtet an der Universität eine Forschergruppe zum Thema "Wissensbasierte Bildverarbeitung" ein.

Zwischen dem Institut FORWISS der Universität Passau und dem in Fürth angesiedelten Bereich Entwicklungszentrum Röntgentechnik des Fraunhofer IIS gibt es nun fachliche und personelle Verbindungen auf dem Arbeitsgebiet "wissensbasierte Bildverarbeitung".

Ziel ist es, aus verschiedensten zerstörungsfrei messenden Sensorquellen diejenigen relevanten digitalen Informationen zu extrahieren, die eine Steuerung bzw. Regelung im Sinne eines Prozess-Monitorings ermöglichen. Dies hat zur Folge, dass zunehmend große und hochkomplexe Datenmengen entstehen, die oft nicht mehr mit klassischer digitaler Bildverarbeitung bearbeitet werden können. Insbesondere sollen Bildverarbeitungsstrategien und -operatoren mit neuen, intelligenten Ansätzen im Sinne Maschinellen Lernens bzw. Deep Learnings erforscht und entwickelt werden.

Die Kooperation umfasst beispielsweise die Zusammenarbeit bei Lehr- und Forschungsaufgaben, die Durchführung von gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen sowie die gegenseitige Nutzung von Geräten und Infrastruktur.

Zunächst arbeiten insgesamt vier Mitarbeiter in dieser Forschungsgruppe mit. Die Ausdehnung dieser Zusammenarbeit auf Lehrstühle und Professuren verwandter Wissensgebiete ist angedacht. Leiter der Forschergruppe ist Professor Dr. Tomas Sauer, Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik mit dem Schwerpunkt Digitale Bildverarbeitung und Leiter des Instituts FORWISS. Die Gruppe wird zunächst für drei Jahre eingerichtet und soll bei erfolgreicher Evaluation verlängert werden.
Fraunhofer finanziert sich zu rund 70 Prozent aus Auftragsforschung für die Industrie und aus öffentlich geförderten Projekten, nur 30 Prozent sind staatliche Grundfinanzierung. Voraussetzung für einen Erfolg sind also entsprechende Aufträge aus der Wirtschaft sowie erfolgreiche Antragsstellungen – davon ist auch ein mögliches Wachstum der Forschergruppe abhängig. -red






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