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Hochschulen Ostbayern  |  10.06.2017  |  09:52 Uhr

Mehr Studienabbrecher: In Region vor allem MINT-Fächer betroffen

von Christina Fleischmann

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An deutschen Hochschulen bricht fast jeder Dritte in der Frühphase sein Studium ab und muss sich neu orientieren. Nach einer aktuellen Studie stieg die Abbruchquote bei Bachelor-Studenten im Vergleich zu früheren Untersuchungen von 28 auf 29 Prozent. Besonders stark betroffen sind die mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge. Auch in der Region sind die Aussteigerquoten in den MINT-Fächern am höchsten.

"Bei den Studienabbrechern ist es oft so, dass sie zu schlecht vorbereitet von der Schule kommen", sagt Gregor Jaburek, Kanzler der Technischen Hochschule Deggendorf. Gerade in Mathe gebe es häufig Defizite in den Grundlagen – die jedoch für alle technischen Studiengänge gebraucht werden.

Wie viele Studienabbrecher es an der Universität Passau gibt, sei schwer festzustellen, teilt Sprecherin Anja Schuster mit. Eine Exmatrikulation könne verschiedene Gründe haben, auch einen Fach- oder Hochschulwechsel. Zu beobachten sei aber auch in Passau: "In den MINT-Fächern liegen die Aussteigerquoten – bezogen auf die Bachelorstudiengänge – vergleichsweise höher als in anderen Disziplinen."

An der Hochschule Landshut werden "Studienzweifler" beraten und bei Bedarf an entsprechende Stellen wie IHK, HWK oder Agentur für Arbeit weitervermittelt. Studenten entscheiden nicht immer selbst über den Abbruch des Studiums, heißt es. Wenn sie mehrmals durch eine Prüfung gefallen sind, etwa in technischen Fächern wie Maschinenbau, werden sie unfreiwillig exmatrikuliert.

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