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09.06.2017  |  12:49 Uhr

Kritik an AfD-Redner: Uni verteidigt offenen Diskurs

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Diskussion im Audimax: Am Montag wird Stefan Möller (AfD) zum Thema Medien an der Uni Passau referieren. −Symbolfoto: Archiv/Jäger

Diskussion im Audimax: Am Montag wird Stefan Möller (AfD) zum Thema Medien an der Uni Passau referieren. −Symbolfoto: Archiv/Jäger

Diskussion im Audimax: Am Montag wird Stefan Möller (AfD) zum Thema Medien an der Uni Passau referieren. −Symbolfoto: Archiv/Jäger

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Stefan Möller, Landessprecher AfD Thüringen, zu Gast bei den Passauer Politiktagen? Wie schon in den Vorjahren sorgt die Nachricht, dass ein AfD-Mitglied zur Diskussion an die Uni geladen ist, für Missmut. Die LUKS (Liste der unabhängigen kritischen Studen*innen) hat einen offenen Brief verfasst und darin massive Vorwürfe erhoben. Die Universität und die Organisatoren weisen diese zurück und betonen, wie wichtig es ist, im demokratischen Diskurs gegensätzliche Meinungen zuzulassen.

Am Montag, 12. Juni, soll Möller im Rahmen der Veranstaltung "Die 4. Gewalt. Die Macht der Medien" diskutieren – zusammen mit Prof. Dr. Christoph Neuberger (Medienwissenschaft und Kommunikationsforschung LMU München), Stefan Koldehoff ( Redaktionsleiter @mediasres) und Prof. Dr. Frank Überall (Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes). "Ihr bietet Rechtsextremist*innen eine Bühne", lautet der Vorwurf der LUKS. Es sei nicht nachvollziehbar, warum ein Politiker, der nichts mit Medien zu tun habe, mit Medienwissenschaftlern auf ein Podium gesetzt werde.

Die Studenten, die die Passauer Politiktage organisieren, setzen sich gegen die Anschuldigungen entschieden zur Wehr. Als Vertreter der AfD könne Möller einen wertvollen Beitrag zur Diskussion über die Rolle der Medien im politischen Alltag der Bürger leisten. Die AfD sei für ihre wiederholte scharfe Kritik an den Medien bekannt, sehe sich aber gleichzeitig starker kritischer Berichterstattung ausgesetzt. Außerdem gehe es in der Veranstaltung um "alternative Informationskanäle" für politische Bildung im Internet – ein Phänomen,von dem vor allem die AfD profitiere. "In diesem Kontext ist die Position von Herrn Möller und der AfD relevant", heißt es von Seiten der Studenten.
Bei den zehntägigen Politiktagen versuche man zudem, einen umfassenden Überblick über die aktuelle politische Landschaft zu ermöglichen. Vertreter verschiedenster Parteien seien eingeladen. "Unangenehme politische Meinungen verschwinden nicht dadurch, dass man sie ignoriert. Wir begrüßen den Brief der LUKS als Beitrag zu eben jenem politischen Diskurs, den wir mit den Passauer Politiktagen fördern möchten."

Die Universitätsleitung sieht dies genauso. "Als Universität Passau treten wir mit aller Überzeugung für ein weltoffenes, friedliches Miteinander ein", sagt Pressesprecherin Katrina Jordan. "Weltoffenheit heißt für uns auch, dass wir den demokratischen Diskurs gegensätzlicher Meinungen auf dem Campus zulassen." Ein Ausschluss bestimmter politischer Gruppen passe nicht in dieses Selbstverständnis. Die Passauer Politiktage, die jeden Sommer von Studenten organisiert werden, ermöglichen, so Jordan, einen höchst lebendigen und niveauvollen Dialog zwischen Studierenden, Wissenschaftlern, Bürgern und Vertretern aller politischen Richtungen auf dem Campus. "Wir halten es im Sinne einer freien Meinungsbildung, eines offenen Miteinanders und unseres gesellschaftlichen Auftrags als Universität für unverzichtbar, diesem Dialog ein Forum zu bieten." − dpl






 

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