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Dingolfing  |  12.04.2016  |  13:51 Uhr

Technologiezentrum PULS eröffnet: Außenstelle der HS Landshut

von Thomas Maile

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Im Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme werden vier Professoren mit ihren Studenten erforschen, wie moderne und effiziente Produktion in der Zukunft ausschaut. Am gestrigen Freitag wurde es feierlich von Staatsminister Ludwig Spaenle eröffnet. − Foto: Birgmann

Im Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme werden vier Professoren mit ihren Studenten erforschen, wie moderne und effiziente Produktion in der Zukunft ausschaut. Am gestrigen Freitag wurde es feierlich von Staatsminister Ludwig Spaenle eröffnet. − Foto: Birgmann

Im Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme werden vier Professoren mit ihren Studenten erforschen, wie moderne und effiziente Produktion in der Zukunft ausschaut. Am gestrigen Freitag wurde es feierlich von Staatsminister Ludwig Spaenle eröffnet. − Foto: Birgmann


Wissenschaftlich arbeiten und die Ergebnisse sofort in die Praxis umsetzen – das ist der Traum vieler Akademiker, vor allem aber vieler Unternehmer. In Dingolfing ist er nun wahr geworden: Dort wurde am 8. April das "Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme" (TZ PULS) von Staatsminister Ludwig Spaenle eröffnet – ein Gemeinschaftsprojekt von Hochschule Landshut, Stadt Dingolfing und vielen Unternehmen aus der Region.

Einfach gesagt, geht es im TZ PULS darum, wissenschaftlich und praktisch zu erforschen, wie die Produktion der Zukunft ausschaut. Dafür wurde – neben Labors oder Lehrsälen – eine komplette mittelständische Fabrik nachgebildet, vom Warenein- bis zum Warenausgang. Diese Lernfabrik ist ein "Alleinstellungsmerkmal", so TZ-Leiter Prof. Dr. Markus Schneider – es gibt sie in dieser Form nicht noch einmal. Und sie hat einen immensen Vorteil: Die Anlagen können, im Gegensatz zu einer realen Produktion, blitzschnell umgebaut werden.

Weitere Besonderheiten des TZ PULS sind seine Entstehung und seine Finanzierung: Die Stadt Dingolfing hat sich seit 2011 aktiv um die Entstehung bemüht und den Bau aus eigenen Mitteln für 12,5 Millionen Euro hingestellt. Die Lehre – mit vier Professoren und bis zu 20 Mitarbeitern – übernimmt die Hochschule Landshut. Die Ausstattung der Fabrik haben die am TZ beteiligten Unternehmen und Ausrüster spendiert: im Wert von über 1,5 Millionen Euro.

Von staatlicher Förderung (noch) keine Spur, das TZ in Dingolfing ist das erste und einzige in Bayern, das gänzlich ohne Anschubfinanzierung durch den Freistaat auf die Beine gestellt wurde, wie Prof. Dr. Karl Stoffel, der Präsident der Hochschule Landshut, stolz anmerkt. Auf seine Hoffnung in Richtung Minister Spaenle gesprochen, dass Dingolfing nach einer gewissen Anlaufphase wie andere auch eine jährliche Förderung für den laufenden Betrieb erhalten möge, erhielt er gestern allerdings keine Antwort.

Angeboten werden in Dingolfing zwei berufsbegleitende Masterstudiengänge: "Prozessmanagement und Ressourceneffizienz" sowie "Werteorientiertes Produktmanagement". Dahinter versteckt sich "der Megatrend der Produktion, der Ressourcenmangel", so Prof. Dr. Sven Roeren, Vize-Leiter des TZ. Der Rohstoff, an dem es mangelt, seien Fachkräfte. In Dingolfing soll also erforscht werden, wie Produktion mit immer weniger Mitarbeitern noch effizienter werden kann.

Die Unternehmen beteiligen sich am TZ PULS, weil sie sich Vorteile erhoffen. Uwe Bald, Personalleiter im BMW-Werk Dingolfing: "Die Region lebt vom Wissen. Dieses Wissen muss aber von uns und anderen erarbeitet werden. Und dieses Wissen ist kein Selbstzweck, sondern muss ständig weiterentwickelt, weitergegeben und untereinander ausgetauscht werden. Das Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme komplettiert das." Oder ganz einfach formuliert: "Wissenschaftliche Erkenntnisse sofort in der Produktion umsetzen können ist ein Wettbewerbsvorteil", so Konrad Sigl, Geschäftsführer der SAR Electronic GmbH Dingolfing.






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