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TH Deggendorf  |  24.09.2017  |  06:33 Uhr

La buena vida – Medienprofessor erneut ausgezeichnet

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Der Deggendorfer Medienprofessor Jens Schanze (Buch und Regie) sowie Börres Weiffenbach (Kamera), seines Zeichens Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Deggendorf, erhalten den diesjährigen Robert Geisendörfer Preis für den Dokumentarfilm LA BUENA VIDA - DAS GUTE LEBEN.

Mit dem Medienpreis der Evangelischen Kirche werden seit 1983 Filme ausgezeichnet, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken, zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, Völkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter sowie zur Überwindung von Gewalt beitragen.

Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen: "Der Film zeigt die Konsequenzen der billigen Förderung von Kohle im Norden Kolumbiens am Beispiel einer Dorfumsiedlung. Ein bildlich überwältigendes Zeugnis und ein bedrückendes Exempel für die von Großkonzernen rücksichtslos betriebene Natur- und Lebensraumzerstörung, poetisch wie ein filmischer Essay und spannend wie ein Wirtschaftsthriller."

Die Preisverleihung findet am 10. Oktober beim Bayerischen Rundfunk in München statt. Gastgeber ist BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

LA BUENA VIDA - DAS GUTE LEBEN wurde darüber hinaus laut Mitteilung der deutschen Sektion von Amnesty International auch für den Marler Medienpreis Menschenrechte nominiert. Diese Preisverleihung findet am 14. Oktober 2017 in Marl statt.

Im Herbst wird der Film beim Verzio Human Rights Documentary Film Festival in Budapest (Ungarn), beim Festival Escales Documentaire in La Rochelle (Frankreich) sowie beim Native Spirit Film Festival in London gezeigt.

Seit der Festivalpremiere im April 2015 wurde der Film weltweit zu 43 Filmfestivals eingeladen.

LA BUENA VIDA - DAS GUTE LEBEN erhielt bisher elf Festivalauszeichnungen, bekam den Bayerischen Filmpreis 2015 und wurde in die Vorauswahl zum Europäischen Filmpreis gewählt.
Der Film ist eine Koproduktion von Mascha Film (München), soap factory (Basel) und ZDF/3sat, gefördert durch FFF Bayern, Film- und Medienstiftung NRW, Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, DFFF, Schweizer Bundesamt für Kultur (EDI), Fachausschuss Audiovision & Multimedia der Kantone Basel-Stadt & Basel-Landschaft.

Der Film erzählt die Geschichte der Wayuu-Gemeinschaft Tamaquito in Kolumbien, die in den Sog der Globalisierung gerät. Das Dorf muss dem Kohletagebau "El Cerrejón" weichen, aus dem u.a. die deutschen Stromkonzerne RWE, E.on/Uniper, EnBW, Vattenfall, Trianel und STEAG sowie zahlreiche kommunale Stromversorger (Stadtwerke) Steinkohle für ihre Kraftwerke beziehen. Seit der Umsiedlung durch die Bergbaugesellschaft Cerrejón vor vier Jahren sind die Lebensumstände der Menschen in Tamaquito äußerst prekär. Es fehlt noch immer an Trinkwasser und einer Existenzgrundlage, die das Überleben der Dorfgemeinschaft am neuen Standort sichert. Das kolumbianische Unternehmen Cerrejón ist im Besitz der drei Rohstoffkonzerne Glencore (Schweiz), Anglo American (Großbritannien) und BHP Billiton (Australien). Weitere Informationen zum Film findet man unter: http://www.dasguteleben-film.de -red






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