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Uni Passau  |  16.01.2017  |  15:31 Uhr

Das große Wuseln in der Unikinderkrippe "Krümelkiste"

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Morgens um 8.30 Uhr herrscht in der Unikinderkrippe "Krümelkiste" Hochbetrieb, im Foyer der Krippe ist das große Wuseln ausgebrochen. Die kleinen Kinder, die durch den Raum huschen, betrachten alle Neuankömmlinge mit der typischen Mischung aus kindlichem Argwohn und glubsch-äugiger Neugier. Sie sind aber nicht die einzigen, die hier wuseln. Zu dieser Stoßzeit geben viele Eltern ihre Kinder hier ab, die meisten Studenten, einige arbeiten an der Universität. Zum Reden bleibt wenig Zeit, sobald sie ihre Kinder gut versorgt wissen ist Eile geboten – ab zur nächsten Vorlesung oder ins Büro. Mittendrin steht Andrea Stengele. Seit etwas mehr als vier Monaten ist sie die neue Leiterin der "Krümelkiste", eine von drei Uni-Krippen in Niederbayern und der Oberpfalz, die vom Verein Campuskinder getragen werden. Sie arbeitet gerne hier, ihren Beruf beschreibt sie als kurzweilig, abwechslungsreich und vielseitig. Sie habe eine gut funktionierende Krippe übernommen, ihre Mitarbeiterinnen seien ein eingespieltes Team. Vor allem macht ihr die Arbeit mit den Kindern Spaß.

Stengele hat stets ein offenes Ohr für die Belange der Eltern. Auf die Frage einer amerikanischen Mutter, die sich nach den Betreuungsmöglichkeiten an bestimmten Tagen erkundigt, weiß sie prompt Rat, auch auf Englisch: "Eines der ersten Dinge, die ich gebraucht habe, war ein englisches Wörterbuch der Pädagogik", sagt sie lachend. Das mache ihr nichts aus, im Gegenteil: Sie genießt die kulturelle Vielfalt und Internationalität am Passauer Campus, ihre Schützlinge stammen etwa aus Japan, Russland und den USA.

Einer Erhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge sind knapp fünf Prozent aller Studierenden in Deutschland Eltern mit mindestens einem Kind. Dagegen nehmen sich die 1,8 Prozent der Studierenden in Passau, die im Sommer 2013 bei einer Umfrage angaben, Eltern zu sein, vergleichsweise gering aus. Dennoch sind Einrichtungen wie die Unikinderkrippe unerlässlich, um Studierenden und Mitarbeitern der Universität den Spagat zwischen Erziehung und Arbeit beziehungsweise Studium zu ermöglichen. Die Auslastung der Krabbelgruppen spricht Bände: "Wir sind sehr stark an der Grenze", sagt Stengele, "wir können nicht alle aufnehmen, die wir aufnehmen möchten." Das Problem ist ein räumliches: mit 24 Kindern im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren, verteilt auf zwei Gruppen, ist das Boot voll. Für mehr Gruppen fehlt schlicht der Platz. Mehr Räumlichkeiten zu schaffen sei daher, so Stengele, ein Planungspunkt, den es in Zukunft anzugehen gelte.

Aufgrund des Platzmangels gebe es "derzeit leider auch für Studenten eine Warteliste", obwohl die Kinder studierender Eltern Priorität genießen. 13 der 24 Kinder haben studierende Eltern, neun sind Kinder von Mitarbeitern der Universität.

Dass der Andrang groß ist, ist angesichts der Lage direkt am Campus und der Preise kein Wunder: die Angebote reichen von halbtags ab 125 bis zur zehnstündigen Ganztagsbetreuung für 215 Euro monatlich. "Rein wirtschaftlich", so Stengele, "sind die Preise viel zu niedrig. Aber ich finde es gut, dass sie so sind. Wie sollen das sonst Studenten ohne Einkommen finanzieren?"

Dass die Situation ganz anders sein kann, weiß Marie-Helen Wünsch. Sie arbeitet an der Uni im Referat Gleichstellung, das sich ebenfalls der Familienfreundlichkeit der Uni verschrieben hat. Ihre 20 Monate alte Tochter besucht die "Krümelkiste" seit Juni 2016. Sie beschreibt die Krippe als "sehr gut, sehr familiär, sehr übersichtlich" und freut sich, dass die Betreuungssituation in Passau so gut geregelt sei. "In Passau gibt es Plätze, wenn man sich darum kümmert und früh genug anmeldet." In München könne man damit nicht rechnen. Eine Freundin habe ihr Kind dort bereits im dritten Schwangerschaftsmonat bei einer Krippe anmelden wollen. "Sie wurde dann gefragt, warum sie sich erst ‘so spät‘ meldet und ist dann auf Warteplatz 75 gelandet. Dort kostet so ein Krippenplatz auch 500 Euro im Monat." Damit würde das Gehalt eines Nebenjobs praktisch komplett für die Betreuung draufgehen.

"Wir haben hier noch keine Zustände wie in der Großstadt", sagt Stengele. Zwar könne sie die durchschnittliche Wartezeit nicht voraussagen, doch "es werden normalerweise in vernünftigen, machbaren Zeitabständen Plätze frei. Ich kann nur raten: Kommen Sie vorbei und schauen Sie sich mal bei uns um. Geduld zahlt sich aus."






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