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Hochschule Landshut  |  13.05.2015  |  13:04 Uhr

Neuer Studiengang: Die Nervenbahnen des Autos ergründen

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Gut 60 Kilogramm schwer, rund drei Kilometer Gesamtlänge und bis zu 3000 Steckkontakte – der Kabelbaum in einem Auto. Es versorgt alle Geräte mit Strom und vernetzt einzelne Teile für den Datenaustausch. Diesem hochkomplexen Gebilde widmet sich der neue Masterstudiengang Bordnetzentwicklung an der Hochschule Landshut. Die zukünftigen Absolventen können Kabelbäume entwerfen. Der neue Studiengang soll ab kommenden Wintersemester angeboten werden. "Die Anzahl der Studienplätze ist an sich nicht begrenzt", sagt Pressesprecher Henner Euting von der Hochschule Landshut. Lediglich die Studienvoraussetzungen müssen erfüllt sein.

"Da jedes Auto individuell ausgestattet ist, gibt es beispielsweise bei einem 1er BMW bis 50 Millionen verschiedene Möglichkeiten und Eigenschaften, wie ein Kabelbaum aufgebaut werden kann", erklärt Studiengangleiter Prof. Mathias Rausch in der Pressemitteilung. Nicht nur die diversen Fahrzeugmodelle und Ausstattungsvarianten, auch die Materialeigenschaften der verschiedenen Kabel, die benötigten Spannungen und Stromstärken der Fahrzeugteile sowie die Umweltbedingungen bestimmen die Struktur eines Kabelbaums.

Der Bedarf am Markt für die Fachkräfte sei gegeben. "Wir stehen stetig im Kontakt mit der Automobilbranche. Dadurch wissen wir, dass es in dem Bereich einen Mangel an Fachkräften gibt", sagt Euting. Der Studiengang Bordnetzentwicklung richtet sich vor allem an die Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieur-wesen und Fahrzeugtechnik. "Im Studium kommen Elektrik und Mechanik zusammen", sagt Prof. Rausch. Neben den technischen Lehrinhalten steht auch die Logistik im Zentrum des Studiums. "Heutzutage werden Autos und ihre Bestandteile in mehreren Ländern hergestellt und zusammengebaut." Das Studium dauert drei Semester und wird mit einem Master of Engineering abgeschlossen. − tis






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