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Hochschulleben  |  10.09.2014  |  12:52 Uhr

Als Deutschlehrer im Ausland Erfahrungen sammeln

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Moritz Winkelmann (1. Reihe, rechts) hat am Amherst-College in den USA Deutsch unterrichtet. Für den Studenten war es eine aufregende Zeit. − Foto: dpa

Moritz Winkelmann (1. Reihe, rechts) hat am Amherst-College in den USA Deutsch unterrichtet. Für den Studenten war es eine aufregende Zeit. − Foto: dpa

Moritz Winkelmann (1. Reihe, rechts) hat am Amherst-College in den USA Deutsch unterrichtet. Für den Studenten war es eine aufregende Zeit. − Foto: dpa


Nicht nur Lehramtsstudenten profitieren von der Arbeit als Deutschlehrer im Ausland. Verschiedene Programme bieten Studenten die Möglichkeit, in der Ferne anderen ihre eigene Kultur ein Stück näherzubringen – und selbst noch etwas dazuzulernen.

Deutsche Grammatik und Vokabeln unterrichten, Infoabende oder Filmaufführungen organisieren und Vorurteile über Deutschland abbauen: Während seiner Zeit am Amherst-College in Massachusetts wurde es Moritz Winkelmann nie langweilig. Der Student ging als Teaching Assistant in die USA und versuchte, den Amerikanern deutsche Sprache und Kultur näherzubringen.

Als Fremdsprachenassistenten unterrichten Studenten oder Doktoranden an ausländischen Bildungseinrichtungen die deutsche Sprache - sowohl an Universitäten als auch an Schulen. Im Vordergrund stehen Völkerverständigung und kultureller Austausch. Lehramts-Student Winkelmann bewarb sich damals für ein USA-Programm der Universität Göttingen, an der er Englisch und Geschichte studierte. Aber auch die Robert-Bosch-Stiftung, der Freiwilligenaustauschdienst Kulturweit oder das Goethe-Institut bieten ähnliche Programme.

Oft haben die deutschen Kulturvermittler die Möglichkeit, zusätzliche Kurse an den ausländischen Gasthochschulen zu besuchen. Ebenso gibt es meist eine finanzielle Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit. Die Aufenthaltsdauer variiert von einigen Monaten bis zu einem Jahr.

Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) zum Beispiel bietet Programme an, bei denen die Assistenzkräfte vorwiegend in der Sekundarstufe an Schulen unterrichten. Mexiko, China, Neuseeland oder Italien sind nur einige Einsatzländer, zwischen denen Studenten wählen können. "Neben pädagogischen Vorkenntnissen sollten Bewerber Flexibilität, Offenheit und Anpassungsfähigkeit mitbringen", erläutert Günter Jacob vom PAD.

Akademisches Auslandsamt der Uni Passau rät vor allem zu "Flexibilität"Interessierte Studenten sollten sich früh über die verschiedenen Programme und die Auswahlkriterien auf deren Webseiten informieren. Je nach Programm müssen Bewerber mit bis zu einem Jahr Vorlauf rechnen. Stefanie Dallmeier vom Akademischen Auslandsamt der Universität Passau betont außerdem: "Flexibilität ist gefragt." Schließlich können sich die Studenten häufig ihren Einsatzort nicht aussuchen, sondern werden zugeteilt. Einige Programme haben auch Beschränkungen: Das Programm Fremdsprachenassistenten im Ausland des PAD richtet sich vorwiegend an Lehramtsstudenten. "Bewerber sollten einen Lehrberuf in der Sprache des Gastlandes anstreben und diese auch studieren", erklärt Günter Jacob.

Anna Brixa studierte Neuere deutsche Literatur sowie Osteuropa- und Nordamerikastudien. Sie zog es als Fremdsprachenassistentin nach Russland und in die Ukraine. Mit dem Programm Sprachassistenten GUS des Goethe-Instituts ging sie gleich mehrfach ins Ausland. "Als Erstes war ich im russischen Wolgograd", erzählt sie. Neben Studenten unterrichtete sie dort auch Spätaussiedler. Besonders angetan war sie von deren ungebremstem Interesse an deutscher Sprache und Kultur. Sie erzählt: "Sogar als ich an einem heißen Sommerabend einen Film zeigte, platze der Raum aus allen Nähten."

"Das, was man unterrichtet, sollte man aus erster Hand kennen"Ein Auslandsaufenthalt als Fremdsprachenassistent hat klare Vorteile. Jacob vom PAD hebt besonders die Verbesserung der interkulturellen Kompetenzen hervor. "Durch das Leben und Arbeiten im Ausland reifen Teilnehmer auch persönlich sehr stark." Brixa hat die Erfahrung gemacht, dass man ohne missionarische Grundhaltung ins Gastland gehen sollte. Nur so konnte sie Vorurteile abbauen und schließlich von der russischen Lebensweise auch etwas lernen. Gleichzeitig ist die Arbeit als Kulturvermittler eine Chance, pädagogisch-didaktische Fähigkeiten ohne den Leistungsdruck des Referendariats zu erlernen.

Stefanie Dallmeier von der Uni Passau findet, dass jeder, der später eine Fremdsprache unterrichtet, für einige Zeit im Ausland gelebt haben sollte: "Ob Sprache oder kulturelle Besonderheiten: Das, was man unterrichtet, sollte man auch aus erster Hand kennen."

Die Zeit als Teaching Assistant hat Moritz Winkelmann auch die Augen über sich selbst geöffnet: "Ohne diese Erfahrung hätte ich sicherlich an meinem Ziel, Lehrer zu werden, festgehalten." Motiviert durch seine Erfahrungen entschied er sich stattdessen für einen Master in Internationaler Politik. − dpa






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