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28.06.2017  |  10:00 Uhr

Tanz im Trägertal

Feiern, wo sich Fuchs und Ente sonst gute Nacht sagen

von Elora Born

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Stellt man sich vor, man stünde an einem lauen Sommerabend auf einer Waldlichtung, dann fühlt man Ruhe, Friedlichkeit und eine Stille, die nur durch Vogelgezwitscher gebrochen werden kann. Man legt sich ins grüne Gras, setzt die Kopfhörer auf, lauscht für ein paar Minuten seiner Lieblingsmusik und flüchtet in eine andere Welt.

So oder so ungefähr haben sich das sicher auch die Macher vom "Tanz im Trägertal" gedacht. Das Trägertal ist eine kleine Lichtung mitten im Passauer Stadtteil Hals. Normalerweise ist dieser Ort eher weniger bekannt für laute Bässe, Menschenansammlungen und herumliegende Bierflaschen. Doch einmal im Jahr treffen sich dort naturverbundene und feierwillige Studenten, die weit weg von der hektischen Stadt in den Sonnenuntergang tanzen.

Über Facebook sind alle Tickets restlos ausverkauft und es beginnt das große Bieten. Für den dreifachen Preis verkaufen unentschlossene Studenten ihre Eintrittskarte an solche, die das Festival auf keinen Fall verpassen wollen. Was mir zunächst wie ein kleines, unscheinbares Insiderfestival vorkam, entpuppt sich in den letzten Minuten vor Beginn zu einem Hype. Nachdem sich die Veranstaltung rumgesprochen hat, will jeder zumindest sehen, worum es sich bei dieser Samstagsbeschäftigung handelt. Und jeder muss hin, weil der andere auch hingeht. Viele glückliche Studenten stehen aufgeregt mit ihrem stylisch designten Ticket vor dem Einlass. Die Leerausgegangenen sind sogar so enttäuscht, dass sie den Versuch anstellen, eine Gegenparty auf der Innwiese zu organisieren. Ob diese ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten.

Zwischen Wohnhäusern kraxeln wir einen steinigen Weg zum Festivalgelände hinauf. Links von uns entdecken wir die typisch blauen Festivaltoiletten, rechts steht eine Fotobox. Der Weg nach oben ist mit Lichterketten und bunten Accessoires geschmückt. Auf der Lichtung angekommen, kann man sich recht schnell einen Überblick verschaffen. Das Gelände ist nicht groß, wirkt eher wie ein gemütlicher Schrebergarten, in dem eine Geburtstagsparty stattfindet. Die Sitzecke mit Grill, der Getränke- und Essenstand und die Bühne, alles einfach und trotzdem so gemütlich und geschmackvoll hergerichtet.

Wir holen uns die Getränkemarken, Fugenkreuze für Fliesen dienen als Pfandmarke. An der Bar werden wir nicht überhäuft mit unzähligen Getränken, aus denen man willkürlich auswählt, sondern haben ganz klassisch Bier, Weinschorle, Cola oder Wasser zur Auswahl. Am Essenstand gibt es selbstgemachte Wraps, die wie ich finde, total auf die Diversität des Publikums angepasst sind. Hünchenrolle, Vegirolle oder Vegarolle – für jedes Belieben etwas dabei. Ich fühle mich sehr wohl, denn das ganze Festival wirkt nicht abgehoben und neomodern, sondern bringt alles mit, was sich so manche große Festivals wünschen würden: Entspannung, gelassene Gäste und eine freundschaftliche, private Atmosphäre. Gegen Abend füllt sich der Platz immer mehr, ist aber nie so voll, dass man sich drängen muss. Bei elektronischer Musik, gutem Essen und einem Sonnenuntergang, wie er im Buch steht, tanzen wir mit circa 600 anderen Menschen in die Samstagnacht.

Mittlerweile vermischt sich das Schwarz der Nacht mit dem bunten, flackernden Scheinwerferlicht der Bühne und dem warmweißen Licht der Lichterketten. Leider wird es schon Zeit für den Weg nach Hause oder die Aftershowparty in der Stadt. Glückliche Menschen wandern den Weg, den sie vor acht Stunden erwartungsvoll erklommen haben, befriedigt wieder zurück. Unten angekommen warten wir auf den Bus, der uns heimwärts in die hektische, laute Stadt fährt. In der Hand das oldschool Polaroidbild aus der Fotobox, das uns noch ein bisschen träumen lässt.







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