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Zugegeben, das Thema gibt es schon zig Mal im Internet. Aber mal ganz ehrlich: Können Plätzchen aufhören, einen glücklich zu machen? Kann man wirklich jemals genug haben von diesen kleinen, buttrigen Stückchen essbarem Glück? Setzt sich jemand an Weihnachten an einen Tisch, auf dem ein randvoll gefüllter Plätzchenteller steht, mit all diesen wunderbaren Kipferln, Sternen und Lebkuchen, und sagt aus vollstem Herzen "Nein Danke."?

Ich jedenfalls nicht. Und wer auch immer diese Leute sein mögen, die das tun - dieser Blogbeitrag ist vermutlich wirklich nichts für euch. Denn wenn es auch nur irgendwie salonfähig wäre, würde ich das ganze Jahr über Plätzchen essen - ich habe nicht umsonst auch Häschen-Ausstecher. Genau aus diesem Grund werde ich auch nicht müde mir Bilder, Blogs und Videos über Plätzchen anzugucken oder mir seitenweise Backanleitungen durchzulesen. Jedes Rezept hat schließlich seinen ganz eigenen Charakter. Selbst wenn die Zutaten für den ungeübten Bäcker auf den ersten Blick alle sehr ähnlich klingen, so sind sie doch verschieden. Und eine Sache, die zu Weihnachten gehört wie die Oma, die nach zu viel Rum im Tee auf der Couch einschläft oder die Katze, die den Weihnachtsbaum anspringt und ihn umwirft, ist die Tatsache, dass Plätzchen immer schneller gegessen als gebacken sind. Ob das an einem schwarzen Loch im Raum-Zeit-Kontinuum liegt oder (unwahrscheinlicher) wir einfach ein bisschen verfressen sind, können wir nicht abschließend beantworten. Was wir aber können, ist euch die Ergebnisse unseres Plätzchentests vorzustellen. Wir haben neben einem (jetzt nicht mehr so) streng geheimen Butterplätzchen-Rezept von Omi Anni auch noch eine Backmischung und einen Fertigteig aus dem Kühlregal für euch getestet. Genug geredet - an die Plätzchen, fertig, los!

Test 1 - Plätzchenteig selbst herstellen

PRO: Schmeckt so, so lecker!
CONTRA: Kostet Zeit - und manchmal auch Nerven.

Den Plätzchenteig selber herzustellen kostet zugegebenermaßen etwas Zeit. Inklusive einer Stunde Kühlzeit haben wir gute zwei Stunden gebraucht, bis das erste Blech heiße Plätzchen aus dem Ofen kam. Dafür ist der Preis recht günstig, denn die meisten Sachen hat wohl fast jeder im Vorrat zuhause. Omi Anni's Rezept findet ihr in der Grafik ganz unten neben dem Fazit (diese Menge reicht übrigens für eine ganze Fußballmannschaft & ungefähr 10 Bleche). Das Ausrollen und Ausstechen des Teigs hat mit der selbstgemachten Version am besten funktioniert, der Teig ist geschmeidig und bricht oder reißt nicht. Eigentlich hat diese Methode einfach am meisten Spaß gemacht, auch wenn man sich etwas Zeit nehmen muss. Wir finden aber, dass es das Endergebnis auf jeden Fall wert ist - geschmacklich sind diese Plätzchen nämlich unser Testsieger.

Omi Annis Tipp: Die heißen Plätzchen in einer Zucker-Zimt-Mischung wälzen oder bestreuen - schmeckt (falls das überhaupt geht) noch mehr nach Weihnachten.

Test 2 - Backmischung

PRO: Schnell. Erstaunlich lecker. Nur zwei zusätzliche Zutaten benötigt.
CONTRA: Etwas teurer.

Unsere "Plätzchen Backmischung"  für 1,99€ ist, wenn man sich die Zutatenliste genauer anschaut, eine einfache Mischung aus Mehl, Backpulver und Zucker. Dass keine Konservierungsstoffe oder unnötige Färbemittel enthalten sind, finden wir ziemlich gut. Frisch hinzu fügt man selbst noch Butter und ein Ei. Die Verarbeitung des Teigs war nicht ganz so schön wie bei der selbstgemachten Variante - dafür muss man ihn laut Anleitung aber nicht kühlen. Das spart Zeit - schon nach gut 40 Minuten kamen die ersten goldbraunen Plätzchen aus dem Ofen. Geschmacklich hat uns die Backmischung total überrascht - fast so gut wie selbstgemacht! Eine echte Alternative, wenn man nicht so viel Zeit oder keine Lust hat, um die Zutaten abzuwiegen.

Test 3 - Fertigteig aus dem Kühlregal

PRO: Geht sehr schnell.
CONTRA: Teuer. Unnötige/künstliche Inhaltsstoffe. Geschmack naja. Verarbeitung umständlich.

Wir hatten so große Hoffnungen in unseren 2,29€ Fertigteig gesetzt. Dass er uns in ungeahnter Lichtgeschwindigkeit frische, himmlisch duftende Plätzchen auf den Teller zaubert und wir nie wieder mit Butter und Ei verklebte Hände haben müssen. Doch leider ist die Realität selten so wie man sie sich erträumt. Man bringt gerade mal 2 Bleche mit Plätzchen aus der gekühlten Variante raus und kriegt fast einen Herzstillstand wenn man sich die Zutatenliste anguckt - denn die will einfach so gar nicht enden: Feuchthaltemittel, Antioxidationsmittel, Maisstärke, Weizenstärke und Glucose-Fructose-Sirup (übrigens einfach nur ein billiger Ersatz für Zucker). Sogar das umstrittene Palmöl (mitverantwortlich für Waldverlust & Artentod, sowie stark klimaschädlich) findet sich in unserem "Plätzchenteig". Daneben gibt es auch noch die etwas üblicheren Zutaten wie Mehl, Vanille, Zucker und Butter (übrigens wahnsinnige 6% Butter, nur mal kurz ausgerechnet bei Omi Annis Rezept hätten wir einen Butteranteil von fast 25%). Von der Hälfte der Zutaten hat Omi Anni jedenfalls noch nie irgendwas gehört. Leider schmeckt man das dann auch. Positiv ist aber, dass wir schon nach einer halben Stunde die ersten fertig gebackenen Plätzchen in Händen halten konnten. Allerdings fand ich das Plätzchen geschmacklich einfach nur katastrophal. Würde man mich es blind verkosten lassen, würde ich nie auf die Idee kommen, dass das hier ein Weihnachtsplätzchen sein soll. Es schmeckt einfach nur nach irgendeinem Teig. Andere Tester fanden es nicht ganz so dramatisch - der Fertigteig ist trotzdem unser geschmackliches Schlusslicht.

Rezept für Butterplätzchen (Klicken für größere Ansicht)

Rezept für Butterplätzchen (Klicken für größere Ansicht) | Kathrin Moch

Rezept für Butterplätzchen (Klicken für größere Ansicht) - Kathrin Moch


Fazit: Plätzchen essen macht mehr Spaß als Plätzchen backen. Plätzchen im Ofen können verbrennen. Wie im echten Leben sind beim Backen Dinge, die zu schön um wahr zu sein scheinen, genau das meistens auch (siehe Fertigteig).

Eigentliches Fazit: Wenn ihr eine liebe Oma, Mama, Freundin, Schwester habt, die für euch Plätzchen backen, dann stattet ihnen in den Feiertagen einen Besuch ab und kümmert euch gut um sie, denn an selbstgemachte Plätzchen kommt einfach kein Fertigteig der Welt ran. Und an Zusammensitzen und gemeinsam Essen und Lachen erst recht nichts. Aber die Backmischung hat sich ganz wacker geschlagen! Und jetzt ran die Plätzchen, lasst es euch schmecken!

Die TesterSchwestern wünschen euch frohe Weihnachten, schöne Feiertage und hemmungsloses Plätzchenfuttern, wir sehen uns 2018!

P.S.: Falls das mit dem "kein schlechtes Gewissen haben" über die Feiertage doch nicht so ganz von alleine klappt, haben unsere Freunde vom Blog "Probeschwitzen" jede Menge außergewöhnliche Sport Ideen für euch!






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Über TesterSchwestern




Ob Student, Geschäftsmann, Hausfrau oder Rentner: Niemand gibt gern zu viel Geld für Dinge aus, die am Ende doch nicht funktionieren. Daher testen wir - Anna, Kathi und Nadja - für euch auf diesem Blog verschiedene Produkte und Dienstleistungen, die uns den frostig kalten Winter in Passau verschönern sollen. Ist teuer wirklich immer besser als günstig, oder können uns auch die preiswerteren Alternativen überzeugen? Welches Gadget schafft es, uns den Alltag zu erleichtern und von welchem Serviceleister werden wir positiv überrascht? Wir testen für euch was das Zeug hält und stellen in den nächsten zwei Monaten sowohl die Testsieger, als auch die Verlierer auf unserem Blog vor. Denn Probieren geht über Studieren!

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Eure TesterSchwestern


Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




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