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Zahlen und Fakten  |  31.12.2017  |  12:00 Uhr

So steht es um die Welt der Serien

von Hannah Flacksmeier

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Passau, 2084. Die Stadt ist wie ausgestorben, Studenten laufen mit VR-Brillen von ihren Vorlesungen nach Hause. Keiner ist mehr auf der Straße. Warum? Sie sitzen alle in ihren Wohnungen und schauen Serien! Zumindest könnte ich mir das gut vorstellen. Denn schon heute ist Serienschauen sehr verbreitet. Wer eigentlich wie und wo und was schaut, soll mit den folgenden Infografiken aufgeklärt werden.

Das Marktforschungsunternehmen Splendid Research hat das Phänomen Serien mal genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass nur eine Minderheit überhaupt keine Serien schaut. Genauer gesagt sind es acht Prozent. Rund ein Fünftel der Bevölkerung begibt sich selten in den Sog der Serien und der Rest, sage und schreibe 71 Prozent, hat an mindestens zwei Tagen im vergangenen Monat eine Serie geschaut.

Serien Schauen

Quelle: Splendid Research - StreamTeam




Aber ich möchte ja nicht mit der Tür in's Haus fallen, also erstmal ein Überblick. Das Phänomen Binge-Watching ist verbreiteter als erwartet. Mehr als die Hälfte der Deutschen schaut sich der Studie zufolge öfter mehrere Folgen einer Serie hintereinander. Es gibt sogar einen kleinen Unterschied zwischen Frauen und Männern, was die Zahlungsbereitschaft angeht. Während Frauen nur 6,74 Euro monatlich für Serien ausgeben, sind es bei Männern schon 9,39 Euro. Nicht überraschend ist allerdings, dass junge Erwachsene im Alter von 18-29 Jahren am häufigsten Serien schauen. Bei den Genres sind sich die Deutschen einig: am liebsten werden Action-, Sci-Fi-, Krimi- und Comedy-Serien geschaut.

Serien Facts

Quellen: Splendid Research, Statista - StreamTeam




Hinter den meistgenutzten Streaming-Anbietern Amazon und Netflix folgen noch Maxdome und Sky. Amazon wir deswegen so häufig genutzt, weil eine ganze Menge an Filmen und Serien im Prime-Paket enthalten sind. Der Nutzer muss also nicht noch extra zahlen, um Zugang zum Video-Angebot zu bekommen.

Bezugsquellen von Serien

Quelle: Splendid Research - StreamTeam




Diese beiden Streaming-Plattformen werden, auch wieder weniger überraschend, vorwiegend von den Jüngeren genutzt. Die Älteren, also 50+, bleiben zum Serienschauen dem analogen Free-TV treu. DVDs haben heutzutage leider schlechte Karten. Nur noch knapp 20 Prozent der Deutschen schauen Serien über digitale Speichermedien.

Eine Serie fertig geschaut und was nun? Wie entscheide ich mich in dem riesigen Berg an Serien jetzt für eine neue? Laut einer Statista-Umfrage hören über die Hälfte der Deutschen auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Gleich danach folgt die Werbung und auf dem wohlverdienten dritten Platz liegt die gute alte Fernsehzeitschrift. Persönliche Empfehlungen der Streaming-Anbieter, die auf bereits gesehenen Serien basieren, schaffen es mit 19 Prozent nur auf den vierten Platz.

Das Thema Serien birgt allerdings noch einige interessante Fakten mehr, die teilweise zu erwarten sind, teilweise aber auch überraschend kommen. Ersteres trifft darauf zu, dass fast die Hälfte der Deutschen der Meinung sind, dass die besten Serien aus den USA kommen. Ist auch kein Wunder, denn ein Großteil wurde auch in den Vereinigten Staaten produziert. Demnach sind amerikanische Werke durch ihre Masse auch präsenter. Wenn ich mir die derzeit angesagten Serien anschaue, kann ich auch verstehen, dass ein Fünftel der Bevölkerung die zunehmende Gewalt stört. Narcos, The Walking Dead oder Game Of Thrones – überall ist Gewalt zu finden. In einer moralischen Diskussion lässt sich diskutieren, ob sie in diesem Ausmaß immer nötig ist. Ob mit oder ohne Gewalt, Serien sind beliebt. Und aus welchem anderen Grund als Unterhaltung würden Serien lieber geschaut werden? Viele finden jedoch, dass sie zu viel Zeit vor dem Fernsehen verbringen. Acht Prozent könnten sogar komplett auf die Flimmerkiste verzichten.

Aussagen über Serien

Quelle: Statista - StreamTeam






Das Themenfeld "(Fernseh-)Serien" und "Streaming" ist so dynamisch wie eh und je. Die Digitalisierung hat viele neue Möglichkeiten eröffnet, Serien und andere Bewegtbildformate lassen sich schneller und günstiger verbreiten und auch die Rezeption ist vielseitiger geworden. Der Zuschauer ist nicht mehr an ein bestimmtes Gerät zu einer bestimmten Zeit gebunden, sondern kann seine Lieblingsserie oft schauen wann und wo er will. Das alles ist zwar nichts Neues, aber es bleibt wichtig, wenn es um die Entwicklung des Themenfeldes geht. Und einige Trends in Richtung VR-Filmen lassen sich mit Google Daydream und der Netflix VR App auch schon erkennen.

Hoffentlich kommt es aber nicht zum Horror-Szenario, dass die Lieblingsserie in der VR-Brille auf Schritt und Tritt dabei ist.






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Game of Thrones, Pretty Little Liars, Stranger Things, How I Met Your Mother – die Auswahl ist riesig. Wöchentlich erscheinen neue Serien auf den Streaming-Plattformen und es wird immer schwieriger zu entscheiden, mit welchen Charakteren man seine Abende verbringen will.

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Viel Spaß beim Entdecken wünscht das StreamTeam - Anna, Felix, Hannah, Aqib und Luisa


Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




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