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20.07.2017  |  09:00 Uhr

Gaming in Deutschland - Massenphänomen oder Schnee von morgen?

von Max Bock

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Tabakfarbene Hornbrille, die altbewährte Kombination aus Karohemd und Oma's Strickpullover, ein Haarschnitt, den man bestenfalls "zeitlos" nennen könnte – so ähnlich stellt man sich Nerds und Zocker vor. Während ihre Kellerbräune im Sommer höchstens von frühromantischen Vorfahren gefeiert worden wäre, verschwinden sie auch im Winter in ihren Behausungen und werden nur beim nächsten Energy-Drink-Hamsterkauf am Wochenende gesichtet. Derartige Klischees gibt es wie Pixel in "Minecraft" – ihr Wahrheitsgehalt ist aber ungefähr so tiefgründig wie die Verschwörungstheorien um das Veröffentlichungsdatum von Valve's "Half-Life 3". Spätestens mit der vor Kurzem veröffentlichten Branchenbibel "A Guide to the German Gaming Industry" des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. werden einige Vorurteile mit Nachdruck infrage gestellt. Wer genau heutzutage was, wie und worauf spielt, soll mit diesen Infografiken geklärt werden - ganz klischeefrei und datenbasiert. Einzig die Zahl der Brillenträger bleibt ungeklärt.

Wer spielt?

Wer spielt? - Autor / Quelle: BIU / GfK


Videospielfans, eine Randgruppe der Gesellschaft? Wohl kaum. Inzwischen spielt fast jeder zweite Deutsche Computerspiele, 36% sitzen sogar regelmäßig vor dem Monitor. Wer jetzt an verspielte Jungs mit zu viel Freizeit denkt, der irrt: fast die Hälfte der Gamer in Deutschland sind Frauen. Dazu zieht sich das Zockertum durch alle Gesellschaftsschichten, denn alle Bildungsabschlüsse und Altersgruppen sind annähernd gleichmäßig vertreten. Diese breite Aufstellung findet sich zudem bei der Wahl der Geräte wieder:

Worauf wird gespielt?

Worauf wird gespielt? - Autor / Quelle: Statista


Dass hier das Smartphone seinen scheinbar allmächtigen Siegeszug fortführt, überrascht wenig – "Candy Crush" & Co. haben unglaubliche Fanbases. Die wahre Überraschung stellt dabei das Notebook dar: es ist Geräte-Klassikern wie der Spiele-Konsole und dem Desktop-PC mindestens um ein Zünglein voraus. Bleibt nur noch eine Frage offen: Welche Games sind die deutschen Favoriten?

Was wird gespielt?

Was wird gespielt? - Autor / Quelle: Statista


Zuerst die Enttäuschung: krasse Unterschiede zum globalen Vergleich gibt es keine, der Deutsche ist ziemlich langweilig – immerhin ein Klischee wird erfüllt. Bei genauerem Hinsehen kann man dennoch Vorlieben erkennen, so konzentrieren sich die stärksten Anteile der deutschen Kaufkraft am Weltmarktabsatz auf "FIFA17" und "Battlefield 1". Insgesamt lässt sich feststellen, dass man Videospielern zwar einiges andichten kann, eine klar zuweisbare Altersgruppe, Bildungsschicht oder Geschlechterteilung haben sie jedoch definitiv verloren. Der Trend zur Hornbrille und dem Karohemd ist eh schon länger allgegenwärtig.






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