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Mit Nagel und Faden  |  13.12.2016  |  11:00 Uhr

Vom alten Holzbrett zum weihnachtlichen Hingucker

von Maximiliane Sammer, Patrizia Fenzl

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Fröhliche Gesichter mit roten Nasen und Bäckchen stoßen mit ihren dampfenden Punschtassen auf das nahende Weihnachtsfest an. Kitschige und doch unverzichtbare Töne vermitteln diese einzigartige Stimmung, die Jahr für Jahr auf dem Weihnachtsmarkt vorherrscht. Die typischen Bratwurstbuden, Süßigkeitenläden und Glühweinstände reihen sich aneinander. Und dann gibt es da natürlich auch noch die Weihnachtsdeko-Verkäufer, die nie fehlen dürfen und auf die ich jetzt zusteuere.

Besonders faszinierend finde ich die wunderschönen Holzarbeiten: kleine Christbäume aus Ästen, Bretter mit kreativen Mustern und weitere selbstgemachte Dekorationen. Und da kommt mir plötzlich eine Idee: Wär das nicht was für mein erstes DIY-Projekt für schere.design.papier.? Also überlege ich mir, welches weihnachtliche Holzobjekt ich zaubern könnte, das auch ich mit Leichtigkeit meistern kann.

Et voilà! Darf ich vorstellen: Ein altes Holzbrett, versehen mit weihnachtlichen Fadenbildern, das in jedem Zuhause, ob vor der Haustür oder drinnen, die Vorfreude auf Weihnachten ins Unermessliche steigern wird.

Was benötigt ihr dafür?


| Maximiliane Sammer

- Maximiliane Sammer


- Holzbrett (am besten geeignet: weiches Nadelholz, hier: Altholz Fichte, entstaubt und gebürstet)
- Nägel (mindestens 150 Stück mit 3 bis 4 cm Länge)
- Hammer
- Dünne Wolle, Strickgarn oder Faden (hier: Strickgarn in verschiedenen Grüntönen)
- Goldener Faden
- Motivvorlagen (hier: Sterne und Christbaum)
- Plane oder Karton als Unterlage für das Brett
- Schere
- Beißzange
- Schneespray (hier: von Depot)

Dann kann's jetzt losgehen:

1. Schritt:
Das Brett plus Unterlage vor euch liegend, platziert ihr die ausgedruckten Motive an der gewünschten Stelle. Ich entscheide mich für einen Christbaum in der Mitte und jeweils einen großen und einen kleinen Stern an Ober- und Unterseite des Brettes (Anmerkung: Ich habe die untere Sternenpartie schon im Voraus erstellt, um zu testen, ob ich mich nicht überschätzt habe). Wenn ihr euch für die passende Stelle entschlossen habt, schlagt ihr ein paar Nägel zur Befestigung der Vorlage ein (Bild 1). Ich orientiere mich dabei an den Ecken des Christbaums. Habt ihr das mit allen Ecken erledigt (Bild 2), werden die Lücken zwischen den einzelnen Nägeln gefüllt (Bild 3). Prinzipiell ist es egal, wie viel Abstand ihr letztendlich habt. Ich versuche, zentimetergroße Lücken zu hinterlassen. Sollte euch ein Nagel nicht gehorchen und den schiefen Turm von Pisa nachahmen wollen, verwendet die Beißzange, um ihn gerade zu biegen oder, falls jede Rettung zu spät kommt, wieder zu entfernen und zu ersetzen.

Schritt 1

Schritt 1 - Maximiliane Sammer




2. Schritt:
Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, löst ihr das Papier von den Nägeln. Wie ihr diesen Schritt mit einem tollen Ruck ausführen könnt, seht ihr im folgenden GIF.

via GIPHY

3. Schritt:

Bereitmachen für den Faden

Bereitmachen für den Faden | Maximiliane Sammer

Bereitmachen für den Faden - Maximiliane Sammer


Jetzt kommt der Faden zum Einsatz. Um das Fadenbild zu erstellen, sucht ihr euch einen Nagel aus und befestigt an ihm das Ende des Fadens mit einem Doppelknoten (Bild 1 und 2). Danach führt ihr den Faden zu einem gegenüberliegenden Nagel und umwickelt diesen zweimal, bevor ihr den nächsten Nagel in Angriff nehmt und dieser auch "umfädelt" wird (Bild 3). Das wiederholt ihr so oft, bis die Fäden zwischen den Nägeln ein "Fadenbild" konstruiert haben. Wenn euer Faden ein Ende findet, befestigt ihr dieses wieder mit Doppelknoten (Bild 4) und je nachdem, ob euch das Bild noch zu "dünn" ist oder nicht, lasst ihr einen weiteren Faden über die Nägel schweben, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid. Die abstehenden Enden der Fäden werden zum Schluss abgeschnitten.

4. Schritt:
Um die Konturen des Christbaums zu betonen, wandere ich mit einem neuen Faden von Nagel zu Nagel. Hierzu befestigt ihr das Ende wieder an einem beliebigen Nagel, legt den Faden einmal um den Nachbarnagel (Bild 5) und umrundet auf diese Weise den gesamten Christbaum. Ich mache diesen Schritt zweimal, um den Rand des Motivs besser hervorzuheben.

5. Schritt:
Meiner Meinung nach darf der Christbaum ruhig noch ein bisschen Schmuck vertragen. Also befestige ich einen goldenen Faden einige Zentimeter unter der Spitze des Baumes und führe ihn in Blitzform von Seite zu Seite, bis ich unten angekommen bin und der Christbaum somit eine goldene Kette erhält (Bild 6).

Schritt 3 bis 5

Schritt 3 bis 5 - Maximiliane Sammer




Fertig ist das erste Fadenbild!

Die ersten drei Schritte wendet ihr nun auch bei den Sternen an. Hier verzichte ich auf die Umrandung (Schritt 4) und den Schmuck (Schritt 5). Der Fokus soll ja in der (goldenen) Mitte liegen.

Anwendung der Schritte 1 und 2 bei den Sternen

Anwendung der Schritte 1 und 2 bei den Sternen - Maximiliane Sammer




via GIPHY

Schritt 6

Schritt 6 | Maximiliane Sammer

Rinde mit mindestens 30 cm Abstand besprühen - Maximiliane Sammer


6. Schritt:
Um dem Ganzen noch mehr weihnachtliches Flair zu verleihen, besprühe ich im letzten Schritt die Rinde des Brettes mit Schneespray.
(Tipp: Geht damit nicht zu gefühllos um, denn der Strahl zeigt schon bei der kleinsten Betätigung eine große Wirkung)

Das Fadenbild hat nun Vollendung gefunden. An alle, die sich dazu entschließen, es nachzumachen: Ich hoffe, ihr habt dabei genauso viel Spaß wie ich.

Fertiges Holzbrett

Fertiges Holzbrett - Maximiliane Sammer




Noch ein letzter Tipp: Dieses Tutorial eignet sich auch hervorragend dazu, Aggressionen abzubauen (nach über 150 eingeschlagenen Nägeln hat sich jegliche Art von Wut mit Sicherheit verflüchtigt).

Eure Maxi <3






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