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Inkubatoren
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Ursprünglich kommt die Bezeichnung Inkubator aus der Medizin. Dort beschreibt das Wort eine Art Brutkasten für Frühgeborene. Dieser bietet ein optimales Klima, in dem die Neugeborenen heranwachsen können. Inkubatoren übernehmen, im übertragenen Sinn, für Unternehmensgründer eine ähnliche Funktion. Sie stellen Startups eine Umgebung bereit, die optimale Bedingungen erfüllt, um in das Geschäftsleben zu starten. Wie genau funktioniert das? Im folgenden Video wird es erklärt. Außerdem gibt Lina Timm ein Interview über die Tätigkeiten des Media Lab Bayern, einem Inkubator für digitalen Journalismus.

 

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Lina Timm

Lina Timm | © Erol Gurian 2015

Lina Timm - © Erol Gurian 2015


Lina Timm ist Multimedia-Journalistin. Sie besuchte die Deutsche Journalistenschule und ist Autorin für Print, Online und TV, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die ZEIT, Arte und ProSieben. Aktuell baut sie in München das Media Lab Bayern auf. Es folgt ein Interview über die Tätigkeiten des Inkubators für digitalen Journalismus.

Bitte beschreiben Sie kurz die Arbeit des Media Lab Bayern.

Wir sind ein Ideen-Inkubator für digitalen Journalismus, das heißt wir fördern Teams und Talente darin, ihre eigenen innovativen Projekte von der allerersten Idee bis zur Gründung eines Startups umzusetzen. Dabei unterstützen wir vor allem mit Coaching und bieten mit unserem Coworking-Space erst einmal einen Ort, an dem sich die Leute kennen lernen und gemeinsam an ihren Ideen arbeiten können. Wir haben drei Programme aufgesetzt: Im Open Space, unserem Coworking, können Talente nach Feierabend oder am Wochenende an ihren ersten Ideen arbeiten. Wer weiter in Richtung Gründung denkt, kann in unserem Media Entrepreneurship Program Co-Founder finden und seine Idee weiter ausarbeiten. Das ist ein 3-Monate-Design-Thinking-Kurs, bei dem die Teilnehmer in temporären Teams ihre Ideen auf Markttauglichkeit validieren. Im Media Startup Fellowship nehmen wir dann Teams auf, die in 6 Monaten den ersten Prototypen für ihre Idee entwickeln möchten. Sie bekommen 10.000 Euro Prototyping-Budget, ein festes Büro, Coaching, Mentoring und die Kontakte in unser Netzwerk aus der Medienbranche.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wer gefördert wird?

Erst einmal nach Innovationskraft: Wie weit voraus ist das Projekt tatsächlich? Ist es etwas wirklich Neues in der Medienbranche? Außerdem können wir nur im Feld Medien und Journalismus fördern, das heißt, es muss thematisch passen. Am Ende entscheidet in den allermeisten Fällen das Team. Trauen wir ihm zu, diese Idee umzusetzen, ist es committet genug und will wirklich etwas voranbringen?

Was sind Beispiele für erfolgreiche Projekte in der Vergangenheit?

"Der Kontext" ist ein Startup aus unserem ersten Batch. Das Team hat die Software für ein interaktives Hintergrundmagazin entwickelt, in der ich ein Thema mit all seinen Aspekten auf einer Mindmap darstellen kann. Sie bieten selbst Themenmagazine an, verkaufen die Software aber auch als Whitelabel-Lösung für Verlage und Bildungseinrichtungen. Der Kontext hat in der Vergangenheit schon viele Preise gewonnen und kann sich mehr und mehr am Markt behaupten.
Erfolgreich ist auch "Boheme", eine App, mit der ich die digitalen Paid-Angebote vor Ort in Cafés und Arztpraxen umsonst lesen kann. Die Technologie basiert auf iBeacons, die in dem Lokal installiert werden und mit der mein Handy erkennt, dass ich gerade an einer Bohème-Location bin und mir den Content freigibt. Die Kosten dafür übernehmen die Locations. Bohème hat während der Zeit im Media Lab Bayern die Deutsche Bahn als Kunden gewinnen können, was ein schöner Erfolg war.
Ein klasse Beispiel ist auch "Haulin'" – das Team ist bei uns eigentlich mit einer völlig anderen Idee gestartet, ist dann auseinander gebrochen, hat die Idee verworfen. Der Gründer hat im Media Lab Bayern aber den Entwickler eines anderen Teams kennen gelernt, das auch gerade nicht weiterkam mit seiner Idee. Zusammen haben sie im 5. Monat des Fellowships eine neue Idee entworfen, beim Hackathon grob hingecodet und im letzten Monat so weit aufgebaut, dass sie vom Axel Springer Plug & Play Accelerator genommen worden sind. Auch dafür ist das Media Lab Bayern da: Auszutesten und Leute zusammen zu bringen.

In welchem Bereich sehen Sie in Zukunft das größte Potenzial für Förderungen?

Ich würde gern "MediaTech" fördern, also Technologie, die die Medienbranche voranbringt, seien das Newsrooms oder B2C-Lösungen. Meiner Ansicht nach kann sich Mediatech genauso etablieren wie Fintech, steht aber gerade noch ganz am Anfang in Deutschland. Dafür sind wir auch immer offen, mit großen Medienunternehmen als Partnern zusammenzuarbeiten und mit ihnen gemeinsam Teams in einem Innovationsfeld zu fördern, dass das Unternehmen besonders dringend braucht und spannend findet.






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