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18.07.2017  |  10:00 Uhr

Ein Garten auf dem heimischen Balkon

von Sophija Savtchouk

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Wir alle sind es gewohnt, Gemüse und Obst das ganze Jahr über zu genießen und halten das für selbstverständlich. Viele haben sich davor nie gefragt, was Lebensmittel "erleben", bevor sie in die Supermärkte gelangen. Diese Situation kann man ändern und das, nur indem man am eigenen Leibe versucht etwas zu züchten und anzubauen.

Mein kleiner Bruder hat einmal vermutet, dass man Erdbeeren zusammen mit Bonbons in Süßwarenfabriken herstellt. Alle Erwachsenen haben darüber gelacht und sofort wieder vergessen… Klar, er sei nur ein Kind und wisse über die Welt noch sehr wenig. Und was wisst ihr über 7.500 Apfelsorten? Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wie man Obst und Gemüse unterscheidet? Könnt ihr sicher beantworten, ob Melone ein Stück Obst oder eine Beere ist? Wusstet ihr zum Beispiel, dass Weißkohl mit Radieschen verwandt sind? Ganz oft sind wir so naiv wie Kinder, selbst wenn wir das nicht zugeben wollen. Einen kleinen Garten anzulegen ist daher eine gute Art und Weise, nützliche Pflanzen zu züchten und sich selbst zu unterrichten.

Ein Beet zu Hause ist keine leichte Aufgabe, besonders unter städtischen Lebensbedingungen. Die meisten Passauer Studierenden wohnen in Wohnheimen oder WGs, ohne einen eigenen Hof zu haben. Als ein Anbaufläche eignen sich jedoch auch Fensterbretter, Balkone und sogar flache Dächer. Bei der Wahl eines geeigneten Ortes ist es wichtig zu beachten, dass dieser warm, gut beleuchtet und durchlüftet ist. Das Erfolgsrezept ist immer gleich: die richtige Kombination aus Temperatur, Licht, Luft und Wasser. Für die verschiedenen Sorten ist die jeweilige Zusammensetzung jedoch unterschiedlich. Kältebeständige Pflanzen wie Zwiebeln und Spargel wachsen schon bei 1 °С, Kürbis und Melone können Temperaturen bis zu 40 °С ertragen. Paprika und Gurken benötigen viel Licht, während Salat und Karotten auch bei geringer Beleuchtung gut wachsen können. Ein hoher Kohlendioxidgehalt fördert die Fotosynthese und erhöht dadurch die Ertragsfähigkeit. Zugleich ist es wichtig, sowohl den oberirdischen Teil einer Pflanze, als auch ihre Wurzeln mit Sauerstoff zu versorgen. Die Wurzelmasse von Gurken ist 25-mal so groß wie seine Blättermasse, von Tomaten – 15-mal, vom Kohl – 11-mal, deswegen brauchen diese Gemüsesorten sehr viel Wasser. Pflanzen, die ein gut entwickeltes Wurzelsystem haben (z.B. Tomaten, rote Beete), sind in dieser Hinsicht anspruchslos. Es gibt sehr viele Besonderheiten, die man sich schwer merken kann… Hier kommt das Internet zu Hilfe. Wer sich auf die Suche nach Informationen macht und eine Stunde fleißig googelt, wird bestimmt bei jedem Gartenabenteuer Erfolg haben.

Der zweite wichtige Schritt ist, einen passenden Behälter für eure Pflanzen zu finden. Das Naheliegendste ist, einen Blumentopf oder einen speziellen Kasten im Supermarkt zu besorgen. Wir von fair.bessern sind jedoch zutiefst davon überzeugt, dass der einfachste Weg nicht immer der richtige ist. Trinkt ihr gerne frisch gepressten Orangensaft? Wenn ja, was macht ihr dann mit der Schale? Ganz einfach, wir machen eine Bio-Box für Setzlinge! Wer von handgearbeiteten und dekorativen Sachen begeistert ist, kann sich auch gerne in Origami ausprobieren und kleine Blumenkästchen basteln. Oder wie wäre es mit einem Eierkarton oder einer Toilettenpapierrolle als Topf fürs Pflanzgut… Denkt einfach darüber nach! Plastikflaschen und -becher sollte man auch nicht vergessen. Einmal benutzt – auf keinen Fall wegschmeißen! Aus Plastik kann sich eine innovative hydroponische Anlage oder ein originelles Treibhaus ergeben.

Der letzte Teil der Vorbereitung des eigenen Gartens ist die Auswahl von Obst und Gemüse. Was genau und wie viel ihr davon pflanzen wollt, hängt allein von eurem Geschmack und euren Bedürfnissen ab. Und so könnt ihr schon mit kleinen und einfachen Schritten das ganze Jahr eine bunte und reiche Ernte genießen.
Selbst wenn etwas schiefgeht und nicht nach dem ursprünglichen Plan läuft, es lohnt sich auf jeden Fall, sich auszuprobieren. Und ein Beweis dafür ist das Projekt Campus Gardening, das an der Uni Passau von der Grünen Hochschulgruppe initiiert wurde. Ohne einen einzigen Gärtner in ihrem Team zu haben, haben sie es fertiggebracht, einen Garten im Campus zu schaffen, und sind schnell zu richtigen Experten im Gartenbau geworden. Lass also auch dich durch von diesem Vorbild inspirieren!






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