Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




18.01.2017  |  09:30 Uhr

Zwischen vergessen und bedroht - Artenschutz im Bayerischen Wald

von Hannah Wolf, Dana Neuleitner

Lesenswert (5) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 3 / 12
  • Pfeil
  • Pfeil




Ob Luchs, Fischotter, Eisvogel oder Fledermaus, zahlreiche Tierarten bewohnen die 24.222 Hektar des Bayerischen Waldes. Doch was die meisten gar nicht wissen: viele von ihnen sind vom Aussterben bedroht und müssen dringend geschützt werden. Wir haben uns mal ein bisschen mit der Thematik auseinandergesetzt.

Im Nationalpark Bayerischer Wald sind derzeit 7.300 Arten nachgewiesen, davon 3.850 Tierarten. Geschätzte Hochrechnungen ergeben jedoch eine Gesamtartenzahl bis zu 10.750, da noch längst nicht alle registriert werden konnten. Die natürlichen Gegebenheiten sichern diese Artenvielfalt und eigentlich auch deren positive Entwicklung. Trotzdem gibt es Probleme, die das Projekt schwierig machen. So verhindern z.B. unnatürliche Barrieren wie Straßen oder Wehranlagen die Wanderung von Fischen, Krebsen oder verschiedenen Mäusearten, die zur Erhaltung der genetischen Vielfalt allerdings wichtig sind. Auch ist das Schutzgebiet begrenzt, was dazu führt, dass große Pflanzenfresser wie der Rothirsch nur saisonal im Park leben und sich damit keine große Anzahl an Tieren entwickeln kann. Gerade deswegen ist es wichtig, alles dafür zu tun, dass sich vor allem bereits schon bedrohte Tierarten wieder dauerhaft im Bayerischen Wald ansiedeln. Verschiedene Maßnahmen sollen dazu beitragen.

Der Luchs

Luchs

Luchs | pixabay

Luchs - pixabay


Der Luchs ist das drittgrößte Raubtier Europas und es ist erfreulich, dass sich wieder circa 20 der beeindruckenden Tiere im Bayerischen Wald angesiedelt haben. Um die stark gefährdeten Raubkatzen zu schützen, ist deren Abschuss unter Geldstrafe verboten. Auch achtet man darauf, während der Zeit der Jungtieraufzucht keine Störfaktoren zuzulassen. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Luchsmonitoring installiert, um die Bewegungen der Tiere aufzuzeichnen.

Wolf

Wolf | pixabay

Wolf - pixabay


Der Wolf

Nach mehreren Wolfsbegegnungen in ganz Deutschland sowie seinen Nachbarländern ist damit zu rechnen, dass sich der Wolf langsam auf den Weg macht, um sich auch wieder in Bayern anzusiedeln. Der Nationalpark arbeitet daran, das Image des Wolfes zu verbessern und hat ein umfangreiches Monitoring-System aufgebaut, um die Tiere zu erfassen.

Auerhahn

Auerhahn | pixabay

Auerhahn - pixabay


Das Auerhuhn

In der Region des Bayerischen Walds waren die großen Vögel um 1980 fast ausgestorben, damals gab es nur noch drei Tiere. Nach Errichtung von Aufzuchtgehegen wurde 1995 das Wildschutzgebiet Kleiner Arber gegründet, in dem das Verlassen der Wege von November bis Juli nicht gestattet ist, um die Vögel nicht zu stören.

Fischotter

Fischotter | pixabay

Fischotter - pixabay


Der Fischotter

Nach einem Bestandstief von nur noch zwölf bis 18 Tieren betrieb die Nationalparkverwaltung eine aufwändige Zuchtstation, wodurch sich der Bestand erholen und mehr als verdoppeln konnte. Da der Otter stark von der Wasserqualität seines Habitats abhängig ist, kann Gewässerversauerung sehr schnell zu einem Problem werden.

Eisvogel

Eisvogel | pixabay

Eisvogel - pixabay


Der Eisvogel

Mit seinem farbenprächtigen Gefieder gehört er wohl zu den auffälligsten heimischen Vögeln. Er steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste und man bekommt ihn heutzutage nur noch sehr selten und mit einer großen Portion Glück zu sehen.

Biber

Biber | pixabay

Biber - pixabay


Der Biber

Es wird vermutet, dass er in der Region bereits im 17. Jahrhundert ausgestorben war. Durch erfolgreiche Wiederansiedlung an Isar und Donau sind inzwischen vereinzelt Zuwanderungen verzeichnet worden. Da der Biber ein ausgesprochen guter Nager und Staudammbauer ist, ist es das Ziel des Nationalparks, Schäden an Bäumen und Aufstauungen von Bächen im Vorhinein zu verhindern oder auszugleichen.

Wir haben für euch noch einen kleinen zeitlichen Überblick erstellt, in dem ihr noch mehr Informationen zum Nationalpark Bayerischer Wald und dem Artenschutz findet. Viel Spaß beim Durchklicken!






comments powered by Disqus


Dokumenten Information
Copyright © PNP-Campus 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




Über ediTIERt




So mancher wird sich denken, über Tiere zu bloggen ist doch langweilig.
Wir von ediTIERt wollen euch das Gegenteil beweisen und Leute in Passau und Umgebung besuchen, die für deren Wohl kämpfen. Aber auch andere spannende Themen rund um die besten Freunde des Menschen warten nur darauf, entdeckt zu werden. Wir freuen uns auf eine tierisch gute Zeit mit euch! Euer ediTIERt – Team: Eva, Dana und Hannah
P.S. Wir sind auch auf Facebook und Instagram vertreten!




Limitierte Aktion


Jetzt das Studentenabo der Passauer Neuen Presse bestellen und gratis BIBBAG sichern! [mehr]








realisiert von Evolver