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Die Universität Passau bietet gründungswilligen Studierenden mit dem Gründercafé ein Forum für Fragestellungen rund um das eigene Startup-Unternehmen.



Dr. Achim Dilling, seit 2006 Leiter der Lehreinheit für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau mit den Schwerpunkten Betriebliches Rechnungswesen, Kostenrechnung, Unternehmensrechung, Management und Unternehmensführung, ist der Initiator des Gründercafés. Mit start it up sprach er über die Möglichkeiten, die diese Plattform angehenden Gründern bietet.

Herr Dr. Dilling, was ist das Gründercafé?
Mit dem Gründercafé wollen wir das Potential, diese unglaubliche Kreativität und diesen Drive, den es hier in Passau gibt, nicht verpuffen lassen. Einerseits ist das Gründercafé eine Netzwerkplattform, andererseits aber auch ein niedrigschwelliges Angebot für Gründungsinteressierte ihre Ideen einfach umzusetzen.

Dr. Achim Dilling

Dr. Achim Dilling | start it up

Dr. Achim Dilling - start it up


Wie entstand die Idee zum Gründercafé?
Das Gründercafé ist vor 2,5 Jahren entstanden. In meinen Vorlesungen sprach ich oft Gründungsthemen an. Daraufhin kamen verstärkt Leute mit Gründungsideen zu mir. Zwei Mal in Folge gewannen dann mir betreute Passauer Teams den Generation-D-Wettbewerb. Das war die Inititalzündung für das Gründercafé.
Außerdem beschäftigte man sich in der Fakultät schon länger mit dem Gedanken Gründungsthemen auf Gesamtuniversitätsebene zu forcieren. Gemeinsam mit der Dekanin Jungwirth und dem ehemaligen Professor Obermaier überlegten wir, wie wir die Kräfte bündeln können, um einen institutionellen Rahmen zu schaffen.

Wie läuft ein Treffen des Gründercafés ab?
Es ist ein Treffen von Gründern für Gründer. Gründer stellen bei uns ihre Geschäftsidee vor und berichten über ihre Erfahrungen. Dabei geht es um ganz operative Fragestellungen: Schütze ich mir eine Marke oder ein Patent? Wie setze ich einen Gesellschaftsvertrag auf? Diese Vorträge sind zwar wichtig, aber das Entscheidende ist das Networking hinterher.

Wo finden die Treffen statt?
Die Treffen finden an verschiedenen Orten statt, wie in den Räumlichkeiten des InnoRivers, in der Kulturcafete oder auch in der IHK.

Sie haben schon viele Startups beraten. Was sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen, wenn man ein Startup gründet?
Das Know-how des Einzelnen ist gar nicht so entscheidend. Es kommt auf das Know-how im Team an. Das müssen immer komplementäre Komeptenzen sein. Ganz wichtig ist es einen IT´ler dabei zu haben, einen Betriebswirt und jemanden, der vertriebsstark ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Teams am stärksten sind und am schnellsten ihre Idee voranbringen, die heterogen zusammengesetzt sind. Das sind allerdings auch die Teams mit dem größten Konfliktpotential.

Welche Probleme können auftauchen, wenn man ein Startup gründet?
Es gibt drei Dinge, die man unbedingt mitbringen muss: Geduld, Geduld und Geduld. Harry Belafonte sagte einmal: "Ich hab 30 Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden." Alles sieht am Ende einfach aus, wenn es dann erfolgreich ist, allerdings sieht niemand die lange Durststrecke, die man zuvor zurückgelegt hat.
Ein mögliches Problem, das auftreten kann, ist das Produkt marktreif zu machen. Man hat eine tolle Idee, entwickelt einen Prototypen und muss genau beachten, wann man das Produkt auf den Markt bringt. Wenn es zu schnell herauskommt, ist es womöglich fehlerbehaftet. Dann scheitert das Ganze, weil der Kunde sofort enttäuscht ist. Wenn ich aber zu lange warte, um das Produkt zu perfektionieren, waren andere vielleicht schneller oder das Produkt hat sich in Teilen schon überlebt.

Welche Branchen sind Ihrer Ansicht nach am erfolgreichsten?
IT und Dienstleistung gehen relativ gut. Der Vorteil an diesen Branchen ist der geringe Kapitalaufwand. Das Problem ist aber, dass die Markteintrittsbarriere nicht so hoch ist. Es besteht die Gefahr, dass die Idee relativ schnell und einfach kopiert werden kann. Allerdings passiert dies selten. Ich sage jedem Gründer: Wenn ihr eine Idee habt und ihr wollt diese auf den Markt bringen, dann quatscht jeden damit zu, der euch über den Weg läuft. Diejenigen, die sich dazu valide und fundiert äußern können, haben meist selbst zwei oder drei Projekte am Start. Sie haben gar nicht die Zeit noch ein weiteres Projekt anlaufen zu lassen.

Was ist der Vorteil am Standort Passau?
Wir haben hier eine hohe Expertise. Außerdem spielt der Wissenstransfer an der Universität Passau eine große Rolle. Ein weiterer Vorteil ist, dass es hier wenig Ablenkung gibt. Diese Enge und Provinzialität, die immer auf diese Stadt attribuiert wird, ist ein Pluspunkt. Ich würde es allerdings nicht Provinzialität sondern Intimität nennen. Die Leute kommen sehr schnell miteinander in Berührung.

Wie sieht die Zukunft des Gründercafés aus?
Das Gründercafé ist nur ein Teil des Transferzentrums, das sich in den letzten Jahren entwickelt hat und sich immer weiterentwickelt. Wir haben hier ein riesiges Netzwerk. Sobald Gründungsinteressierte zu mir kommen, schicke ich sie gerne an die Profis weiter, die sie bei ihrer Umsetzung unterstützen.

Vielen Dank für das Interview, Herr Dr. Dilling.






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Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




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