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Das zweite Licht am Adventskranz brennt und die ersten Türchen des Adventskalenders sind geöffnet, doch wirklich in Weihnachtsstimmung bin ich nicht. Temperaturen, die fast im zweistelligen Bereich liegen, machen es einem auch nicht leicht. Deshalb dachte ich mir: Es ist Zeit für einen Weihnachtsfilm. Allerdings ist es nicht der typische Weihnachtsfilm geworden, sondern einer mit Mord und Intrigen: Die Dame im See (Orginaltitel: Lady in the lake) aus dem Jahr 1947 - Film Noir und Regiedebut des zweifach oscarnominierten Schauspielers Robert Montgomery.

Philip Marlowe in seinem Detektivbüro

Philip Marlowe in seinem Detektivbüro | Metro-Goldwyn-Mayer

Philip Marlowe in seinem Detektivbüro - Metro-Goldwyn-Mayer


Handlung: Philip Marlowe (Robert Montgomery), ein abgebrühter Privatdetektiv, hat genug von seinem unterbezahlten Job und beschließt Schriftsteller zu werden. Er schreibt eine Kriminalgeschichte, die von seinen Fällen als Detektiv inspiriert ist und reicht sie bei dem Verlag "Kingsby Publications" ein. An Heiligabend wird er ins Büro des Verlags eingeladen - eigentlich zur Besprechung seines Manuskripts. Stattdessen aber engagiert ihn die Verlegerin Adrienne Fromsett (Audrey Totter) als Detektiv: Er soll Crystal Kingsby, die verschwundene Frau ihres Chefs Derace Kingsby (Leon Ames), aufspüren.

Adrienne Fromsett und Derace Kingsby

Adrienne Fromsett und Derace Kingsby | Metro-Goldwyn-Mayer

Adrienne Fromsett und Derace Kingsby - Metro-Goldwyn-Mayer




Kritik: Der Film ist als eine Rahmen-Binnenhandlung inszeniert. Wir treffen den Protagonisten Philip Marlowe in seinem Büro. Er erzählt uns von einem ungewöhnlichen Fall, der ihm passiert ist und den wir mit ihm aufklären sollen. Er gibt uns noch ein paar wichtige Hinweise, dann tauchen wir in die Geschichte ein - ein Flashback sozusagen. Nach diesem Einstieg habe ich mich gleich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. Es ist Samstagmorgen, ganz leise schleiche ich ins Wohnzimmer, um die Eltern nicht aufzuwecken und mache den Fernseher an. Es kommt der "Tom Turbo Detektivclub". Zusammen mit dem Drahtesel mit den 111 Tricks und Thomas Brezina löse ich den Fall der Woche. Doch diese anfängliche Euphorie ist beim Ansehen von "Die Dame im See"  wieder verflogen.

Philip Marlowe versucht seinem Verfolger zu entkommen

Philip Marlowe versucht seinem Verfolger zu entkommen | Metro-Goldwyn-Mayer

Philip Marlowe versucht seinem Verfolger zu entkommen - Metro-Goldwyn-Mayer




Von der technischen Seite betrachtet ist der Film faszinierend und für Filmfans ein Muss. Es wird durchwegs eine subjektive Kamera benutzt, das heißt, wir als Zuschauer nehmen die Rolle des Hauptprotagonisten Philip Marlowe ein und sehen das Geschehen aus seinen Augen. Meiner Meinung nach ist das aber auch das größte Manko des Films. Dadurch, dass die Darsteller immer nur eine Kamera vor sich als Gegenspieler haben, wirkt das Schauspiel sehr emotionslos und kalt. Auch die Story ist sehr verwirrend und man weiß teilweise nicht so recht, wen man denn jetzt gerade verdächtigen soll und wo man gerade ist. Das hat wohl auch mit der für heutige Verhältnisse unglaubwürdigen Charaktermotivationen und Entwicklungen einzelner Protagonisten zu tun. Doch abgesehen von all dem Negativen wollte ich doch wissen wie der Fall ausgeht - einige interessante Wendungen hat der Film.

Mein Fazit

Spannung: Da man selbst der Detektiv ist und im Dunkeln tappt, ist sie durchaus hoch.

Figuren: Oft emotionslos und unglaubwürdig

Inszenierung: Ein Grund, warum man den Film sehen sollte

Ein Klassiker, weil: es technisch ein einzigartiges Experiment ist.

Meine Wertung: 5 von 10 Filmrollen

Die Dame im See (The Lady in the Lake). USA 1947. Ab 12 Jahren. 105 Minuten. Regie: Robert Montgomery. Drehbuch: Steve Fisher. Produktion: George Haight. Mit Robert Montgomery, Audrey Totter, Lloyd Nolan, Tom Tully, Leon Ames, Jayne Meadows und mehr.






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