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19.01.2017  |  10:00 Uhr

Mehr als Karohemd und Hornbrille

Warum wir wirklich coole Nerds brauchen und was diese ausmacht

von Anika Schock, Arista Beseler

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Samstagabend. Der Haushalt ist erledigt, alle Punkte auf der To-Do-List sind abgehakt, das kann nur eines bedeuten: Feierabend! Ab auf's Sofa, schnell den Fernseher anschalten, die Füße hochlegen und Netflix starten. Der Streaming-Dienst schlägt mir vor, doch mal "The Big Bang Theory" (kurz: TBBT) anzuschauen. "Mensch, das hast du früher tatsächlich gern gesehen", denke ich, entscheide mich dann aber dennoch für eine andere Serie. Doch die US-amerikanische Sitcom rund um die vierköpfige Genie-Clique Leonard, Sheldon, Raj und Howard, sowie ihre Nachbarin Penny, geht mir nicht aus dem Kopf. Meine Gedanken schweifen ab...

Früher belächelt, heute von vielen bewundert - Gaming als Hobby

Früher belächelt, heute von vielen bewundert - Gaming als Hobby | Anika Schock

Früher belächelt, heute von vielen bewundert - Gaming als Hobby - Anika Schock


...seit wann ist "Nerd sein" eigentlich cool? Seit Serien mit Nerds als Helden internationale Erfolge feiern? Oder seit ein paar junge Erwachsene sich dazu entschlossen haben, Karohemd und Hornbrille zum Trend und Symbol der Abgrenzung des "hippen uncoolen Andersseins" zu erklären. Also genau die Uniform derer, die sie in ihrer eigenen Schulzeit womöglich noch für ihr uncooles und nerdiges Gaming-Hobby ausgelacht haben, in einer Zeit, in der "Nerd"  noch "Außenseiter" und nicht "besonders sein" im positiven Sinn bedeutete.
Doch Karohemd und Hornbrille machen noch keinen Nerd! Das wichtigste Merkmal kann man sich nicht anziehen. Es ist die Intelligenz und das spezielle Wissen über Fachgebiete, die dem restlichen Großteil der Gesellschaft bloß Fragezeichen in die Gesichter schreiben.

"Nerd" ist keine Beleidigung mehr, sondern hat sich vielmehr zu einem Synonym für schlau und besonders sein gewandelt. So tauchen in immer mehr Serien und Filmen Helden auf, die weniger mit Muskelkraft und lieber mit Grips glänzen (zum Beispiel Sherlock Holmes in "Elementary" oder die Nebenrolle des Eugene in "The Walking Dead").

Wie steht es dabei eigentlich um coole weibliche Nerds? In der Sitcom "TBBT" erweitert sich der Kreis der Hauptdarsteller ab Staffel 3 um zwei weibliche Wissenschaftler. Penny übernimmt zunächst weiterhin die Rolle des hübschen, naiven Blondchens der Gruppe, wobei sie trotz zahlreicher Rückschläge weiterhin ihren Traum, Schaupielerin zu werden, verfolgt. Amy, eines der beiden neuen Gruppenmitglieder, ist Neurowissenschaftlerin und hat es auf ihrem wissenschaftlichen Fachgebiet ziemlich auf dem Kasten. Zwischenmenschliche Interaktion stellt für sie jedoch oft eine Herausforderung dar, da es ihr dort an einigen grundlegenden Kenntnissen fehlt. Auch ihr Äußeres erinnert weniger an eine junge, aufstrebende, ehrgeizige Wissenschaftlerin, sondern mehr an eine faltenfreie Oma. Bernadette, der zweite Neuzugang der Clique, ist Mikrobiologin. Neben einer ebenfalls hohen Intelligenz sind ihr jedoch eher dümmliche Attribute zugeschrieben. Sie hat eine hohe, piepsige Stimme, lange, blonde Haare und eine dazu passende und stets durch tiefe Ausschnitte gekonnt in Szene gesetzte, üppige Oberweite. Ach ja, die Hornbrille darf natürlich auch nicht fehlen. Natürlich haben auch die männlichen Protagonisten ihre Macken und klischeehaften Charakterzüge - genau diese Mischung zeichnet den Humor der Serie aus.

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Doch wirft man einen Blick auf "nerdige Helden" anderer Serien, Filme und Bücher, fällt auf, dass wir tatsächlich mehr weibliche und vor allem coole Nerds gebrauchen können. Auch Mädchen sollten durch entsprechende Vorbilder der Medienwelt dazu angehalten werden, ihre liebsten Interessen auszuleben und zu fördern - gerade, wenn diese im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich liegen. Wir brauchen mehr Charlies! Die rothaarige Charlie Bradbury taucht als totaler Computernerd in der amerikanischen Serie "Supernatural" auf. Mit ihrem Wissen und ihren technischen Fähigkeiten hilft sie den Brüdern Sam und Dean Winchester einige Male aus der Patsche. Und zwar ganz ohne perfektes Styling, gezwungen lustige und klischeehafte Eigenschaften oder sich dabei direkt in einen der beiden Männer an ihrer Seite zu verlieben. Charlie ist schlau und cool. Mit Charakterstärke, Natürlichkeit, Authenzität und einer gehörigen Portion Mut und Intelligenz zeigen uns Figuren wie Charlie Bradbury, dass Frauen und Technik sehr wohl eine gute Kombination ist und stellen somit gute Vorbilder für technikinteressierte Mädchen dar - fernab von Klischees. Und genau diese Art von Nerd dürfte in der Film-, Serien- und Buchwelt gerne viel öfter auftauchen!

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Was ist eure Meinung zu dem Thema? Brauchen wir mehr coole, weibliche Nerds? Und was macht "Nerd sein" eigentlich aus? Schreibt uns eure Sicht der Dinge doch einfach in die Kommentare!






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