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Die Camera  |  05.06.2016  |  15:00 Uhr

Ein Ort für Kellerkinder und Nachtschwärmer

von Friederike Peschek

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Wolfgang, Stammgast seit den ersten Tagen

Wolfgang, Stammgast seit den ersten Tagen | Friederike Peschek

Wolfgang, Stammgast seit den ersten Tagen - Friederike Peschek


Als sich im Sommer 1979 die schwere, feuerfeste Tür der Camera zum ersten Mal für Gäste öffnete, wusste noch keiner, das hier eine Ära der Passauer Tanzkultur eingeleitet werden sollte.

"Man könnte sagen, dass die Camera mein eigentliches Wohnzimmer ist."

- Wolfgang, Stammgast seit den ersten Tagen

Der ehemalige Weinkeller sollte ursprünglich eigentlich "Traffic" heißen, aber auch der Name "Dr. Feel Good" stand damals zur Debatte. Eröffnet wurde das Tanzlokal vom damaligen Discjockey und heutigen Mitgesellschafter Ernst Brenner und einem seiner Kompagnons. Alexander Ciesla sen. stieg 1986 mit ins Geschäft ein.  "Ich bin da damals so reingerutscht", meint Alexander Ciesla sen. heute, der von seinen Mitarbeitern einfach Alex gerufen wird. Früher stand er noch selbst hinter der Theke - er war Barkeeper, Rausschmeißer und Hausmeister in einer Person. Er hat mitgefeiert, hat viele kommen und auch wieder gehen sehen. Heute überlässt er das seinen Angestellten. Er ist zwar so gut wie jeden Abend da und sitzt auf seinem Stammplatz vor der Theke, aber der 70-Jährige ist ruhiger geworden.

Adam, Camera-Liebhaber und Barkeeper

Adam, Camera-Liebhaber und Barkeeper | Friederike Peschek

Adam, Camera-Liebhaber und Barkeeper - Friederike Peschek


"Die Camera ist seit über zehn Jahren ein Teil meines Lebens, seit acht Jahren arbeite ich auch hinter der Theke und ich habe so viel erlebt hier. In der Camera habe ich Freunde fürs Leben gefunden."

- Adam, Camera-Liebhaber und Barkeeper

Nachdem das Tanzlokal 1986 komplett renoviert wurde, entschied man sich auch für seinen heutigen Namen "Camera". "Das kommt daher, dass es früher noch keine Türsteher gab, sondern das Thekenpersonal hatte einen Monitor. Wenn jemand in den Club wollte, klingelte er oben und das Thekenpersonal konnte am Monitor den Gast sehen und entscheiden, ob die Gäste reindurften oder nicht."

Cord, kommt oft auf ein Feierabendbier vorbei

Cord, kommt oft auf ein Feierabendbier vorbei | Friederike Peschek

Cord, kommt oft auf ein Feierabendbier vorbei - Friederike Peschek


"An der Camera mag ich diese 'heimelige Keller-Stimmung'. Die ungewöhnliche Aufteilung ermöglicht außerdem Club, Bar und Kneipe in einem Laden - das finde ich cool!"

- Cord, kommt oft nach der Arbeit im Unterhaus noch in die Camera

Das dunkle Kellergewölbe mit seinen orange verputzten Wänden hat also eine lange Geschichte. Legendäre Parties wurden hier gefeiert. Es gab viele Konzerte, wohl jede erdenkliche Mottoparty und ein paar Mal wurde sogar ein Pool auf der Tanzfläche aufgebaut und man konnte baden - mitten im Tanzlokal. Ganz nebenbei wurden noch 4 Tonnen Sand im Laden verteilt. Eine richtige Strandparty damals also, mitten in Passau. Wo findet man sowas schon ein zweites Mal?

Doch eines hat sich nicht verändert: das bunt gemischte Publikum in der Camera. Sowohl Einheimische als auch Studenten gehen hier ein und aus. Ob jung oder alt, ob Punkrocker oder Snob - irgendwann verirrt sich jeder einmal in den Laden, der von Kellerkindern und Nachtschwärmern geliebt wird.

Wer jetzt neugierig geworden ist und nicht mehr bis Freitag warten möchte, um die Camera mal von innen zu sehen, kann sich ja das folgende Video noch anschauen, das wir für euch gedreht haben!

 Eure Rike

 - von KLEINstattgroßSTADT

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Wer braucht schon Berlin, Hamburg oder München, wenn man in Passau studieren kann? Kleine verwinkelte Gassen und italienisches Flair statt grauem Betondschungel. Wer jetzt aber mit einem 08/15-Stadtführer rechnet, der Bilder vom Dom und der Ortsspitze präsentiert, täuscht sich. Wir von KLEINstattgroßSTADT zeigen euch versteckte Ecken und bunte Plätze - gemischt mit ein bisschen Geschichte. Passau aus einem anderen Blickwinkel. Wir sagen: Klein ist definitiv das neue Groß!

Eure Rike, Lissy, Kristina, Leah, Chris und Lea

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