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Skigebietstest  |  19.01.2016  |  11:00 Uhr

Ab zum Skifahren! Aber wohin?!

Wir haben für euch Skigebiete unter die Lupe genommen

von Jonas Kraus

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Endlich ist er da, der Schnee. Vielen Pendlern ist er ein Dorn im Auge, für alle Wintersportler ist er natürlich ein Grund zum Jubeln. Da Skifahren über die Weihnachtsferien in unserer Region noch nahezu unmöglich war, heißt es nun: Nur keine Zeit verlieren und rauf auf die Bretter! Nachdem wir euch vor ein paar Wochen schon gezeigt haben, dass Skifahren auch für Anfänger nicht so schwer zu erlernen ist, machen wir euch nun winterfest und verraten euch, welche Skigebiete einen Besuch wert sind.

Reger Betrieb am Arber

Reger Betrieb am Arber | Jonas Kraus

Das schöne Wetter nutzten viele Skifahrer für einen Ausflug zum Großen Arber. - Jonas Kraus


Großer Arber

"Ahoj" bedeutet "Hallo" auf Tschechisch und man wird diesen Gruß auf den Pisten des höchsten Berges des bayerischen Waldes wohl öfter hören. Denn neben vielen bayerischen tummeln sich auch viele tschechische Skifahrer auf den Abfahrten, denn auch bei unseren Nachbarn hat es sich rumgesprochen, dass man am 1455 Meter hohen Großen Arber richtig gut Skifahren kann.

Auf insgesamt 15 Pistenkilometern ist für jeden Skifahrer was geboten. Wer sich noch unsicher auf den Skiern fühlt, kann sich in einer der 14 Skischulen anmelden, um unter fachgerechter Anleitung auf den eher leichten Pisten des Arbers wie der Thurnhofabfahrt oder der Familienabfahrt das sichere Fahren zu erlernen. Alle Fortgeschrittenen werden ihren Spaß auf den mittelschweren Pisten des Arbers finden, wie dem Sonnenhang oder der Bayerwaldstrecke. Wem diese Abfahrten immer noch nicht steil genug sind, der kann seine fahrerischen Fähigkeiten auf der sehr anspruchsvollen ehemaligen Weltcupstrecke unter Beweis stellen. Insgesamt stehen euch sechs Lifte zur Auswahl, eine Gondel, zwei Sessellifte, zwei Schlepplifte sowie ein Zauberteppich im Kinderland, die euch nach jeder Abfahrt zügig wieder nach oben befördern. Natürlich könnt ihr euch an der Talstation Ski, Snowboards, Helme und vieles mehr kostenpflichtig ausleihen. Nachtskifahren ist jeden Mittwoch und Freitag von 18 Uhr bis 21 Uhr möglich.

Größtes Manko ist die relativ lange Anfahrt von Passau aus. Mit dem Auto dauert die Fahrt knapp eineinhalb Stunden, mit der Bahn gar zweieinhalb, wobei hier noch ein kurzer Fußmarsch vom Bahnhof zum Skilift ansteht. Die Tageskarte kostet 33 Euro. Die Gegend rund um den Großen Arber ist darüber hinaus ein regelrechtes Langlauf-Mekka. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Skilift befindet sich nämlich ein Langlaufzentrum mit insgesamt neun Klassikloipen (114 Kilometer), acht Skating-Loipen (110 Kilometer) und einer Höhenloipe, die 60 Kilometer lang ist.

Piste Hochficht

Piste Hochficht | Jonas Kraus

Obwohl Anfang Januar noch nicht viel Schnee gefallen war, präsentierten sich die Pisten in Hochficht in einem sehr guten Zustand. - Jonas Kraus


Hochficht

Etwas schneller als zum Arber geht die Fahrt ins österreichische Hochficht. In eineinviertel Stunden erreicht ihr mit dem Auto das Skigebiet an der österreichisch-tschechischen Grenze.

Hier warten 20 abwechslungsreiche Pistenkilometer auf euch. Anfänger können natürlich auch in Hochficht einen Skikurs belegen und fleißig an ihrem Können arbeiten. Das zwischen 933 und 1337 Meter hoch gelegene Skigebiet bietet für Einsteiger optimale Verhältnisse, da es hier insgesamt fünf blaue Pisten gibt, wobei vor allem die Stierwiesenabfahrt mit einer Länge von 3400 Metern herausragt. Wer sich von den eher flachen Pisten unterfordert fühlt, auf den warten in Hochficht insgesamt fünf mittelschwere Pisten, von denen die 2000 Meter lange "Zwieselberg FIS Strecke" die längste ist. Nur für Fahrer, die es gern extrem steil mögen, hat Hochficht nicht so viel zu bieten. Für den Tagespass zahlt ihr in Hochficht 36 Euro, was nicht gerade wenig ist für ein Skigebiet mit "nur" 20 Pistenkilometern. Aber das Skigebiet in der Gemeinde Klaffer hat einfach einen riesigen Vorteil: die Lage. Ihr erreicht Hochficht mit dem PKW ausschließlich über Landstraßen und spart euch so die österreichische Autobahnmaut.

An der Talstation in Hochficht habt ihr, wie in jedem Skigebiet, die Möglichkeit, euch passendes Equipment auszuleihen oder euch für Skikurse anzumelden. Für die Nachtschwärmer unter euch gibt es jeden Mittwoch und Freitag von 17 Uhr bis 20.30 Uhr Nachtskifahren. Langläufer werden einen Ausflug nach Hochficht ebenfalls nicht bereuen, stehen ihnen doch insgesamt 79 Kilometer Klassikloipen und 71 Kilometer Skatingloipen zur Verfügung.

Skizentrum Mitterdorf

Ziehweg durch den Wald

Ziehweg durch den Wald | Jonas Kraus

Dieser verschneite Ziehweg verbindet zwei Pisten im Skizentrum Mitterdorf. - Jonas Kraus


Lediglich 50 Minuten braucht ihr mit dem Auto von Passau nach Philippsreut zum "Gletscher des bayerischen Waldes", wie das Skigebiet aufgrund seiner Schneesicherheit manchmal genannt wird. Das kleine Skigebiet rund um den 1139 Meter hohen Almberg wartet mit insgesamt sechs Pistenkilometern auf euch. Anfänger kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten, denn sie können auch hier wieder in einer der ortsansässigen Skischulen einen Skikurs belegen. Für einen ganzen Tag wird das Skigebiet mit seinen elf Liften (fünf Schlepplifte, ein Seillift, vier Förderbänder und ein Sessellift) schnell langweilig, für drei oder vier Stunden Skispaß genügen die vorhandenen Pisten aber auf jeden Fall. Ein Highlight stellt sicher die schwarze, also schwere, Abfahrt am Kießlingerlift dar, die zwar nur 500 Meter lang ist, aber selbst geübte Skifahrer zum Schwitzen bringt. Wenn ihr kein Skiequipment besitzt oder einfach neue Ski oder Schuhe testen wollt, könnt ihr diese natürlich vor Ort ausleihen.
Die Tageskarte kostet hier schlanke 23 Euro, wobei aber, wie oben bereits erwähnt, eine 3-Stunden-Karte für 15 Euro vollkommen ausreicht. Alle Kurzentschlossenen unter euch, die nach einem Tag an der Uni am Abend noch ein paar Schwünge ziehen wollen, haben am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 17 Uhr bis 20 Uhr die Möglichkeit zum Nachtskifahren. Und wenn ihr auf der Suche nach einer neuen Ausdauersportart seid oder euch Joggen auf Dauer einfach zu öde ist, dann könnt ihr es in Philippsreut ja einmal mit Skilanglauf probieren. Insgesamt 28 Kilometer bestens präparierte Langlaufstrecken warten auf euch. Es gibt ebenfalls einen Bu,s der nach Philippsreut fährt - die Fahrtdauer beträgt zwischen zwei und drei Stunden.

Hinterstoder

Ihr wolltet euch immer schon mal fühlen wie Felix Neureuther oder Marcel Hirscher bei einer ihrer spektakulären Jagden nach neuen Bestzeiten? Dann nichts wie auf nach Hinterstoder, wo im Februar 2016 zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder der Weltcupzirkus Halt macht und sich die besten Skirennläufer der Welt im Slalom und im Riesenslalom duellieren. Aber keine Sorge, auch Skifahrer, die mit etwas weniger als 100 Kilometern in der Stunde den Berg runter rauschen, werden Hinterstoder lieben. Insgesamt erwarten euch im oberösterreichischen Alpenskigebiet zwölf Lifte und 40 Pistenkilometer in sämtlichen Schwierigkeitsstufen. Um diese zu erreichen müsst ihr zwar eine 140 Kilometer lange Anreise in Kauf nehmen, was aber schlimmer klingt als es ist, da man fast die gesamte Strecke auf der Autobahn - leider braucht man dann natürlich eine Vignette - bewältigen kann und so in eineinhalb Stunden am Ziel ist. Die schnellste Zugverbindung dauert etwas über zweieinhalb Stunden.

Bestes Wetter in Hinterstoder

Bestes Wetter in Hinterstoder | Jonas Kraus

Auch in Hinterstoder ließ der Schnee lange auf sich warten, dem Skivergnügen tat das jedoch (fast) keinen Abbruch. - Jonas Kraus


Alleine schon das Panorama, dass sich einem bietet, wenn man auf den Pisten des bis zu 2000 Meter hoch gelegenen Skigebiets steht, lässt jedes Skifahrerherz höherschlagen. 12 Kilometer leichte Pisten, 18 Kilometer mittelschwere und 10 Kilometer schwere Pisten warten darauf, bewältigt zu werden. Für Anfänger gibt es natürlich wieder ein umfangreiches Angebot an Skischulen vor Ort, sowie einen Sportshop, bei dem man sich das benötigte Equipment leihen oder seine Skier präparieren lassen kann.

42 Euro kostet der Tagespass, er ist somit der teuerste aller hier aufgeführten Skigebiete. Der Preis geht aber in Ordnung, da Hinterstoder von den hier aufgeführten Skigebieten das größte und abwechslungsreichste Skigebiet ist.

Fazit: Wenn ihr gerade erst mit dem Skifahren anfangt oder keine Zeit für eine all zulange Anfahrt habt, dann ist das Skizentrum Mitterdorf die perfekte Wahl für euch. Nur unerheblich länger ist die Anfahrt nach Hochficht, die sich auf jeden Fall lohnt, da ihr hier sowohl als Anfänger wie auch als Profi voll auf eure Kosten kommt. Das Skigebiet am Großen Arber ist zweifelsohne auch eine Reise wert, jedoch sind eineinhalb Stunden Anfahrt für die gebotenen 15 Pistenkilometer dann doch etwas zu weit. Wenn ihr mit einer solch langen Anfahrt kein Problem habt, dann packt eure Ski ein und genießt die tollen Abfahrten in Hinterstoder.

In der folgenden Karte seht ihr, wo genau die Skigebiete liegen. Außerdem nehme ich euch in jedem Skigebiet auf eine Abfahrt mit.

PS: Wenn ihr immer wissen wolltet, wo wie viel Schnee liegt und welche Pisten geöffnet haben, dann schaut am besten hier vorbei: http://www.regioevent.de/schneeberichte/.






 

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