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20.07.2014  |  12:00 Uhr

Kunst, Kultur und Kulinarisches: Ein Tag in Regensburg

von von Lívia Šimčeková

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Regensburg

Regensburg | Lívia Šimčeková

Regensburg - Lívia Šimčeková


Wandmalerei

Wandmalerei | Lívia Šimčeková

Wandmalerei - Lívia Šimčeková


Wir sind vier Freundinnen aus der Tschechei, Polen, Kroatien und der Slowakei, die diesen Sommer dank Erasmus-Programm an der Uni Passau studieren. Heute wollen wir mehr von Niederbayern erkunden. Laut unserer Infomationsbroschüre war Regensburg die erste bayerische Hauptstadt. Im 12. und 13. Jahrhundert war sie die gröβte und reichste Stadt in Sűddeutschland. Bis heute bietet sie lebendige Geschichte. Regensburg ist sowohl Kulturmetropole als auch UNESCO-Welterbe.

Rezno = Ratisbona = Castra Regina = Regensburg

Also, auf nach Regensburg. Das Bayern Ticket für 35 Euro ist schnell gekauft und sorgt für unbeschwertes Reisen. Im Zug studieren wir unseren Reiseführer: "Der Regensburger Dom ist eine der bedeutendsten Kathedralen Deutschlands. Im Stil der französichen Gotik wurde im Mittelalter űber 250 Jahre daran gebaut." Wir stehen auf Gotik und setzen den Dom auf die Liste unserer Sightseeing-Tour. Allerdings müssen wir in Plattling erst noch umsteigen. Der Zug fährt leider nicht durch. Insgesamt dauert die Anreise von Passau etwa eineinhalb Stunden.
In der Bahnhofshalle zieht eine Wandmalerei mit Porträtbildern von berűhmten Persönlichkeiten unsere Aufmerksamkeit auf sich. Die Bilder befinden sich an der Decke beim Ausgang. Etwa Mahátmá Gándhí, Angela Merkel oder der Papst Bededikt der XVI. wurden dort vom ukrainischen Künstler Oleg Kuzenko verweigt und heißen die Reisenden willkommen. Diese und weitere Wandmalereien sind überdimensional und farbenfroh. Bereits die Ankunft am Bahnhof hinterlässt bei uns einen positiven Eindruck.


Wie Prinzessinnen

Unsere erste Station ist das Café Prinzess, eines der ältesten Kaffehäuser Deutschlands. Es befindet sich am Rathausplatz und hat täglich bis 18:30 Uhr geöffnet. Dort bestellen wir auf gut Glück vier Mal Sachertorte. Was man nicht kennt, aber gut klingt, sollte man probieren. Erst beim Servieren realisieren wir, dass wir eine Schokoladentorte mit Marillenmarmelade und Schokoladenglasur bestellt haben. Aus dem riesigen Angebot von Kuchen, Torten und Pralinen haben wir mit sicherer Hand den richtigen Kuchen gewählt. Der schokoladige Geruch und der süße Geschmack überzeugen uns. Übrigens serviert man im Café Prinzess morgens auch Frűhstück und tagsűber ein paar kleinere Gerichte. Der Innenraum ist in einer Art Schlossstil eingerichtet. Kein Wunder, dass wir uns bei dieser Atmosphäre wie richtige Prinzessinen fühlen. Zwar sind auch die Preise eher königlich, aber heute wollen wir uns ja verwöhnen lassen. Schließlich gehören wir heute gefühlt zum Hoch-Adel und der verpflichtet bekanntlich.

Stadt der Kirchen


Regensburg ist stolz auf seine 26 Kirchen und Kapellen. Der Dom St. Peter ist der bedeutendste gotische Sakralbau in Bayern. Durch über 50 mittelalterliche Glasfenster fällt Licht in den Dom. Trotzdem heißt er uns in seinem Inneren mit Dämmerlicht willkommen. Unsere Augen brauchen etwas, um sich an diese Dunkelheit zu gewöhnen. Wohin wir auch blicken, überall können wir Petrus entdecken. Selbst im Wappen des Regensburger des Regensburger Domkapitels ist der Apostel in einem Schiff abgebildet. Das also versteht man unter Petrus-Tradition. Zu Regensburg und dem Dom gehören freilich auch die Domspatzen. Mit etwas Glück kann man diesem weltberühmten Knabenchor an einem der Sonn- und Feiertage lauschen. Ihre Auftritte beginnen dann um 10 Uhr. Übrigens war der Bruder von Papst Benedikt XVI. lange Jahre in seiner Funktion als Domkapelmeister auch Chorleiter dieser Knabentruppe. Aus nahe liegenden Gründen gibt es auch Orgelmusik: An Werktagen im Sommer lädt der Dom zur Mittagsmeditation mit Sakralmusik. Empfehlenswert sind die Domfűhrungen. Für nur vier Euro erfährt man hier weitere Hintergrundinformationen. 

Unter dir die Stadt

Wir setzen unsere Kirchen-Tour fort und besuchen im Anschluss die Dreieinigkeitskirche, in gewisser Weise die envagelisch-lutherische Antwort auf den Regensburger Katholizismus. Dort sind wir aber weniger an der Kirche, als vielmehr an derem Turm interessiert. Studierende dürfen ihn für 1,50 Euro erklimmen. Von oben haben wir eine Panoramaaussicht über ganz Regensburg. Die Altstadt mit dem Stadtbezirk Stadtamhof gehört seit Juli 2006 zum UNESCO-Welterbe. Wir haben das Gefühl, die ganze Stadt mitsamt ihren rund 1400 denkmalgeschützten Gebäuden würde auf unserer Handfläche liegen. Auf dem Weg die Treppen hinuter wäre es fast geschehen: Ein panisch hinausgeschriehenes "Vorsicht!" rettet meine Freundin vor Kopfschmerzen. Beinahe hätte sie sich als Klöppel an der Glocke versucht. Man sollte eben nicht gleichzeitig Treppensteigen und über das Smartphone chatten. 

Genieβen Sie bitte – aber schnell!

Direkt neben dem Dom führt die Steinerne Brücke über die Donau. Sie ist 336 Meter lang, besteht aus 14 Bögen, wurde im 12. Jahrundert in nur elf Jahren errichtet und wird oftmals als "Achtes Weltwunder" betrachet. Neben der südlichen Brückenauffahrt befindet sich die historische Wurstkuchl, die älteste Bratwurststube der Welt. Fast jeder Tisch ist heute schon besetzt, dennoch finden wir noch ein Plätzchen. Das Angebot ist traditionell bayerisch und sehr vielfältig. Wir bestellen Erdäpfelsuppe (3,50 Euro) und sechs Schweinsbratwürstl vom Rost mit Sauerkraut (8,40 Euro). Die Suppe wäre auch ohne Probleme als slowakische Kartoffelsuppe durchgegangen. Die kulinarischen Köstlichkeiten in Ruhe zu genießen, ist allerdings für langsame Esser wie uns schwierig. Die Kellnerinnen sind ziemlich ungeduldig und immer mehr neue Gäste warten bereits auf unsere Plätze. Wir fühlen uns gehetzt und zahlen schnell.

Öffnungszeiten - unser größter Feind

Wir setzen unseren Stadtbummel fort, haben aber unsere Rechnung ohne die Öffnungszeiten gemacht. Leider hat das Goethehaus bereits geschlossen. Unser nächster Stopp ist daher das fürstliche Schloss Thurn und Taxis sowie der Kreuzgang St. Emmeran. Im weitläufigen Areal und dem malerischen Park lassen wir unsere Seelen baumeln.

Liebes Regensburg, wir sehen uns bald wieder

Leider konnten wir nur einen kleinen Teil der Regensburger Sehenswürdigkeiten, (Walhalla, Befreiungshalle, Haus zum golden Kreuz, Dachauplatz usw.) entdecken. Ein Tag zum Kennenlernen ist eindeutig zu wenig. Aber wir studieren ja noch ein wenig länger in Niederbayern..
Café Prinzess

Café Prinzess | Lívia Šimčeková

Café Prinzess - Lívia Šimčeková


Wurstkuchl

Wurstkuchl | Lívia Šimčeková

Wurstkuchl - Lívia Šimčeková







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Über Inn und Weg





Wir sind vier Studentinnen an der Uni Passau und wir sind "Inn und Weg". Noch nicht lange in unserer Universitätsstadt interessiert uns natürlich, was Passau und seine Umgebung zu bieten haben. Was sind tolle Ausflugsziele, schöne Wanderwege, wo schmeckt es am besten und wo kann man so richtig gut feiern? Wir sind zu Fuß, mit dem Radl, den Inline-Skates oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Passau und am Inn entlang unterwegs, um die schönen Ecken der Stadt und des Umlandes ausfindig zu machen. Aufgrund unseres Studentenbudgets legen wir bei unseren Erkundungen natürlich großen Wert darauf, dass unsere Geldbörsen nicht allzu stark strapaziert werden – billig soll es dabei allerdings nie werden.

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