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01.07.2014  |  10:00 Uhr

Der Lindl geht um: eines Nachts in Passau…

von Alica Renken

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Habt ihr euch auch schon mal gefragt, was nachts in den Gassen der mittelalterlichen Stadt Passau vor sich ging? Wir von "Inn und weg" wollten dieser Frage nun auf den Grund gehen und haben an der Nachtwächtertour von Stadtfuchs Passau teilgenommen. So viel sei schon zu Beginn verraten: Wir waren begeistert von der Zeitreise, auf die uns der Nachtwächter alias Matthias Koopmann mitnahm! Uns deuchte, es wär' wohl mählich an der Zeit, euch zu berichten, was sich dort zutrug.



Mitten ins Geschehen

Treffpunkt: Rathausplatz

Treffpunkt: Rathausplatz | Juliane Paul & Alica Renken

Treffpunkt: Rathausplatz - Juliane Paul & Alica Renken


An einem Mittwochabend warten Juliane und ich auf den Beginn der Tour. Im Vorfeld haben wir einige Anstrengungen unternommen, um uns anzumelden: Nach einigen Anrufen bei Stadtfuchs zu unterschiedlichen Zeiten, die leider alle unbeantwortet blieben, mussten wir uns wohl oder übel per Mail für die Tour anmelden. Schriftlich erhielten wir dafür noch am selben Tag eine Bestätigung.

Angekündigt wurde uns die Führung auf der Stadtfuchs-Website wie folgt: "Eine heiter-spannende Kostüm-Theater-Tour: Ein Nachtwächter führt durch die romantisch ausgeleuchtete Dreiflüssestadt, klagt über liederliche Weibsbilder und sucht sich einen wackeren Assistenten." Was mich ein bisschen stutzig macht, ist der Hinweis: "Doch aufgepasst – Sie werden hautnah ins Geschehen eingebunden." Theaterstücke, Comedyshows oder Museumsführungen, in denen man als Vorführobjekt zur Bespaßung aller anderen herhalten soll, waren schon immer mein persönlicher Albtraum.

Doch bevor ich weiter darüber nachdenken kann, kommt ein Mann mit schwarzem Umhang, einer Art Speer und einer Laterne auf uns zu und beginnt ohne Umschweife mit der Führung. Wobei Führung vielleicht nicht das richtige Wort ist, es ist vielmehr eine Darbietung. Denn Matthias Koopmann, der uns gut zwei Stunden lang in die mittelalterliche Altstadt entführen wird, mimt geradezu hingebungsvoll den Nachtwächter.

Bei der Führung werden auch verschiedene Gebäudefassaden thematisiert und erklärt.

Bei der Führung werden auch verschiedene Gebäudefassaden thematisiert und erklärt. - Juliane Paul & Alica Renken


Geschichte mal anders

Diese Begeisterung überträgt sich sofort auf die ganze Gruppe, die zunächst am Rathaus und später auch in der Schrottgasse, auf dem Residenzplatz und auf dem Domplatz gebannt den Worten des Nachwächters lauscht. Wir bekommen nicht nur trockene Informationen vermittelt, sondern erfahren in vielen kleinen Anekdoten und Geschichten, wie es den Menschen im früheren Passau erging. So erzählt der Nachtwächter beispielsweise von der Judenverfolgung im Mittelalter und der Ausbildung, die Kaufmänner in Passau damals genossen.

Auch meine Angst als "Depp" herhalten zu müssen, löst sich bald in Luft auf, denn jeder in der Gruppe wird früher oder später in die Erzählungen des Nachtwächters eingebunden. Wir sind Bischöfe und Burgherren, Taschendiebe und jüdische Kaufmänner und vergessen dabei fast, dass wir bald wieder in die Gegenwart zurückkehren müssen.

Pantomime des Nachtwächters: Während ein Gast gestikuliert (rechts), zitiert der Guide eine historische Figur.

Pantomime des Nachtwächters: Während ein Gast gestikuliert (rechts), zitiert der Guide eine historische Figur. - Juliane Paul & Alica Renken


Unser Fazit:

Mit etwas mehr als zwei Stunden dauert die Theatertour länger als wir erwartet haben, doch langweilig wird sie nie. Immer wieder werden wir in das Geschehen eingebunden und hätte der Hilfsnachtwächter nicht immer wieder die volle Stunde ausgerufen, wir hätten kaum gemerkt, wie die Zeit verging.

Die Kostüm-Theater-Tour "Der Lindl geht um" kostet zwölf Euro und ist jeden Cent wert. Wenn auch ihr mal einen Abend lang den fabelhaften Matthias Koopmann als Nachtwächter begleiten wollt, könnt ihr euch gleich für den nächsten Termin am 04. Juli anmelden (weitere Termine auf www.stadtfuchs-passau.de). Also: Schnappt euch eure Laternen und nichts wie los!






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Wir sind vier Studentinnen an der Uni Passau und wir sind "Inn und Weg". Noch nicht lange in unserer Universitätsstadt interessiert uns natürlich, was Passau und seine Umgebung zu bieten haben. Was sind tolle Ausflugsziele, schöne Wanderwege, wo schmeckt es am besten und wo kann man so richtig gut feiern? Wir sind zu Fuß, mit dem Radl, den Inline-Skates oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Passau und am Inn entlang unterwegs, um die schönen Ecken der Stadt und des Umlandes ausfindig zu machen. Aufgrund unseres Studentenbudgets legen wir bei unseren Erkundungen natürlich großen Wert darauf, dass unsere Geldbörsen nicht allzu stark strapaziert werden – billig soll es dabei allerdings nie werden.

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