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Wünschelrutengehen
Artikel Panorama

13.06.2014  |  18:00 Uhr

I've been looking for water: Wünschelrutengehen

von Alica Renken

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Der Radiästhesiepfad am Kellberg ruft! Nachdem wir in der letzten Woche unsere Wünschelruten gebastelt haben, wollten wir diese auch testen. Deshalb haben wir uns zu dritt auf den Weg zum Kellberg gemacht und dort unser Glück mit dem Aufspüren unterirdischer Wasseradern versucht.

Aus eins mach zwei

Die Fahrt zum Startpunkt unserer Wandertour dauert mit dem Auto nur etwa 20 Minuten. Dort angekommen, entdecken Maria, Juliane und ich, dass es eigentlich zwei Radiästhesiepfade gibt. Der erste ist der Radiästhesie-"Lernpfad", auf dem sich in größeren Abständen zahlreiche Informationstafeln rund um das Thema finden. Auf dem zweiten Pfad können fortgeschrittene Wünschelrutengänger ihr Können testen.

Alternative eins: Lernpfad

Gleich zu Beginn stehen wir vor einer Tafel, die uns erklärt, dass wir gleich hier, oberhalb von zwei Wasserrohren, unsere Wünschelruten testen können. Wir haben uns natürlich vorher informiert und wissen: Wenn wir eine Wasserader aufspüren wollen, sollten wir am besten an einen Fluss oder einen Bach denken. Falls wir Erfolg haben, werden sich die Winkelruten (also Wünschelruten mit einer 90-Grad-Biegung), die in beiden Händen gehalten werden, überkreuzen und so eine Wasserader anzeigen.

Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen: In jeder Hand eine Winkelrute schreite ich immer wieder die Stelle über den Rohren ab. Wild entschlossen die Wünschelruten dazu zu bringen, sich endlich zu überkreuzen, denke ich an so ziemlich alle Gewässer, die mir einfallen. Ich bin ganz sicher, ich kann es schon spüren, dass jeden Moment… hmh. Die Wünschelruten pendeln im lauen Wind zwar träge hin und her, aber wenn ich ehrlich bin, zählt das wohl noch nicht als eindeutige Reaktion auf die Wasseradern. Juliane und Maria wollen sich allerdings nicht allein auf mein Talent beim Wünschelrutengehen verlassen und probieren es ebenfalls – erfolglos.

Der erste Pfad, auf den wir uns wagen, ist eher informativ als idyllisch.

Der erste Pfad, auf den wir uns wagen, ist eher informativ als idyllisch.


Von diesem Rückschlag lassen wir uns jedoch nicht entmutigen und folgen weiter den Schildern, die uns auf alle möglichen Auswirkungen aufmerksam machen, die Wasseradern auf die Natur haben. Beispielsweise schlägt der Blitz gerade in solche Bäume besonders oft ein, die sich in der Nähe einer unterirdischen Wasserkreuzung befinden.

Der Weg ist durchaus interessant, aber schön ist definitiv anders. Man läuft über einen breiten, sandigen Weg, auf dem offensichtlich auch häufig größere Fahrzeuge unterwegs sind (tiefe Reifenspuren erhöhen nicht gerade den Wohlfühl-Faktor…). Wer sich allerdings für Radiästhesie begeistern kann und mehr darüber erfahren möchte, der ist hier goldrichtig.

Wünschelrutengehen die Zweite

Danach machen wir uns auf den Weg zum zweiten Pfad, der übrigens größtenteils identisch ist mit der Wanderroute 40. Diese Route eignet sich eher für fortgeschrittene Wünschelrutengänger, da man hier keinerlei Anleitung bekommt. Das Online-Angebot an Informationen über diese und andere Wanderrouten ist eher spärlich, deshalb haben wir uns bei der Kellberger Touristinfo erkundigt. Dort kann man sich auch entsprechende Guides abholen. Wünschelruten muss sich allerdings jeder Wanderer selbst mitbringen.

Der zweite Radiästhesiepfad begeistert uns mit einem sagenhaften Ausblick.

Der zweite Radiästhesiepfad begeistert uns mit einem sagenhaften Ausblick.


Wir marschieren an der Klinik Prof. Schedel los und sind schon bald begeistert! Die Route lockt nicht nur Wünschelrutengänger, sondern ist auch perfekt für alle, die gerne an der frischen Luft sind und einfach mal vom Unialltag abschalten möchten. Der Weg führt ca. einen Kilometer an der Straße entlang und biegt dann in den Wald ab – wo wir zu unserer "großen Freude" in ständiger Begleitung von Mücken weiterwandern.

Der Weg ist das Ziel… oder so ähnlich

Wo geht es lang?

Wo geht es lang?

Wo geht es lang?


Weiter geht es durch das schattige Wäldchen, immer wieder über grüne Lichtungen, vorbei an idyllischen Bächen... Bäche? Richtig! Wir waren ja hier um Wasseradern aufzuspüren. Wir suchen noch ein bisschen herum und probieren unseren Wünschelruten irgendeine Reaktion zu entlocken, allerdings scheinen wir drei gänzlich untalentiert zu sein. Außerdem fällt es mir zunehmend schwerer, mich auf den eigentlichen Zweck unserer Tour zu konzentrieren, denn hier ist es einfach zu entspannend! Ein Spaziergang ohne Autos, ohne Stadtlärm, ohne Musik – und leider auch fast ohne Beschilderung. Bei aller Entspannung verpassen wir die richtige Abzweigung und landen auf einem Privatgrundstück.

Nachdem wir uns zwischen dösenden Kühen verlaufen haben, finden wir endlich die Ottilienquelle am Ende des Pfades.

Nachdem wir uns zwischen dösenden Kühen verlaufen haben, finden wir endlich die Ottilienquelle am Ende des Pfades.




Endlich Wasser!

Endlich Wasser!

Endlich Wasser!


Nach etwa zwanzigminütiger Verwirrung finden wir aber zum Glück wieder auf die Route zurück und sind an der Ottilienquelle wieder. Hier kühlen wir unsere geschundenen Füße im Bach (ihr solltet bei eurer Planung unbedingt an passendes Schuhwerk denken) und sind stolz: Am Ende haben wir doch noch Wasser gefunden!






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Wir sind vier Studentinnen an der Uni Passau und wir sind "Inn und Weg". Noch nicht lange in unserer Universitätsstadt interessiert uns natürlich, was Passau und seine Umgebung zu bieten haben. Was sind tolle Ausflugsziele, schöne Wanderwege, wo schmeckt es am besten und wo kann man so richtig gut feiern? Wir sind zu Fuß, mit dem Radl, den Inline-Skates oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Passau und am Inn entlang unterwegs, um die schönen Ecken der Stadt und des Umlandes ausfindig zu machen. Aufgrund unseres Studentenbudgets legen wir bei unseren Erkundungen natürlich großen Wert darauf, dass unsere Geldbörsen nicht allzu stark strapaziert werden – billig soll es dabei allerdings nie werden.

Auf geht's zur Entdeckungstour!

Die Blog-Autoren: Alica, Livia, Maria und Juliane

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