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Das letzte Dultwochenende steht an. Jeder Student in Passau hat sich nun schon mindestens zwei Mal auf dem städtischen Volkfest amüsiert – und das nicht zu knapp. Der eine gibt 150 Euro aus, der andere nur 20.
Kurz vor Ende der Maidult habe auch ich mich auf den Weg gemacht, um zu schauen, wie man sich dort am besten amüsieren kann: Aber einfach aus der Wohnung spazieren und auf geht's zur Dult? Nein, so einfach ist das nicht. So eine Dult benötigt wochen-, nein monatelange Planung. Los geht es erstmal mit der typisch bayerischen Trachtenauswahl. Welches Dirndl soll ich anziehen? Welche Schuhe passen dazu? Meine Güte, die Dinger sind ja schw***teuer. Wer bereits einige Zeit in Bayern verbracht hat oder dort geboren ist, hat wahrscheinlich mindestens zwei Dirndl zur Auswahl. Die anderen haben drei Möglichkeiten: kaufen, von Freunden leihen oder trachtlos zur Dult. Letztere Möglichkeiten sind natürlich die preiswertesten. Ich habe mich allerdings für Variante Nr. 1 entschieden und mich mit Dirndln eingedeckt. Gute Wahl eigentlich, wenn die nicht so eng wären. Und wie war das noch mit der Schleife und dem Beziehungsstatus - links gleich ledig, rechts gleich vergeben oder doch andersherum? Egal, das Outfit steht.

Was nun? Ach ja. Tische reservieren. Schon im März laufen die Leitungen im DultStadl heiß. Wer nichts davon weiß, hat widerum zwei Möglichkeiten: entweder früh genug zur Dreiländerhalle und einen der wenigen unreservierte Tische ergattern oder sich im Laufe des Semesters Freunde suchen, die bereits Tische reserviert haben. Ich habe beides ausprobiert. Lief super, war lustig. Ohne Reservierung muss man zwar schon relativ früh zur Dreiländerhalle, mit den richtigen Leuten vergeht die Zeit aber so schnell, dass, bevor man sich versieht, bereits der letzte Bus gefahren ist. Aber zum Ende des Abends kommen wir später.

Der Tag des Dultbesuchs muss natürlich auch geplant werden. Das wichtigste vorher: gut und lecker essen. Man will ja nicht schon um 20 Uhr nach der dritten Maß kopfüber von der Bank fallen. Außerdem spart man sich dann den Kauf von Steckerlfisch oder Dultbrezn. Alles super lecker, aber wir geben ja lieber Geld für Bier und Fahrgeschäfte aus. Oder? ODER? Naja, eine Portion Pommes geht immer. Oder einfach klauen, wenn die Freunde gerade nicht hinschauen oder laut "Atemlos" mitgrölen. Gleicher Tipp gilt übrigens auch für das Biertrinken. Nach der zweiten Maß weiß eh niemand mehr, welcher Krug zu ihm gehört und man kann am Tisch munter teilen. Nach besagter zweiter, die Teilungsgrenzen überschreitender Maß sinken natürlich auch noch andere Grenzen, die der Scham zum Beispiel. Einfach mal 'nen Schnaps ausgeben lassen, so tun als könnte man bayerisch sprechen und die Haare zu "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" schütteln. Wie viel Maß hab ich nochmal getrunken? Also, mein Geldbeutel sagt zwei, mein Gang sagt deutlich mehr. Und wieso ist es auf einmal so leer hier? Wo sind die anderen? Und wo ist die Bushaltestelle nochmal? Hmm, fährt eh kein Bus mehr, sagen jetzt alle... Gut, dann eben zu Fuß nach Hause, wie weit kann das schon sein. Eine Stunde später, drei unerklärliche blaue Flecken mehr am Körper und 16 Euro ärmer steht mein Fazit:  Dult, I love you. Im Herbst dann auf ein Neues.






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