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17.05.2016  |  10:30 Uhr

Bye, bye Plastik... Hallo Unverpackt!

von Ruth Konrad

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Man könnte meinen, es weht neuerdings eine Berliner Brise durch die Theresienstraße in der Passauer Altstadt. Der dort im Februar neu eröffnete Unverpackt Passau Laden bringt zumindest eine leichte Note Hauptstadt-Flair in unsere kopfsteingepflasterten Gassen.

Nach Berliner Vorbild hat sich nämlich auch hier bei uns eine dieser neuartigen Bioladen-Spezies angesiedelt, die dem unnötigen Plastik den Zutritt verweigern und stattdessen auf regionale Produkte und flexible Mengengrößen setzen. Wir von Eatrepeat wollten uns das mal genauer ansehen und haben diese Woche dem Unverpackt-Laden einen Besuch abgestattet.

Unverpackt Innen

Unverpackt Innen | Ruth Konrad

Unverpackt Innen - Ruth Konrad


Der erste Eindruck ist positiv. Der Laden ist zwar recht klein, aber schön hell und an den Wänden reihen sich in langen Reihen durchsichtiger Behälter mit Mehl, Nudeln, Müsli, Flocken und und und... Wer keine Lust auf eingeschweißte Lebensmittel hat, ist hier genau richtig. Denn das Unverpackt-Prinzip ist ziemlich simpel. Alle Produkte werden - wie der Name schon verrät - unverpackt und in beliebigen Mengen verkauft. Das heißt allerdings auch, dass ich als geneigter Kunde ein passendes Behältnis zum Heimtransport selbst mitbringen sollte. Wobei es vor Ort auch Glasbehältnisse zu kaufen gibt.

Die Produktpalette ist durchaus ansehnlich: von Mehl und Nudeln über Obst und Gemüse bis hin zu Gewürzen und Tee. Die Chefin von Unverpackt Passau, Jessica Endl, versicherte mir bei meinem Besuch außerdem, dass "alles, was geht, aus der Region stammt." Oft genug fährt sie sogar selbst mit dem Auto zu den Bauern der Umgebung, um ihre Produkte abzuholen. Mit ihren gerade mal 21 Jahren hat sie ihren kleinen Laden im letzten Jahr größtenteils in Eigenarbeit auf die Beine gestellt. Noch läuft das Geschäft allerdings nicht so gut, verriet sie mir: "Ich glaube, vielen Leuten ist es einfach zu anstrengend und zu kompliziert, hier einzukaufen, oder sie glauben, dass unsere Produkte viel teurer sind als bei der Konkurrenz."

Unverpackt Laden

Unverpackt Laden | Ruth Konrad

Unverpackt Laden - Ruth Konrad


Dabei ist das unverpackte Einkaufen ganz simpel. Einfach das mitgebrachte Behältnis vor und nach dem Befüllen mit dem gewünschten Produkt wiegen. Waagen stehen im Laden und wenn man Hilfe braucht, ist auch immer jemand da, der hilft. Bezahlt wird am Ende dann nur die Differenz.

Preislich kann der kleine Plastikverweigerer durchaus mit den Bioprodukten von Rewe und Konsorten mithalten. Besonders praktisch finde ich auch, dass man nur so viel einkauft, wie man möchte. Das freut dann nicht nur den Geldbeutel, weil man insgesamt weniger ausgibt. Auch die WG-Mitbewohner werden es mir danken, wenn nicht noch mehr halblehre Lebensmittelpackungen in der Küche stehen, die irgendwann nochmal verwendet werden (müssen).

Um den Laden noch interessanter zu machen, lässt sich Endl auch immer wieder etwas Neues einfallen. So hat sie vor kurzem montags und mittwochs einen Studentenrabatt eingeführt. Auch neu ist eine Smoothiebar, die ebenfalls nach dem Unverpackt-Prinzip betrieben wird. Es gibt keine Einwegbecher, sonderm man bringt selbst ein Gefäß von zu Hause mit. Man kann sich sogar aussuchen, welche Zutatenvariationen dann zum Smoothie gemixt werden sollen. Ich habe zum Beispiel Wassermelone mit Orange und Mandelmilch ausprobiert. Das war ziemlich lecker.

Zutatenliste Kartoffelbrot

Zutatenliste Kartoffelbrot - Ruth Konrad

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Bei meinem Besuch habe ich die Zutaten für ein Kartoffelbrot mitgenommen. Das ist schön luftig und schmeckt hervorragend. Die Zubereitung ist auch sehr einfach: Circa die Hälfte der Kartoffeln, bei mir waren das vier mittelgroße Kartoffeln, in Salzwasser kochen. Anschließend schälen und stampfen. Den Rest der Kartoffeln, bei mir noch einmal drei Stück, roh schälen und fein reiben. Dann die Stärke aus den geriebenen Kartoffeln mit der Hand ausdrücken. Das Weizen- und Dinkelmehl mit dem Backpulver, einer großzügigen Prise Salz, 1 TL Paprika und 1 EL Rosmarin vermischen. Gestampfte und geriebene Kartoffeln sowie die Milch zugeben und durchkneten. Dazu am besten am Anfang ein Rührgerät mit Knethaken verwenden. Zum Schluss aber auch noch einmal mit den Händen durchkneten. Dann zu einem Leib formen und auf ein Blech legen. Die Oberseite mit einem Messer einritzen und mit Salz und Rosmarin nach Belieben bestreuen. Das sorgt für eine leckere Kruste. Jetzt muss das Brot noch für 50 - 55 Minuten in den Ofen, der auf 175°C vorgeheizt sein sollte.

Kartoffelbrot

Kartoffelbrot - Lena Kuchlbauer


Das Kartoffelbrot schmeckt mir am besten frisch aus dem Ofen mit ein wenig Butter.

Stay tuned,

Eatrepeat.






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