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Der bairische Dialekt ist laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage der beliebteste in der gesamten Bundesrepublik. Das haben wir Lausbuam zum Anlass genommen, euch nochmal kurz Wissenswertes über Sprache, Land und Leute zusammenzutragen.




  • Wer sich schon öfter gefragt hat (oder auch nicht), warum man Bayern mit einem Ypsilon und nicht mit einem "i" in der Mitte schreibt, der sollte jetzt weiterlesen (oder auch nicht). Denn auf Anordnung von König Ludwig I., vom 20. Oktober 1825, wurde die vorher geltende Schreibweise "Baiern" abgelöst. Dieses Dekret des Königs und seine Vorschrift des Ypsilons standen im Zusammenhang mit seiner Vorliebe für das antike Griechenland. Das "i" ist uns allerdings bei der Bezeichnung der Sprache erhalten geblieben (z.B. "das Bairische")
  • "Ja, grias God" (Ja, grüß Gott) - Trotz seiner Übellaunigkeit ist der Bayer ein durch und durch höflicher Mensch, der weiß, wen er zu grüßen hat (und vor allem wen nicht).
  • "Des konne da scho song" (Das kann ich dir schon sagen) - Abgesehen davon, dass der Bayer jederzeit gerne Auskünfte erteilt, bevorzugt er es, auch fremde Personen zu duzen. Ihr solltet das als Kompliment betrachten. Schlimmer ist es, wenn er irgendwann anfängt, euch wieder zu siezen.
  • "Und na sigsdas scho rechts, do, wo des schuidl is! Hosd me?" (Und dann siehst du es schon rechts, dort, wo das Schild ist! Verstanden?) - Gerne und oft arbeitet der Bayer mit der Verkleinerungsform, sprachwissenschaftlich Diminutiv genannt. So wird aus dem Schild ein "Schuidl" und aus einer großen Tasse Kaffee ein "Haferl Kaffee". Zu guter Letzt versichert sich der Bayer, ob seine Botschaft auch angekommen ist, eher für sich selbst als für den Gegenüber. Übrigens, auf diese letzte Frage muss nicht geantwortet werden.
  • "Der hod koa Dor ned gschossn" (Der hat kein Tor (nicht) geschossen) – Sehr beliebt ist auch die doppelte Verneinung (dies bezeichnet man auch als Litotes, ein bevorzugtes Stilmittel, wenn man das eigentlich Gemeinte etwas hervorheben will).
  • "Draiquadlbrivatjee" - Das ist ein Ruheständler, der sich aus Geldnot nur einen dreiviertel Liter Bier leisten kann. Bei diesem Wort erkennt man noch deutlich den Einfluss des Französischen, Napoleon lässt grüßen!
  • Mit "mei" ist, wie man zunächst vermuten könnte, nicht der Monat gemeint, sondern ein ausgesprochen häufig verwendeter und typisch bayrischer Idiomatismus (also ein Ausdruck, der nur in einer bestimmten Sprache oder Mundart vorkommt). Es handelt sich wahrscheinlich um eine Kurzform von "mein Gott".



Der bairische Dialekt ist beliebt, aber dennoch für viele Leute aus anderen (Bundes-)Ländern schwer aussprechbar. Aber das ist überhaupt nicht tragisch und wird sogar von den Einheimischen mit sehr viel Wohlwollen aufgenommen, wenn die Zugereisten sich des neuen Dialektes annehmen. Das zeugt von einem gewissen Bemühen, sich auf die Sprache einzulassen und sich mit ihr vertraut zu machen. An dieser Stelle möchten wir Lausbuam euch ein paar sehr gelungene Aussprache-Beispiele zeigen, die zugereiste Passauer Mitbürger mit viel Enthusiasmus und vollem Stimmeinsatz abgeliefert haben:

1. Eadäpfe (Kartoffeln)

2. Foznschbangla (Zahnarzt)

3. jasogamoi greizdeifisagglzemendnoamoi himmeheagodna durindviechdukariads (Fluch mit Beschimpfung)








 

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Über DieLausbuam




Servus und Hallo!

Als sogenannte "Zuagroaste" (Zugereiste) wollen wir, die Lausbuam, unsere neue Heimat Niederbayern aus einer satirischen Perspektive für euch entdecken. Wir geben zu allem unseren Senf, sei es der hiesige Dialekt oder die niederbayerische Schmankerlküche, ohne dabei die Einheimischen zu sehr "tratzen" (ärgern) zu wollen.

Über Anregungen und Ideen via Facebook freuen sich eure Lausebengel Magnus, Gerald und Basti.




Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




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