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22.01.2016  |  09:00 Uhr

Vier Experimente, die Du auf keinen Fall ausprobieren solltest

von Elina Göhrmann

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Es gibt wirklich zahlreiche interessante, aber auch irgendwie verrückte Experimente auf dieser Welt. Wir haben euch hier einmal vier herausgesucht, die uns entweder schon häufiger über den Weg gelaufen sind oder bei denen wir einfach nicht glauben konnten, was wir lasen. Wie die einzelnen Versuchsabläufe dabei gestaltet waren, haben wir euch jeweils in einem kurzen Video zusammengestellt.

1. Das Little-Albert-Experiment

Dieses psychologische Experiment wurde 1920 in Baltimore von John B. Watson durchgeführt, um die klassische Konditionierung von Menschen zu belegen. Also um zu beweisen, dass einem natürlichen Reflex ein neuer Reflex durch "Anlernen" hinzugefügt werden kann.

Gscheidwisser-Bemerkung: Heutzutage wäre dies ein undenkbares Experiment. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Watson davon ausging, dass der Effekt ein Leben lang bleiben würde!

2. Das Stanford-Prison-Experiment
Was tun Menschen, wenn sie Macht besitzen oder gefangen sind? Genau diese Frage stellte sich 1971 der amerikanische Psychologe Philip Zimbardo und entwickelte das Stanford-Prison-Experiment. Planmäßig sollte dieses zwei Wochen lang laufen, doch schon nach sechs Tagen musste es vorzeitig abgebrochen werden.

Der Grund für das ganze Verhalten? Der Psychologe Philip Zimbardo erklärte es sich damit, dass es hierbei viele kleinere Faktoren gab, die erst zusammen stark wirkten. Einmal die Anonymität durch die Verkleidung, die eine Gruppenverantwortung erzeugte, dann die Macht über die Regeln, aber auch die Rollenidentifikation und das Bedürfnis sozialer Anerkennung innerhalb der Gruppe.
Gscheidwisser-Bemerkung:Was das Experiment auf jeden Fall bewiesen hat, ist, dass Menschen in Extremsituationen Verhaltensweisen zeigen, zu denen sie sonst niemals fähig wären. Es ist trotzdem schwer vorstellbar, dass man selber in solch einer Situation so reagieren würde, oder?!

3. Das Suizidexperiment
Darauf kann nur ein Gerichtsmediziner kommen! 1905 stellte sich Nicolas Minovici die Frage, wie sich Erhängen anfühlt.

Aus diesem Experiment entstand dann seine Arbeit "Etude sur la pendaison" ("Studie über das Erhängen") und die Erkenntnis, dass der Tod beim Erhängen nicht durch das Ersticken eintritt, sondern in erster Linie, weil das Gehirn kein Blut mehr erhält.
Gscheidwisser-Bemerkung:Unter keinen Umständen nachmachen! Und unter uns: Irgendwie ist das schon ziemlich krank.

4. Das Milgram-Experiment
Dieses letzte Experiment kennt ihr vielleicht schon. Hierbei testete der Psychologe Stanley Milgram 1961 in New Haven die Bereitschaft von Personen, autoritären Anweisungen Folge zu leisten. Vor allem, wenn ihr Gewissen dagegen spricht.

Die Ergebnisse waren überraschend: 26 Personen gingen bis zur maximalen Spannung von 450V, nur 14 brachen das Experiment vorher ab. Dieses psychologische Experiment wird oft zu Rate gezogen, um zum Beispiel Kriegsgeschehen zu erklären, da es belegt, dass fast jeder Mensch unter bestimmten Bedingungen dazu bereit ist, der Autorität zu folgen.
Gscheidwisser-Bemerkung: Ihr seht, man kann auch ein Experiment zu diesem Thema ausarbeiten, bei dem kein Mensch dabei zu Schaden kommt. Wäre nur noch die Frage, wie die Auswirkungen auf die Testperson aussehen, falls diese ihr eigenes Ergebnis erfahren sollte.






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Eure Gscheidwisser,
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