Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Passauer Mathemuseum  |  07.11.2015  |  09:30 Uhr

Mathe zum Anfassen

von Elina Göhrmann

Lesenswert (2) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 12 / 13
  • Pfeil
  • Pfeil




Was stellt man sich unter einem Mathemuseum vor? Den meisten schießt bestimmt Folgendes durch den Kopf: Taschenrechner, Winkelmesser, trockene Algebra und vor allem Zahlen, Zahlen, Zahlen.

Wir haben am Freitag, den 06. November, den Tag der offenen Tür genutzt und sind auf Entdeckungstour gegangen: im Passauer Mathemuseum im Foyer der Fakultät für Informatik und Mathematik (Innstraße 33). Und haben dabei erfahren, dass man Mathematik am besten mit den Händen begreift!

Der Lissajous-Automat
Wer von euch malt gerne Muster? Bestimmt haben die meisten sich schon einmal dabei ertappt – aber so schön wie die des Lissajous-Automaten sind sie dabei wahrscheinlich nicht geworden. Dabei bewegt man, einfach gesagt, eigentlich nur zwei Hebel, die aneinander gekoppelt sind. Die fangen dann an zu schwingen und bewegen einen Stift, der dann fröhlich Muster malt – sogenannte Lissajous-Figuren.

Lissajous-Automat

Lissajous-Automat | David Liewehr

Mit dem Lissajous-Automaten kann man durch Schwingungen Figuren malen. - David Liewehr


Zweimal ein und dieselbe Figur hinzubekommen ist dabei gar nicht so leicht: Denn die Gewichte an den Hebeln und die Frequenz der Schwingungen verändern die Form. Wichtig ist auch, ob die Hebel zur selben Zeit oder versetzt losgelassen werden. Was einfach nur Spaß macht, findet aber tatsächlich auch Anwendung in der Wissenschaft. Das Ganze ist an sogenannte Oszilloskope angelehnt, die Spannungen messen (hier stellen die Hebel sozusagen die Spannungen dar). Dadurch können sie dann zeigen, ob die einzelnen Spannungen synchron oder asynchron zueinander sind.

"Abtasttrommel"

Mit dieser Apparatur kann man tatsächlich die Schwingungen von Tönen sichtbar machen, genauer gesagt als Kurve sehen. Wie das Ganze funktioniert und aussieht, haben wir euch in einem kurzen Video von Thomas Fink, Doktorand an der Universität Passau, erklären lassen:

Geduld und Geschicklichkeit

Kleinere Spiele, hauptsächlich Geduld- und Geschicklichkeitsspiele, waren in einem Extraraum aufgebaut – alle zum Selbstausprobieren.

Turm von Hanoi

Turm von Hanoi | David Liewehr

Der Turm von Hanoi in Gebrauch. - David Liewehr


Probiert euch mal am "Turm von Hanoi". Auch, wenn es nun wirklich nicht schwierig klingt, muss man schon ein bisschen überlegen. Und immer an die Regeln denken: Immer nur EINE Scheibe auf einmal bewegen und nur eine kleinere Scheibe auf eine größere legen. Wenn der Turm von links nach rechts (oder auch von rechts nach links) gewandert ist, habt ihr es geschafft!

Hufeisenpuzzle

Hufeisenpuzzle | David Liewehr

Das Hufeisenpuzzle ist schwer zu entwirren. - David Liewehr


Und wenn ihr es verzwickter mögt, gibt es unter anderem "Hufeisen-Puzzles": Da gilt unserer Meinung nach, dass man es entweder kann oder für immer daran verzweifelt. Vielleicht habt ihr solch ein Puzzle oder ein ähnliches ja schon einmal nach einer Ewigkeit gelöst und könnt uns dadurch überzeugen, dass es nicht hoffnungslos ist, es immer und immer wieder zu versuchen?!

Das Wahrscheinlichkeitsspiel

Das Wahrscheinlichkeitsspiel | David Liewehr

Beim Wahrscheinlichkeitsspiel schaut man, wo die Kugeln landen. - David Liewehr


Für weiteren Spaß sorgen die "Bogenbrücke" (aus schmalen, glatten Holzbrettern eine Bogenbrücke erstellen), Somawürfel in groß und klein (aus vielen kleinen Stücken einen Würfel bauen), "Das verflixte T" (aus Puzzleteilen ein "T" bilden) oder das sogenannte "Wahrscheinlichkeitsspiel": Kugeln oben in einen Trapezschacht geben, sodass sie eine Wand mit Hindernissen hinunterrollen und schauen, wie sie sich unten auf dem Brett verteilen. Vielleicht versucht man sich auch an einem Bild?

Natürlich gibt es auch Geschichtliches zu entdecken: Eine Sammlung von Rechenmaschinen/Computer und auch mehr als ein Abakus stehen in Vitrinen zum Betrachten bereit und auch zahlreiche Puzzles und Zauberwürfel in allen Varianten kann man bestaunen.

Ihr seht also, Mathematik ist nicht nur Algebra und Zahlentohuwabohu. Vielleicht haben wir euch ja neugierig gemacht?!

Eure Gscheidwisser.






comments powered by Disqus


Dokumenten Information
Copyright © PNP-Campus 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




Über DieGscheidwisser




Wissenschaft ist langweilig? Ganz und gar nicht! Wir zeigen Euch, wie spannend und vielfältig Forschung sein kann. Dazu gehören die witzigen Seiten und Wissen, das Euch im Alltag wirklich nützt. Aber auch die Schattenseiten. Also dann: Wälzer weg und Schutzbrillen auf! Wir gehen auf Forschungsreise!

Eure Gscheidwisser,
Christopher, David und Elina

PS: Ihr habt Lob, Kritik oder ein Thema für uns? Dann schreibt uns doch einen Kommentar oder meldet Euch bei Facebook oder Twitter.




Hier schreiben Studenten der Universität Passau. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Übung am Lehrstuhl für Medien und Kommunikation unter der Leitung von Professor Thomas Knieper erstellen sie ihre eigenen Blogs. Darin nehmen sie die Uni von innen unter die Lupe, testen Passaus Lifestyle-Qualitäten oder geben ihren Kommilitonen Tipps fürs Leben als Student.




Limitierte Aktion


Jetzt das Studentenabo der Passauer Neuen Presse bestellen und gratis BIBBAG sichern! [mehr]








realisiert von Evolver